Lifestyle – Skurriles

Verlassene Grabsteine (c) Mautner stadtbekannt.at
Verlassene Grabsteine (c) Mautner stadtbekannt.at

Serienkiller werden im November geboren

27. Juli 2015 • Skurriles

Der Geburtstag macht den Unterschied

Studien belegen einen Zusammenhang zwischen dem Geburtsmonat und der Lebenserwartung aber auch der Berufswahl. Stadtbekannt verrät was euch erwartet.

Gene, Erziehung, Lebensführung – alles Blödsinn. Der Geburtstag macht den Unterschied.

Seit Jahren schon zeigen wissenschaftliche Studien (Max-Planck-Institut für demographische Forschung, US National Center for Health Statistics etc.) Zusammenhänge zwischen dem Geburtsmonat eines Menschen und der jeweiligen späteren Entwicklung inklusive Krankheitsrisiken und Lebenserwartung voraus. Wohl sich selbst übertroffen hat nun das britische Amt für Statistik. Die Volksvermesser veröffentlichten eine Studie, wonach der Geburtsmonat auch Einfluss auf die spätere Berufswahl hat.

Stadtbekannt enthüllt nun, was euch in der Zukunft erwartet und wo ihr arbeiten werdet, ganz ohne Sternzeichen oder Kartenlegen und sogar vollkommen gratis.

 

Dezember/Jänner

Wer mitten in der kalten Jahreszeit geboren ist hat sehr gute Chancen ein hohes Alter zu erreichen. Das liegt daran, dass Winterkinder eine geringere Neigung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Altersdiabetes und Krebs aufweisen. Als Grund dafür werden die im Jahresverlauf schwankende Nahrungsqualität und das ebenfalls zeitlich unterschiedliche Infektionsrisiko vermutet (gilt für die Nordhalbkugel, im Süden jeweils um sechs Monate versetzt).

Trotzdem heißt es für alle Schneemenschen nicht zu früh lachen. Sie weisen nämlich ebenso eine höhere Neigung zu Schizophrenie und manischer Depression auf.

Dezembergeborene werden gerne Zahnärzte oder (spirituelle bzw. weltliche) Führerfiguren (zB. Jesus, Stalin, Mao). Im Jänner erblicken vor allem Allgemeinmediziner und Geldeintreiber das Licht der Welt, seltener als im Jahresdurchschnitt gehen hier Immobilienmakler und Metallwerker hervor. Vielleicht wurde aus diesem Grund auch Elvis Sänger und nicht Stahlarbeiter.

 

Februar/März

Besonders viele Pollenallergiker kommen zu Frühlingsbeginn, eigentlich etwas zu früh für den ersten Pollenflug, auf die Welt. Vermehrt werden zu dieser Zeit auch Kinder mit Autismus, Down-Syndrom, Narkolepsie oder Aufmerksamkeits- bzw. Lernschwierigkeiten geboren. Vermuteter Grund dafür (in den USA) ist die hohe Konzentration landwirtschaftlicher Gifte im Trinkwasser während der Empfängnismonate Mai und Juni.

Dem Februar entspringen viele Künstler und Parkraumüberwacher, eher weniger verbreitet sind Physiker. Mehr ersteres als dritteres sind deshalb wohl auch James Dean, Thomas Bernhard und mit Abstrichen Cristiano Ronaldo – schwerer ist die Einschätzung bei Paris Hilton.

Piloten und Musiker kommen gerne im März zur Welt, davon zeugen Lady Gaga und Diana Ross. Auch für Multitalente scheint es eine gute Zeit zu sein wie William Shatner und Terence Hill beweisen.

 

April/Mai

Bereits ab März nimmt die Lebenserwartung der monatlichen Geburtenkohorten gegen Sommer hin immer weiter ab, während die Wahrscheinlichkeit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zunimmt. Erklärt wird diese Entwicklung dadurch, dass Wintergeborene wohl stärkere Immunkräfte aufbauen und erst später ihre ersten Krankheiten und Infekte aufschnappen. Stärker als im restlichen Jahreslauf treten auch Demenz, Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose, Alkoholismus und Depressionen auf. Auch der IQ soll hier unterdurchschnittlich ausgebildet werden. Wirkliche Gründe dafür wurden nicht gefunden.

