Wien – Leben

Foto: STADTBEKANNT Adamek
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Mit dem Peugeot 308 zum Schloss Riedegg

22. Juni 2014 • Leben, Unterwegs

Das ist also das Auto des Jahres 2014. 58 Journalisten aus 22 europäischen Ländern haben das entschieden. Unter anderem spielen Design, Preis und Funktionalität bei dieser Wahl eine wichtige Rolle und gerade in diesen Kategorien konnte der neue 308 punkten.
„Durchaus nachvollziehbar“, denken wir uns als wir unser Testauto abholen und uns auf den Weg zu Schloss Riedegg machen. Der Golf-Konkurrent bietet außen wie innen große Flächen, die dem Design eine angenehme Ruhe verleihen. Fast alles ist symmetrisch. Sogar die Zeiger von Tachometer und Drehzahlmesser wurden gegengleich angeordnet, um den Gesamteindruck nicht zu stören. Dazu gibt es gut gepolsterte Sitze in hellem Leder und natürlich die wunderbar aufgeräumte Mittelkonsole mit dem großen Touch-Multifunktionsdisplay, sowie ein Panorama-Glasdach und Voll-LED-Licht.

Foto: STADTBEKANNT Adamek

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Zwischen St. Pölten und Melk

Auf der A1 fahrend und in freudiger Erwartung jeden Moment das Stift Melk am Horizont zu sehen, kam es dann zu den ersten „Komplikationen“. Nach einem der feinsten Autobahn-Lieder wurde auf ein Hörbuch gewechselt. Die unheimliche Basslastigkeit der Denon-Anlage ließ sich jedoch nicht deaktivieren und störte das Hörerlebnis. Ein anderes Problem ergab sich bei einem Telefonat über die Freisprechanlage. Fahrer und Beifahrer mussten schreien um gehört zu werden. Schließlich versuchte ich die Distanz des Abstandstempomats zu verändern und scheiterte kläglich. Die Funktion könnte eine etwas intuitivere Bedienung vertragen. Die Massagesitze konnten mich aber ein wenig über diese Makel hinwegtrösten.

 

Schloss Riedegg

Nordöstlich von Linz befindet sich das Schloss Riedegg. Die einstige Burg, von der nur noch Ruinen übrig sind, wurde im 16. Jahrhundert zu einem Schloss umgebaut. Heute ist das Schloss im Besitz der Missionare von Mariannhill, einem katholischen Männerorden, der hauptsächlich in der Afrikamission tätig ist. Doch auch eine polytechnische Schule und eine Jugendherberge befindet sich im Gebäude. Wir parkten das Auto vor dem Burgtor und erkundeten den Garten, das Afrikamuseum und die alte Ruine. Besonders letztere bietet ein stimmungsvolles Ambiente und einen schönen Blick über die Gegend.

Foto: STADTBEKANNT Adamek

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Weiter geht’s!

Ganz überzeugen konnte uns das Schloss nicht, also beschlossen wir nach einiger Zeit wieder aufzubrechen. Der in der Sonne glänzende 308 wartete schon mit einer weiteren Besonderheit auf uns. Der Aluminium-Schaltknauf, oder auch „Schaltknauf des Todes“ genannt, wollte mir, von der Sonne aufgeheizt, die Zeichnung der Schaltung in die Hand brennen.

 

STADTBEKANNT meint

Pro: Bequem, geringer Verbrauch, vollgepackt mit neuer Technik und trotzdem günstig. Aufgeräumtes Design, komfortables Fahrwerk.

Contra: Teils umständliche Bedienung über das Touch-Display. Soundsystem und Freisprechanlage bei unserem Testwagen verbesserungswürdig. Schaltknauf des Todes.

Peugeot 308 1.6 e-HDI 115 FAP Allure, ab € 25.778,-
Länge: 425 cm, Gewicht: 1.320 kg, Kofferraum: 470 – 1.309 l, 1.560 ccm, 4-Zylinder-Turbodiesel, 6-Gang-Schaltgetriebe, Frontantrieb, 85 kW (116 PS), 200 Nm, 0-100 in 11,4 s, Vmax 196 km/h, MVEG-Verbrauch: kombiniert 3,8l, CO2 100 g/km, Verbrauch im Test: 5,4l

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