Lifestyle – Mode

Nachtclub Schaufenster (c) stadtbekannt.at
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Pussywunder

28. Mai 2010 • Mode

Sex sells, ja, das ist kein Geheimnis. Und Sex erregt Aufmerksamkeit, Sex kann provozieren, verärgern und erregen. Grund genug, dachten sich wahrscheinlich die Pussywunder Gründer, alle Grenzen einmal schamlos zu missachten und so richtig dreckige Mode zu machen.

Pussywunder stellt Tshirts her, auf denen pornographische Drucke zu sehen sind. Nicht nur ein bisschen, sondern so richtig pornographische Drucke, Geschlechtsteile gut zu erkennen, Männer und Frauen beim Sex, Oralsex oder Ähnlichem. Schön und gut, keine große Kunst, viel Fantasie benötigt es wohl kaum, sich die Motive auszudenken, besonders aufwendig ist ein Tshirt-Druck auch nicht.

Trotzdem gefällt uns das Label, weil es so schön schamlos ist, Grenzen vollkommen ignoriert und schlicht und einfach aufgreift, was Realität ist: Eine von pornographischen Bildern und Videos überschwemmte Welt, in der die privateste zwischenmenschliche Begegnung ins Öffentliche geschwappt ist.

Weder mit religiösen noch mit pseydomoralischen Ansichten soll dieses Label am Rande noch kritisiert werden, sondern mit meiner prinzipiellen Frage an solche Verkaufstricks: Es ist nicht mutig, so ein Label zu betreiben, sondern lukrativ, und es trägt nur noch mehr dazu bei, standartisierte Bilder menschlicher Sexualität zu reproduzieren. Sexualität gehört in gewissen Maßen vielleicht doch in den privaten Sektor, um nicht zu vergessen, dass die schönste Nebensache der Welt nicht wie in einem Porno ablaufen muss.

Abseits dieser Kritik verkauft Pussywunder 1A Popart, provokativ und deswegen innovativ, weil die Bilder, die im Internet mit einem Klick aufzurufen sind, auf Tshirts gedruckt wurden.

Und hier noch ein bisschen was zum Schauen:

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