Wien – Leben

Fahrrad (c) STADTBEKANNT
Fahrrad (c) STADTBEKANNT

Radfahren in Wien

30. Juli 2010 • Leben

Die MA18 verweist in ihren Beiträgen zur Stadtentwicklung darauf, dass Fahrradfahren in Wien zunehmend beliebter wird. In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Anteil der FahrradfahrerInnen auf 6% der VerkehrsteilnehmerInnen verdoppelt. Der Vergleich macht dennoch sicher, dass in Wien der Anteil der FahrradfahrerInenn noch deutlich ausbaubar wäre. Graz hat beispielsweise 14% FahrradfahrerInnen, Salzburg gar 19% und Kopenhagen das ohnehin weltweit Vorbild für innerstädtisches Fahrradfahren ist, kommt auf über 30%. Bis 2015 soll dieser Wert gar noch auf 50% egsteigert werden, wozu zahlreiche Initiativen überlegt werden, beispielsweise eine Temporeduktion auf 40 km/h für Automobile, oder eine Einschränkung der Verkehrswege für LKWs.

Von diesen Traumzahlen ist Wien Meilenweit entfernt, dennoch hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. So wurden die Fahrradwege konsequent ausgebaut auf mittlerweile 1159 Kilometer. Außerdem wird beispielsweise die Anschaffung von e-bikes massiv gefördert.

Interessanterweise ist der Anteil der Personen die besonders gern Fahrrad fährt in den Bezirken 2,20,21 und 22 am höchsten. Erst danach folgen die Bezirke die man instinktiv besonders weit vorne vermuten würde, wie Neubau, Josefstadt und Innere Stadt. Männer fahren häufiger mit dem Rad als Frauen, zwischen 30 und 50 wird am ehesten das Fahrrad benützt. Je höhher der Bildungsgrad und das Einkommen desto eher wird Fahrrad gefahren. Allerdings nutzt das wohlhabendste Viertel das Fahrrad vor allem in der Freizeit und weniger um in die Arbeit zu fahren. Ab 3000 Euro Haushaltseinkommen sinkt der RadfahrerInnen Anteil  wieder.  

Die IG Fahrrad schlägt einige leicht umsetzbare Ideen vor, um das Fahrrad in Wien als Verkehrsmittel attraktiver zu machen. Diese Maßnahmen sind vorgezogene Halteflächen für Fahrräder, vor Ampeln, Zebrastreifen und Ähnlichem. Das Ziel ist es eine sichere Zone für FahrradfahrerInnen vor den Automobilen zu schaffen.

Außerdem eine Öffnung aller Einbahnstraßen für Fahrräder, eigene Fahrradstraßen auf denen sich andere VerkehrsteilnehmerInnen nach den FahrradfahrerInnen in Punkto Vorrang und Höchstgeschwindigkeit richten müssen. Zudem eine Flexibilisierung der Fahrradwegbenützungspflicht. Bis heute gibt es ja eine Radwegbenutzungspflicht, für deren Abschaffung sich auch die Stadt Wien einsetzt. Der letzte Vorschlag ist die Installierung von Fahrradboxen die eine sichere Aufbewahrung von Fahrrädern ermöglichen sollen.

Die IG Fahrrad setzt sich auch für ein sicheres Fahrradfahren ein. In regelmäßigen Abständen werden deshalb Fahrsicherheitstrainings angeboten. Es können auch individuell Fahrsicherheitskurse gebucht werden. Ein Nachmittagstermin kostet 30 Euro, für IG Fahrrad Mitglieder hingegen nur 25 Euro. Empfohlen wird eine Teilnahme an drei Nachmittagsblöcken. Die Mitgliedschaft bei der IG Fahrrad ist im Sommer übrigens auf 10 Euro bis Jahresende ermäßigt. Dafür werden Ermäßigungen im Shop, Rechtsberatung, ermäßigte Diebstahlsversicherung und mehr geboten.  

Auch ARGUS die Radlobby bietet eine Radfahrschule für Erwachsene an. Dienstags und donnerstags werden kostenlose Trainingsfahrten angeboten.

Tipps für das sichere Radfahren bietet die Stadt Wien hier an. Ebenso eine Übersicht über das Wiener Radwegnetz und vieles mehr. Auf der Summerstage wird im Juli und im August ein gratis Fahrradcheck angeboten. Auf der Homepage der Stadt Wien findet man auch den Antrag für die Förderung eines E-Bikes. Praktisch ist auch der Radroutenplaner.

Eine weitere wichtige Entwicklung hin zu mehr FahrradfahrerInnen in Wien sind die City Bikes die zurzeit gerade massiv ausgebaut werden. In zahlreichen Bezirken außerhalb des Gürtels werden City Bike Stationen errichtet, das Ziel ist es ganz Wien zur City Bike Zone zu machen. Praktischerweise verfügen die City Bikes mittlerweile über eine eigene iPhone Application.

Ebenfalls sehr empfehlen können wir euch diesen Blog rund ums Fahrradfahren in Wien.  

, , , , , ,

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

« »