Lifestyle – Skurriles

Friedhofkreuz (c) STADTBEKANNT
Friedhofkreuz (c) STADTBEKANNT

Sommerzeit ist Sterbenszeit!

4. Juli 2015 • Skurriles

Unsere Warnhinweise für  einen unfallfreien Sommer

Der Sommer ist ein heißes Pflaster und wer sich vor eben solchem auf der eigenen Pfirsichhaut schützen möchte, der sollte Vorsicht walten lassen. Denn sobald das Thermometer die magische Es-ist-nicht-mehr-auszuhalten-Grenze überschreitet, häufen sich unschöne Unfälle.

Stadtbekannt möchte seine LeserInnen vor derartigen Ausrutschern schützen (das war bereits quasi Warnhinweis Nummer 1) und fasst die, natürlich mit einem Augenzwinkern zu verstehenden, größten Gefahren mit Todesfolge des Sommers für euch zusammen.

 

Kindersicherungen

Kindersicherungen sind für ihren heimtückischen Charakter bereits bei Feuerzeug- oder RohrfreibenutzerInnen bekannt. Lethal können sie werden, wenn sie im in der Sonne geparkten Auto zuschlagen. Dann nämlich, wenn sich die Türen nicht mehr von innen und die Fenster nur mehr durch beherzten Einsatz eines Nothammers oder Ziegelsteins öffnen lassen (in den meisten Fällen liegt dergleichen allerdings nicht sofort griffbereit herum). Gefährlich nicht nur für Kleinkinder, sondern auch für etwas von der Sonne gezeichnete, erwachsene (zukünftige) Matschbirnen.

 

Alohol

Generell kann man sagen, Alkohol ist eine Geißel der Menschheit – wenn man ein asketischer Langweiler ohne Spaß am Leben ist. Aber in Hitzeperioden muss durchaus unserem Freund Promillo ein Großteil der Schuld an eher unangenehmen Unfällen gegeben werden. Da werden, ehe man sich versieht, harmlose Orte zur Todesfalle – man denke hier an Kinderbecken und Duschtassen (schon wenige Zentimeter reichen aus, um bäuchlings das Zeitliche zu segnen) oder Brunnen, selbst wenn sie noch so seicht sind.

Bier (c) STADTBEKANNT

Bier (c) STADTBEKANNT

Getier

Den fließenden Übergang zu Todesfalle Nr 3 finden wir hier: blunzenfett über eine Wiese torkeln, taumeln oder gar Rollen kann auf ungeahnte Weise das Ende bedeuten. Denn: die gemeine Zecke lauert überall – und sie ist garantiert nüchtern! Unfairer Startvorteil? Finden wir auch, aber die Donauauen in Wodka tränken ist dann doch teurer als eine Schutzimpfung …

Wo wir bei einer ironischen Wendung der Natur angelangt wären: Alle reden vom Bienensterben, wir reden vom von Bienen sterben! Also: Augen auf beim Allergietest, die nächste Biene Maja könnte auch die letzte für euch sein!

 

Es geht auch zu feucht!

Österreich stöhnt jedes Jahr unter einer Serie an Bergunfällen, durch die Luft segelnden Radlern und gebrochenen Hüften. Wir kennen den Übeltäter und müssen euch gleich enttäuschen, da gegen ihn nicht viel auszurichten ist: „Axel Schweiß, mein Name, auch bekannt als die feuchte Gefahr!“ Angesichts menschenfeindlicher Außentemperaturen glitschen und flutschen arglose Wandersleute, RadfahrerInnen oder PasssantInnen nur so durch die Gegend und manchmal war es das letzte Mal … Also empfehlen wir: nicht außer Haus gehen und wenn doch nötig, immer ein Fetzerl mitnehmen, zur Sicherheit, und zum Aufwischen.

 

Männlichkeit

Jaja, wir wissen es: Ihr seid unheimlich männlich, besonders wenn ihr eure „ansehnlichen“ Körper verschwitzt zur Schau stellt („wozu brauch i a Leiberl?“) oder euch in eigentümlichen Ritualen übt, weil andere Wege der Kompensation oft gesellschaftlich nicht akzeptiert sind. Grillen ist ein Klassiker unter den Männlichkeitsritualen (Feuer, Fleisch, muahaha!), kann aber ungeahnt ins Jenseits befördern. Ein öffentlichkeitswirksamer Weg, beim Grillen das Zeitliche zu segnen ist der Spiritus: Einmal in Brand geraten, sorgt er immerhin für ein gewisses Spektakel. Weniger feinsinnig ist da schon, wenn man es mit der Männlichkeit übertreibt und Grillen und Schusswaffen kombiniert. Zusammen mit zermürbenden Temperaturen ist das selten eine gute Idee …

 

„Die Anderen“

Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, sollte sich während der Monate Mai bis September überhaupt krankschreiben lassen, denn die größte Gefahr für Leib und Leben lauert an jeder Ecke: die Mitmenschen. Dass sie eigentlichen tickende Zeitbomben sind, wissen wir spätestens seit Michael Douglas in Falling Down. Also: falls ihr auf diese wohl ernsteste Todesgefahr trefft, merkt euch: langsame Bewegungen, kein direkter Blickkontakt und falls sie Frühstück von euch wollen – gebt es ihnen!

Nadja Pospisil

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