Wien – Leben

Wirtschaftsflüchtling (c) STADTBEKANNT Anna Mehofer
Wirtschaftsflüchtling (c) STADTBEKANNT Anna Mehofer

Sozialschmarotzer I

12. Februar 2018 • Leben, Skurriles

Scheinasylanten und Wirtschaftsflüchtlinge

Gemeint sind hiermit Menschen aus weniger entwickelten Teilen der Erde, aber auch aus armen Teilen Europas. Unterschiede werden nicht gemacht – das würde das Aburteilen nur unnötig verkomplizieren und ließe eventuell sogar Mitgefühl oder gar Verständnis beim freudigen Pauschalisten aufkommen.

Der Scheinasylant strebt entweder Asyl an oder hat sich dieses samt dazugehörigen Sozialleistungen schon ergaunert. Entsprechend weist er weder tatsächliche Asylgründe lt. Genfer Flüchtlingskonvention auf und ist eigentlich nur wegen der weithin bekannten österreichischen sozialen Hängematte hergekommen. Hier lebt er nun in Saus und Braus von max. 365,-Euro Grundversorgung inkl. Mietzuschuss bzw. bei anerkanntem Asylstatus von maximal 844,46 Euro Mindestsicherung als Alleinstehender!

 

Der Scheinasylant

Als Beispiel eignet sich hervorragend ein tschetschenischer Staatsbürger! Im ehemaligen Teil der Sowjetunion sorgt nun seit geraumer Zeit der schneidige Putin-Spezi Ramsan Kadyrow für Zucht und Ordnung. Seitdem er die Zügel in der Hand hat, trauen sich aufmüpfige Tschetschenen viel seltener gegen Russland zu opponieren und im einstigen Mutterstaat Bomben zu legen. Wer doch auf die dumme Idee kommt, sich kritisch zu äußern oder blöderweise einen Urstrumpfonkel dritten Grades hat, der im Suff über Putins Holde oder Kadyrows Kieferfehlstellung gelästert hat, für den wirds dann doch eher ungemütlich in Tschetschenien. Verfolgung, Folter, Erschießung, Verschwinden oder Vergewaltigung nahestehender Frauen sind mögliche Folgen – aber sonst ists eigentlich lauschig in Tschetschenien; insofern kein Anlass Asylgründe vorzugeben! Jeder muss sich heutzutage arrangieren.

 

Der Wirtschaftsflüchtling

Ein klassischer Vertreter dieser Subspezies ist ein nigerianischer Staatsbürger. Im offiziellen Nigeria herrschen weder Krieg noch gibt es Verfolgung ethnischer Minderheiten. Die paar Reibereien zwischen unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und Stämmen sind in etwa vergleichbar mit der österreichischen Tradition des „Maibaumklaus“ in dörflichen Nachbargemeinden. Halt ein bisschen rauer, weil die Zivilisation in Afrika bekannterweise noch nicht europäischen Standards folgt, aber das sind die ja von klein auf gewohnt. Wer den überkandidelten Wunsch hegt, regelrechten Zugang zu Trinkwasser, ausgewogener Ernährung, stabilen Wohnverhältnissen und medizinischer Versorgung zu haben und meint, deshalb einen „Asylgrund“ zu haben, hat sich geschnitten! Wirtschaftsmigranten brauch Europa/ respektive Österreich nicht! Wer sein Leben und das seiner Lieben wirtschaftlich verbessern will, soll dies im ortsüblichen Rahmen versuchen – konkret wären hier Trinkwasserbrunnen, 3-5 Hendln pro Familie oder eine Ziege anzuführen. Schuster bleib bei deinen Leisten!

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass innerhalb der Gruppe der Sozialschmarotzer der Scheinasylant und Wirtschaftsflüchtling an unterster Stelle siedelt.

 

Was ist eigentlich ein Sozialschmarotzer

Auf Wikipedia wird der Begriff Sozialschmarotzer als ein seit etwa Ende der 1970er Jahre verwendetes Schlagwort für einen Einzelnen oder eine Gruppe von Menschen, dem bzw. der von anderen Gesellschaftsmitgliedern vorgeworfen wird, Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen und damit eine andere soziale Gruppe (z. B. einen Sozialstaat oder eine Solidargemeinschaft) „auszubeuten“ definiert.

Seit einigen Jahren wird dieses Wort geradezu inflationär von Privatpersonen als auch in der Politik verwendet. Was man vor zehn Jahren noch dachte und allenfalls nach dem dritten (sic!) Bier am Stammtisch von sich gab, hat mittlerweile Eingang in den Wortschatz aller Schichten zu allen Anlässen gefunden. Es wird nicht mehr als unschicklich empfunden, sich beim Champagnerempfang der Stiftungs-Charity in Abendrobe über das gemeine sozialschmarotzende Volk zu echauffieren.

Diejenigen, die als Sozialschmarotzer bezeichnet werden, sind bei genauerem Hinsehen nicht unbedingt die Gewinner der Gesellschaft. Auch gibt es eine scheinbare Hierarchie unter den Sozialschmarotzern, die wir hier vorstellen möchten:

Scheinasylanten und Wirtschaftsflüchtlinge, Asylanten und Gastarbeiter, Arbeitslose und Durchschummler, Jugendliche, die nix lernen, kinderlose Frauen und Unfruchtbare, Pensionisten, Alkoholiker und Drogensüchtige, Kranke und Behinderte, Erben und Lottogewinner, Babies und Kinder, …

Sozialer Whirlpool (c) STADTNEKANNT Mehofer

, ,

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

« »