Lokalführer – Asiatisch

Rani - indisches Restaurant
Rani - indisches Restaurant

Restaurant Rani

9. Februar 2014 • Asiatisch, Aus aller Welt

Scharf, schärfer, am schärfsten

Davon, dass indisches Essen weitaus vielfältigere Komponenten aufzuweisen hat als einen für Europäer teils fast unerträglichen Schärfegrad, kann man sich am besten im indischen Restaurant Rani auf der Otto-Bauer-Gasse 21 im 6. Bezirk überzeugen.

 

Mehr als nur scharf.

Rani - Mittagsmenüs

Rani – Mittagsmenüs

Bevor man sich jedoch durch die Karte testet, sollte man auf jeden Fall telefonisch einen Tisch reservieren, denn das Lokal ist leider genauso gemütlich wie auch klein – dass es im Rani ausgezeichnete indische Küche gibt, hat sich im Laufe der Jahre in Wien wohl bereits herumgesprochen, weshalb die etwa 25 bis 30 Sitzplätze vor allem abends bis auf den Letzten gefüllt sind.

Hat man einen dieser Plätze ergattert, hat man mit der umfangreichen Karte die Qual der Wahl. Ab 11:00 und bis 14:30 Uhr bietet das Rani recht günstige Mittagsmenüs an, wie beispielsweise Hühnercurry, eine Gemüseplatte, Malai Kofta (Käse- und Gemüsekugeln in Obers-Mandelsauce) oder Alu Palak (Kartoffeln mit geröstetem Spinat und der Gewürzmischung Garam Masala). Serviert werden die Speisen allesamt mit Reis und Salat, Naan, ein fladenartiges Brot, welches meist als Beilage zu warmen Speisen gegessen wird, gibt es auf Wunsch um 1,- Euro dazu.

 

Von Murgh Makani bis Ghost Vindaloo.

Wie bitte? Keine Sorge, die Namen der Speisen mögen für Nicht-Inder auf den ersten Blick ein wenig verwirrend wirken und Sorgenfalten auf der Stirn verursachen, man darf aber beruhigt sein: Was genau zum Beispiel ein Murgh Makani ist – nämlich ein gegrilltes Huhn mit Tomaten-Butter-Sauce – wird auf der Speisekarte genau erklärt. Diese ist Hühnergerichte, Lammspezialitäten, vegetarische Gerichte, Fischspezialitäten sowie Gerichte von Rind und Schwein unterteilt und bietet beispielsweise Sur Goa (scharf gewürztes Schweinefleisch mit Kokos und Masalasauce), Jheenga Tandoori (Garnelen am Spieß mit Gemüsereis und Salat) oder Alu Ghobi (Karfiol mit gebratenen Kartoffeln in Garam Masala). Die Preise bewegen sich nicht unbedingt im untersten Segment, sind durch die Größe und Qualität der Gerichte aber auf jeden Fall gerechtfertigt.

Wer sich zu mehrt oder, ganz romantisch, zu zweit eine Speise teilen möchte, für den stehen drei verschiedene große Platten zur Auswahl. Die Goa-Platte etwa ist für vier Personen und besteht aus Garnelen und Zanderfilet in Kokos-Mandel-Rahm-Sauce mit Gemüsereis und Salat.

Entscheidet man sich für eine der schärferen Speisen, so empfiehlt sich bei der Getränkewahl beispielsweise ein herrliches Mango Lassi, da kühle Milchprodukte das Schärfeempfinden im Mund lindern – Bier gibt es zwar auch im Rani, das Trinken von Alkohol intensiviert die Schärfe jedoch nur.

 

STADTBEKANNT meint

Klein, aber sehr fein – so könnte man das Rani kurz und bündig beschreiben. Reservierungen sind dringend empfohlen, aber wer sich an diesen kleinen Tipp hält und einen Tisch ergattert, wird von den großartigen indischen Speisen zu einem zugegebenermaßen nicht außerordentlich niedrigen, dafür aber angemessenen Preis belohnt.

 
Geschlossen

Restaurant Rani

Otto-Bauer-Gasse 21
1060 Wien

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