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Saturday Night Fever (C) ATV
Saturday Night Fever (C) ATV

Saturday Night Fever 5.11 – einmal geht es noch

11. Jänner 2012 • Film / TV1 Kommentar zu Saturday Night Fever 5.11 – einmal geht es noch

Staffelfinale ist. Endlich, möchte der Autor dieser Zeilen hinzufügen. Wieder einmal haben wir eine ganze Staffel tapfer ausgeharrt und im Schweiße unseres Angesichts die alkoholgeschwängerten Worte adoleszenter GroßstädterInnen und LandbewohnerInnen wiedergegeben. Hart war es, hart aber ungerecht und jetzt ist es „schon“ wieder vorbei. Aber zum Abschied gibt es noch einmal Solariumboys und Stalkingzauberer.

Weiße Rosen aus Athen? Vergammelter Raps aus Floridsdorf!

Roman und die Solariumsopfer bereuen ihr Verhalten beim letzten Mal, als Roman sich den Namen seiner Begleiterin nicht und nicht merken wollte und sie damit vergraulte. Zur Versöhnung hat er ein Büschel Raps ausgerissen, das die Auserwählte milde stimmen soll. Sandra, wie die Dame heißt, hat Freundin Conny mitgebracht, alleine wagt sie sich nicht zum Versöhnungstreffen mit Roman.

Auch Roman hat seine Freunde mitgebracht, die ihm gute Ratschläge geben (auf den Raps verzichten, nicht vom Pudern reden), aber Ratschläge kann man ja in den Wind schießen. So präsentiert er stolz den traurigsten Strauß Blumen der Welt. Sandra finde sie „sauschiach“ und besser könnten wir es auch nicht sagen. Nicht sagen kann Roman ob man einst zusammen war oder nicht, er kann sich überhaupt an wenig erinnern.

Auch ob er eine Beziehung haben will kann er nicht sagen, dass er mal mit ihr schlafen möchte das weiß er aber schon und bringt das auch gleich an die Frau. Trotzdem nimmt Sandra die Entschuldigung an, warum auch immer. Und am Abend soll gemeinsam fortgegangen werden unter der Bedingung, dass Roman nüchtern bleibt. Aber daraus wird, wer hätte das gedacht, natürlich nichts.

Zur Tarnung hat man Alkohol in eine Spriteflasche gefüllt um „heimlich“ vorglühen zu können. Den Freunden gesteht er, dass er es nur auf einen One Night Stand anlegt. Immerhin Jungfrau ist sie ja doch keine, wie man sich ausdrückt. Zur Vorbereitung trinkt Roman mal eben rasch die halbe Flasche Spiritus leer. Außerdem wird das Auto grüdlich mit Raumspray eingesprüht, angeblich „macht das die Weiber geil“. Nur auf der Motorhaube möchte Roman keinen Sex haben, er fürchtet die Anwesenheit von Mardern, die ihm angeblich immer „auf die Motorhaube scheißen“. 

Stocknüchtern kommt man im Till Eulenspiegel an. Roman kann sich nur mehr mit Mühe auf den Beinen halten aber immerhin geht es ihm von Minute zu Minute immer besser. So gut, dass man vergisst, die Damen abzuholen. Einmal mehr sind sie wütend auf den armen Tor. Trotzdem finden diese die Jungs und haben natürlich gemerkt, dass sie besoffen sind. Zwar meine Sandra, dass man sich unten treffen wollte, aber so hat man sich halt oben getroffen. Auch egal, nicht egal ist, dass Roman ohne fremde Hilfe nicht mehr stehen kann und deshalb nur schwer beweisen kann, dass er doch eigentlich nüchtern sei.

Die Freunde fordern Roman auf endlich klar Schiff zu machen und in die Gänge zu kommen bezüglich nächtlicher Sportaktivitäten. Er fasst Mut und meint zu Sandra, dass er sie will. Zumindest indirekt, was er damit meint kann er nicht mehr artikulieren. Aber es hat etwas mit dem Aufsuchen von Romans Auto zu tun, wo man reden will, indirekt halt.

Sandra steigt mit Roman ins Auto und lässt sich von Roman breitschlagen. Sie wird heute die Nacht mit ihm verbringen, obwohl sie fünf Minuten zuvor noch vom Gegenteil überzeugt war.

Der unentschlossene Stefan

Stefan steht vor der Frage: Beziehung or not Beziehung, that´s the question. Dabei sind die Ansprüche eigentlich gering. Seine kürzeste Beziehung dauerte bislang drei Stunden. Was für den einen ein betrunkenes Gschichtl ist, ist dem anderen eben schon eine Beziehung.

Am Abend will die Crew von Stefan mit der Crew von Tammy, ja die heißt so, weggehen. Tammy steht af Stefan und hofft auf eine Beziehung. Für mehr als drei Stunden? Etwa so lange muss Tammy jedenfalls auf Stefan warten. Der aber auch nach seiner Ankunft an Tammy kein Interesse hat, denn auch andere Mütter haben schöne Töchter. Eine davon ist im innigen Tanz mit Stefan zugange. Was die Mädls not amused.