Nicht wirklich rosiger sieht es im April bei den Berufschancen aus. Wohl nicht jeder sieht sich gerne in der Rolle des Diktators wie Saddam Hussein oder Adolf Hitler. Vor allem Politiker und eher wenige Sportler spuckt der Mai aus. Niccoló Machiavelli, John F. Kennedy und Tony Blair stehen dafür als Beispiele. Eine Wahrscheinlichkeit später einmal schlechte Filme zu drehen ist nicht bewiesen, wird von stadtbekannt aufgrund des erstmaligen Auftretens von Robert Pattinson und Megan Fox vermutet.

 

Juni/Juli

Und es wird nicht besser im Sommer. Im Juni und Juli nimmt die Lebenserwartung weiter ab und Altersdiabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen drohen. Einen Grund für diese Probleme sehen Forscher im niedrigeren Geburtsgewicht im Sommer geborener Babys, was auf die ersten Entwicklungsmonate des Fötus, die mitten im Winter liegen, zurückgehen soll. Trotz der immer besseren Ernährung das ganze Jahr über, sollen saisonale Schwankungen mit niedrigerer Qualität in der kalten Jahreszeit noch spürbar sein.

Schon rosiger sieht es für Junikinder in der Arbeitswelt aus. Es winkt ein Posten als Vorstandsvorsitzender. Auch besonders sanftmütig scheint es hier zuzugehen, was fünf der letzten 22 Friedensnobelpreisträger beweisen. Etwas proletarischer wird’s im Juli, hier besteht eine größere Wahrscheinlichkeit sein tägliches Brot als Maurer oder Lokführer zu verdienen. Ebenfalls überdurchschnittlich oft vertreten sind Künstler. Die Sparten scheinen hier stark zu differieren was Mick Jagger und Rembrandt van Rijn zeigen. Für Wien natürlich von immenser Bedeutung: Anton Karas und Michael Thonet.

 

August/September

Im Geburtsgewicht holen die Spätsommergeborenen ordentlich auf. Im Schnitt bringen sie 47 Gramm mehr als der Jahresmittelwert ist auf die Waage. Die Risiken an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben gehen deutlich zurück. Der natürlich Feind des Juli- und Augustkindes ist die Hausstaubmilbe. Der sind sie nämlich, da sie wegen der bald einbrechenden kalten Jahreszeit öfter im Haus sind, vermehrt ausgesetzt.

Immer noch groß im Geschäft sind im August die Maurer, aber auch US-Präsident scheint eine verbreitete Beschäftigung zu sein (zB. Bill Clinton und Barack Obama). Ein Überhang von Tennis-Profis (Pete Sampras und Roger Federer) oder Leichathleten (Bob Beamon und Usain Bolt) ist nicht bekannt. Richtig mit dem Talent um sich wirft augenscheinlich der August. Sowohl in akademischen als auch in sportlichen Belangen steht hier alles offen. Die Spanne reicht von Theodor W. Adorno über Franz Beckenbauer bis zu Leo Tolstoi und Freddy Quinn.

 

Oktober/November

Uns alle jung aussehen lassen die Oktobergeborenen. Sie leben im Schnitt 215 Tage länger als die Märzkinder. Dafür werden Herbstlinge mit höherer Wahrscheinlichkeit von Hunde- und Katzenallergien gepiesackt, den Novembersprösslingen droht sogar häufiger Schizophrenie. Da hilft es ihnen auch nichts, dass sie größer werden als der Jahresdurchschnitt.

Im Oktober scheinen sich keine wirklichen Berufspräferenzen erkennen zu lassen. Auf die Lebensaltersstatistik hätten sich Oscar Wilde und Friedrich Nietzsche berufen sollen, vielleicht hätte es ihnen noch ein paar Jährchen zu ihren recht wenigen gebracht. Zumindest Pablo Picasso machte mit 91 Jahren das beste aus seinen Ausgangschancen.

Ob es mehr Beruf oder Berufung ist, darüber könnte man wohl streiten. Fakt ist, dass im November statistisch recht viele Serienkiller wie Charles Manson oder Ted Bundy das Licht der Welt erblicken.

So wissen wir nun alle was uns erwartet und vergessen es wohl am besten schnell wieder, um nicht die ganze Überraschung zu verderben.

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

« »