Kultur – Musik

(c) Pixel Embargo - Fotolia.com
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Reih dich ein, Genosse!

1. Mai 2015 • Musik

Warum singt eigentlich niemand mehr Arbeiterlieder?

Warum ist es nicht mehr gebräuchlich, bei gemeinsamer produktiver Tätigkeit – etwa im Büro, in der Fabrik, beim Umziehen, Kisten schleppen oder beim Aufräumen zu Hause – zusammen ein motivationssteigerndes Lied zu singen? Denn Arbeits- oder Arbeiterlieder synchronisieren und erleichtern die Arbeit, geben einen Rhythmus vor und steigern das Gefühl für Zusammengehörigkeit.

Es muss ja nicht gleich die Internationale sein. Wer sich mit dem geschichtlichen Hintergrund der Arbeiterbewegung nicht identifizieren kann, weil er sich mehr der Bourgeoisie zugehörig fühlt, der findet bestimmt trotzdem Liedgut für die Arbeitserleichterung – obwohl, muss die Bourgeoisie überhaupt arbeiten?

 

Bruttosozialprodukt

Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt! Motivierender als dieses NDW-Glanzstück ist wohl kaum ein anderes Lied – also kniet euch richtig rein!

 

Banana Boat Song

Besonders toll für Nachtschichten aller Art oder wenn’s im Büro mal wieder länger dauert: Daylight come and we wanna go home!

 

Heiho!

Nicht nur bei Bergarbeit zu gebrauchen: Wir rackern und wir plagen uns den lieben langen Tag, wir graben, hacken pausenlos so geht es Schlag auf Schlag! Also heiho, und ihr seid vergnügt und froh!

 

Einheitsfrontlied

Wenn die Arbeit richtig unerträglich wird und es dann wirklich etwas Sozialistisch-Proletarisches sein soll, dann kann es nur Bertold Brechts Einheitsfrontlied sein. Also, Genosse, „reih dich ein in die Arbeitereinheitsfront, weil du auch ein Arbeiter bist.“

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