Lifestyle – Sport

Wiener Prater Slackline (c) Mautner stadtbekannt.at
Wiener Prater Slackline (c) Mautner stadtbekannt.at

Slackline

23. Mai 2010 • Sport

Weg vom Zirkus, ab in die Schlucht

Mit Trendsportarten ist das so eine Sache: Sie kommen auf, erzeugen etwas Kuriosität und meist sind sie wieder bald weg vom Fenster. Slackline – ähnlich dem Seiltanzen – hat sich gehalten, vielleicht auch weil der Sport gar nicht so bekannt ist.

 

Neue Herausforderungen

Beim Slackline ist ein Seil zwischen zwei Punkten fixiert, allerdings kein gespanntes Stahlseil wie beim Seiltanzen aus dem Zirkus – das Seil ist weit weniger gespannt, sondern nur fixiert und gibt unter dem Gewicht des Slackliners nach.

Im Zirkus hat das Seiltanzen eine lange Tradition, als Sportart gibt es Slackline erst seit Beginn der 80er Jahre. Es wurde angeblich, so zumindest die Mär, von Kletterern im Yosemite-Nationalpark erfunden, die sich an Tagen, an denen man aus Witterungsgründen nicht klettern konnte, mit Balancieren auf Absperrketten und -seilen unterhielten. Besonders an Slackline ist, dass – weil das Seil nachgibt – die Balance nicht mit dem Oberkörper, sondern mit den Beinen gehalten werden muss. Besonders Kletterer benutzen das besondere Training um Koordination und Balance zu trainieren – für alle anderen ist die Kombination von Konzentration und Ganzkörpertraining die Herausforderung, die gesucht wird.

 

Verschiedene Lines

Grundsätzlich kann man zwischen drei Arten von Lines unterscheiden: Rodeo- bzw. Freestyle-Lines, Highlines und Lines über Wasser. Rodeo- oder Freestyle-Lines sind die klassischen, nicht gespannten Seile. Tricks auf der Rodeo-Line sind im Normalfall Normalfall Gehen, Umdrehen, Quer stehen und Surfen – Surfen kommt einem langsamen Schwingen gleich.

Highlines sind Seile, die bis zu 100 Meter über dem Boden gespannt sind. Die spezifische Herausforderung hier ist über einen Abgrund zu laufen, also eine primär psychische Komponente.

Lines über Wasser bieten die Möglichkeit gefährliche Tricks wie Salti zu üben – mit minimierter Verletzungsgefahr. Allerdings muss bedacht werden, dass ein Fall ins Wasser auch nicht immer schmerzfrei verlaufen muss – besonders wenn man auf den Grund des Wassers stürzt, ohne zu wissen, wie der Untergrund beschaffen ist.

Slackline ist nicht ungefährlich, fordert allerdings psychisch und physisch heraus. Körperbeherrschung, Koordination, Konzentration und Balance geben beim Slacklinen den Takt an.

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