Kultur

Albertina (c) STADTBEKANNT
Albertina (c) STADTBEKANNT

René Magritte

9. November 2011 • Kultur4 Kommentare zu René Magritte

Mit René Magritte holte sich die Albertina einen der bekanntesten und beliebtesten Künstler des 20. Jahrhunderts ins Haus, und dementsprechend lange waren schon bei der Eröffnung die Schlangen vor dem Museum: ganz klar, Direktor Klaus Albrecht Schröder und Kuratorin Gisela Fischer haben wieder einen Kassenschlager gelandet.

Schon im Vorfeld wurde angekündigt, diese Schau würde eine der umfassendsten Magritte-Ausstellungen der letzten Jahrzehnte bieten: mehr als 150 Werke aus allen seinen Lebensabschnitten und -stadien, Zeichnungen wie Gemälde, Leihgaben aus aller Herren Länder, sowie Film- und Fotomaterial aus Magrittes Leben hat man in Zusammenarbeit mit der Tate Liverpool zusammengetragen, und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Schon wieder Magritte?

Einige mögen vielleicht über die zugegebenermaßen wenige originelle Wahl die Nase rümpfen – schließlich sind nur wenige Künstler so allgegenwärtig wie Magritte und seine Motive sind aus Zahnarztpraxen, Wohnzimmern und Popkultur nicht mehr wegzudenken. Dass der Bedarf allerdings trotzdem noch nicht gesättigt ist zeigen nicht nur die Menschenmassen bei der Eröffnung, sondern auch ein Besuch der Ausstellung, denn René Magrittes wirklich umfangreiches Werk ist durchaus auch einen zweiten und dritten Blick wert.

Abgründe und Alpträume

Wie in einem seltsamen Alptraum (vor allem hier in Wien bringt man ja alles gerne mit Traumdeutung in Verbindung) wandelt man durch die Hallen der Ausstellung, deren Wände mit den enigmatischen Gemälden Magrittes gepflastert sind. Jedes Bild birgt ein Rätsel, jedes gleichermaßen, denn im großen Zusammenspiel der Bilder merkt man: fast austauschbar sind die verschiedenen Motive seines Werks, Menschen ohne Gesichter, Männer im Anzug und Melone, die scharfen Kontraste und scheinbar wahllos zusammengewürfelten Gegenstände, all das perpetuiert sich in den Gemälden und zeigt: Magrittes Wahnsinn hatte Methode, ist kalkuliert – und trotzdem bleibt irgendetwas immer im Dunklen, ist nicht ganz aufzulösen.

Eine durchaus spannende Sache also, der man trotz vermeintlicher Übersättigung vielleicht doch einmal eine Chance geben kann. Die Schau bietet ob ihres Umfanges vielleicht auch für Kenner ein paar Überraschungen (wie ein paar frühe Werbearbeiten des Künstlers) und für alle anderen die Hauptwerke Magrittes. Nur die zerrinnenden Uhren haben gefehlt – ach nein, die sind ja von Dalì. (rmd)

René Magritte
Albertina Wien
8.11.2011 – 26.2.2012
René Magritte Die Liebenden/Les Amants, 1928 Öl auf Leinwand New York, The Museum of Modern Art. Gift of Richard S. Zeisler © Charly HERSCOVICI Brüssel – 2011 © VBK Wien, 2011  

Albertina



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4 Antworten auf René Magritte – Verstecken

  1. hofer sagt:

    Ceci n’est pas un article.
    hohoho

  2. b.b. sagt:

    was mir hier fehlt
    … ist eine abbildung seines wohl berühmtesten werks – ceci ne’est pas une pipi.

  3. b.b. sagt:

    korrektur
    n’est pas une pipi.

  4. Solonga sagt:

    Wirklich toll
    unbedingt anschauen! Wirklich sehenswert!
    http://www.missance.com/blog/?p=293 toller Artikel als Ergänzung…

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