Kurz wird der Tanz unterbrochen um auch Tammy und ihre Crew zu begrüßen. Doch die sind empört ob der Tanzbekanntschaft. Stefan wird genötigt diese wegzuschicken was er schließlich auch tut. Tammy nutzt die Gunst der Stunde und zieht sich mit Stefan für ein Getränk zurück. Danach brechen die Mädls auf und fahren nach hause. Tammy und Stefan haben sich aber für den nächsten Tag verabredet.

Die einen nennen es Stalking die anderen auch

Die unheimlichen Zauberer sind auch wieder mit von der Partie: Patrick und sein Freund Padde. Der nennt sich auf YouTube PartyPadde und stellt dort ähm tolle Musik online. Auf Facebook hat er das Bild einer Ortschaft der Bekanntschaft vom letzten Mal zugeordnet. Nun will man auf gut Glück dort hinfahren und die betreffende, nun wie sagt man da?, stalken. Ja einmal mehr weiß man zu verstören. Während man beim letzten Mal schon den Mädls durch Wien nachgeschlichen ist, fährt man nun überhaupt zu denen nach Hause. Verstörend? Gruselig? Ein Fall für die Polizei? Drei mal ja und trotzdem kann man die Blicke nur schwer abwenden. Wie bei einem Unfall harrt man gebannt der Dinge die da kommen, so verstörend sie auch sein mögen.

Patrick und sein Freund sind also aufs Land gefahren und suchen nach Blumen. Es ist schon spät und außer Wiese findet man nichts. Schließlich findet man ähnlich Erbärmliches wie zuvor die Floridsdorfer. Trotzdem ist man zufrieden und sucht nach der Auserwählten. Patrik weiß, dass das Haus auf einem Berg steht und am Ortseingang liegt. So kann man das Haus natürlich leicht finden.

Trotzdem braucht man stundenlang, um das Haus zu finden, gibt aber trotzdem nicht auf. Doch was nun? Sind die Eltern zu Hause? Haben sie ein Gewehr? Oder wenigstens einen Hund? Aber denkste, die Auserwählte erscheint am Balkon. Von der Ankunft ist sie schockiert. „Dass man das durch das Internet alles herausfinden kann“, verwundert sie sehr.

In den Wagen zu den zwei gruseligen Gestalten will sie aber nicht steigen. Sie schickt die zwei Jungs in eine Disco mit dem schönen Namen Coco Loco und verspricht, eventuell nachzukommen. Patrick hat vor herumzuflirten und fordert auch seinen Igor Paddy auf es ihm gleich zu tun. Schließlich taucht Petra, die Gestalkte, tatsächlich auf. Der ist wohl nicht mehr zu helfen, zumindest ihre Kollegin vom letzten Mal wollte aber nicht mehr mit. Man kann es verstehen…

Patrick überreicht seinen Strauch, den er zuvor pflückte und den er irriger Weise für eine Orchidee hält. Nur Padde ist enttäuscht: ihm taugt die Party ohne Janine, die nicht aufgetaucht ist, nicht.

Patrick versucht Petra erneut mit seinem Zaubertrick zu begeistern, aber Padde ist schon genervt und möchte nach Hause gehen. Petra ist, warum auch immer, an Patrick interessiert. Der stellt sich aber nur beim Stalken geschickt an, nicht aber beim Flirten. Selbst den Wink mit dem Zaunpfahl, dass man doch jetzt schon lange genug geredet hätte und doch auch einen Schritt weitergehen könnte, ignoriert er.

Padde überzeugt schließlich Patrick vom Aufbruch. Dem wird aber von Petra noch ein Gutenachtkuss abgenötigt. Was Patrick sehr verschreckte, warum auch immer. Andererseits kann man ihn auch verstehen, wir würden ihn auch nicht küssen.

Die Beiden gibt es übrigens auch auf Facebook, falls sie jemand stalken möchte. 

Fazit: Tammy und Stefan waren wohl das langweiligste Pärchen der SNF Geschichte, die Solariumboys waren ganz in ihrem Element und Patrick und Padde waren eine Begegnung der dritten Art. Die nun kommende Pause bis zur nächsten Staffel wird einigen altgedienten Helden und HeldInnen gut tun, um wieder zu alter Stärke zu finden. Außerdem heißt es dann auch wieder: neues Spiel, neues Glück und das wird man auch brauchen. Denn gerade mit den Darstellern, die nur in einer Episode vorkamen, hatte man in dieser Staffel kein Glück.

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Bild: (c) atv.at

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  1. lachmichdeppat sagt:

    SNF-Kritiken
    Wer auch immer diese "Rezensionen" schreibt, großes Lob, ich finds saulustig geschrieben 😉

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