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Naschmarkt Steiermark Äpfel (c) STADTBEKANNT
Naschmarkt Äpfel (c) STADTBEKANNT

Saisonkalender: Obst im November / Dezember

5. November 2015 • Essen

Obst im Spätherbst

Vorbei sind sie, die guten Zeiten des langen Sommers. Kälte, Wind, Regen nehmen Überhand. Nicht einmal Brombeeren und Zwetschgen wachsen mehr.

Eine fruchtlose Zeit, könnte man meinen. Doch Abhilfe gibt es. Gewisse Obstsorten reifen erst im Spätherbst. Wir haben den gesunden Stoff der Saison für euch!

 

Voll auf die Birne

Österreichische Birnen reifen im September, halten sich jedoch bis in den Winter hinein im Kühllager. Gerne werden sie roh genossen, doch auch als Beilage zu Wildgerichten oder als Dessert in Form von „Birne Helene“ liebt man sie.

Durch ihren geringen Fruchtsäureanteil ist dieses Herbstobst bestens verträglich und kann sogar Verdauungsproblemen entgegenwirken. Gut verträgt sich die Birne auch mit Alkohol. Vor allem die österreichische Mostbirne und die Williams Birne, die einen herrlichen Schnaps ergibt. Vor übermäßigem Genuss letzterer Substanz wird jedoch gewarnt. Es könnte sein, dass man am nächsten Tag meint, eine „Matschbirne“ als Halsverlängerung zu tragen.

 

Zu Unrecht mit Verachtung quittiert

Die Quitte sieht aus wie eine Mischung aus Birne und Apfel: Rundlich, knallig gelb, hart, umhüllt von einem flauschigen Pelz. Ihr Duft wie ihr säuerlich-herbes, birnenartiges Aroma macht sie zu einem schmackhaften wie gesunden Begleiter in den Winter.

Leider wird sie heute nur noch wenig geliebt und ist kaum in Supermärkten zu finden. Die letzte Bastion der Quitte: Wochenmärkte und ähnliches. Woran das liegt? Wahrscheinlich daran, dass man die heimischen Exemplare kaum roh genießen kann, ohne sich die Zähne auszubeißen.

Weich bekommt man sie, indem die widerspenstigen Früchtchen nach der Entfernung des bitteren Flaums einfach kocht. Denn dann eröffnet sich eine Fülle an Möglichkeiten: Ob als Gelee, als Marmelade, als Ingredienz für Kuchen und Muffins oder als fruchtiger Geschmacksspender für Sirupe und Liköre, Quitten passen eigentlich immer.

 

Feige? Na sicher!

Seit Jahrtausenden schon isst die Menschheit Feige.

Im antiken Griechenland galt die doch recht eigentümlich geformte Frucht als Aphrodisiakum und Fruchtbarkeitssymbol und wurde sogar mit eigenen Festen verehrt. Doch auch hier in Österreich, in klimatisch gemäßigteren Gefilden, ist die Feige anzutreffen und versüßt uns das Leben.

Wer Feigen bisher nur in ihrer getrockneten Form kennt, sollte sie einmal roh probieren. Das je nach Sorte weiße oder rote Fruchtfleisch schmeckt saftig, süß und aromatisch. Besonders gut machen sich Feigen als Begleiter zu Wein, auf Schinken-, Wurst- oder Käseplatten, oder als köstliche Portwein-Feigen-Sauce zu diversen Fleischgerichten.

 

Leise rieseln die Nüsse

Kein Obst im klassischen Sinne, doch klassische Begleiterscheinungen des Winters: Walnüsse. Geerntet werden sie nicht. Viel eher wird gewartet, bis sie (etwa ab September) von alleine vom Baum fallen. Beim Einsammeln heißt es daher: Vorsicht, Kopfnüsse!

Dass Walnüsse ein wahrer Powerstoff sind, wissen alle, die sich schon einmal unter dem Einfluss von Nuss-Doping auf Prüfungen vorbereitet haben. Dank wertvoller ungesättigter Fette und zahlreicher Vitamine liefern sie dem müden Gehirn wieder Energie!

Wie herrlich Walnusskekse und ähnliche süße Kreationen sind, ist wohl hinlänglich bekannt. Natürlich ist das nicht alles, was die Walnuss kann. Im Brot, auf Käseplatten, in Risottos, Pasta, oder Wildgerichten – Walnuss ist muss.

 

Noch nicht genug?

Wer nun denkt: „Soll das wirklich alles sein?“, der sei erinnert: Neben den allgegenwärtigen Äpfeln, die sich perfekt lagern lassen, ist der Spätherbst auch die Zeit der Trauben, Maroni, Orangen, Hagebutten, Mandarinen und Granatäpfel. Wir wünschen einen guten Appetit!

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