Kultur – Musik

Popfest 2017 Bühne (c) STADTBEKANNT Pitzer
Popfest 2017 (c) STADTBEKANNT Pitzer

Popfest Wien

28. Juli 2017 • Musik, Veranstaltungen

Veranstaltung am Karlsplatz

Das achte Mal geben heimische Musikmachende auf der Seebühne im Resselpark und diversen anderen Podesten rund um den Karlsplatz ihre Kunst zum besten. Und das bei freiem Eintritt. Einerseits jubiliert das Wiener Herz: In unserer tollen Stadt wird so viel Kultur angeboten ohne dass nur die Geldhabenden dazu Zugang haben. Andererseits wird zurecht vielerseits gefragt: Ist denn österreichische Popmusik Nichts wert?

60 Bands „popen“ an acht Spielstätten an vier Tagen. Von 27. bis 30. Juli zeigt die heimische Musikszene was sie zu bieten hat. Ein Höhepunkt jagt den nächsten und ein regelrechter Overload an Stilen braust den Zuhörern um die Ohren.

Popfest 2017 Karlskirche (c) STADTBEKANNT Pitzer

Popfest 2017 Karlskirche (c) STADTBEKANNT

Die gehen immer

Ein paar der Dauerbrenner waren schon öfters dabei: Ankathie Koi lässt im hautengem Latexanzug die 80er Jahre hochleben, Der Nino aus Wien gibt mit seiner falcoesken Artikulation schönstes Wienerisch zum Besten und auch Robert Roitfer, der übrigens das erste Popfest kuratiert hat, gibt seinen very british Senf dazu. Bei diesen Dreien kann man jedenfalls nichts falsch machen!

Popfest 2017 See Bühne (c) STADTBEKANNT Pitzer

Popfest 2017 See Bühne (c) STADTBEKANNT

Bunt gemischt

Ehemaliger Woki mit deim Popo-Trackshitta Lukas Plöchl tritt unter seinem neuen Namen Wendja auf. Ansonsten finden sich auch die Linzer Newcomer Flut, dir rockigen Mother’s Cake oder die Avantgardistin Maja Osojnik auf den Programmzetteln. So breit der Begriff der Popmusik ist, so breit ist also auch das Line-Up.

Popfest 2017 Bühne Karlskirche (c) STADTBEKANNT Pitzer

Popfest 2017 Bühne Karlskirche (c) STADTBEKANNT Pitzer

Ist gratis auch umsonst?

Wie das halt in Wien so ist, darf das Sudern nicht weggelassen werden. Kritisch betrachten tut aber auch nicht weh und soll lediglich den Horizont erweitern. Dies wird bei der aktuellen Ausgabe des Popfestes auch vielerseits gemacht. Denn neben Donaukanaltreiben und Donauinselfest gibt es bereits einige Gratis-Events mit hervorragender Musik. Und ist es nicht so, dass etwas, das inflationär angeboten wird, irgendwann an Reiz verliert? Die „Na wonns eh nix kost, schau‘ ma halt hin“-Einstellung hat jedenfalls Einfluss auf die Stimmung bei solchen Events, oder nicht?

Popfest 2017 Besucher (c) STADTBEKANNT Pitzer

Popfest 2017 Besucher (c) STADTBEKANNT Pitzer

STADTBEKANNT meint

Das Popfest bietet gute Musik aus Österreich mit einer umfangreichen Mischung aus Stilen, bei der für jeden etwas dabei ist. Der Karlsplatz wandelt sich jährlich in das Partyzentrum von Wien, an dem kostenlos Kultur genossen werden kann. Ganz unkritisch wird dies aber nicht allerseits gesehen: Ist österreichische Musik denn so wenig Wert? Muss der Bevölkerung Kultur hinterhergeworfen werden? Auch wenn an dieser Kritik etwas dran ist, finden wir, dass einer der Grundpfeiler der Coolness von Wien das große Angebot an Kultur ist, die für alle zugänglich ist.

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