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Oh Tannenbaum - Der ultimative stadtbekannt Guide rund um den Christbaum (c) STADTBEKANNT
Christbaum (c) STADTBEKANNT

Oh Tannenbaum!

21. Dezember 2015 • Lifestyle

Der ultimative STADTBEKANNT Guide rund um den Christbaum

Ich weiß zwar immer noch nicht, warum man „wie schön sind deine Blätter“ singt, aber ich weiß, dass ein schöner Weihnachtsbaum das A und O eines gelungenen Weihnachtsfest ist. Vom Kauf bis zu den Kerzen haben wir für euch die wichtisgten Do’s und Dont’s der Christbaumdekoration zusammengestellt, mit einem Augenzwinkern, versteht sich.

 

Der perfekte Baum

Schon beim Kauf muss auf einiges geachtet werden: Logischerweise steht am Anfang die Überlegung, wie groß der Baum denn sein soll. Hier lieber unter- als übertreiben, denn die Größe der Bäume darf nicht unterschätzt werden, wenn er einmal in voller Pracht das Wohnzimmer besetzt. Nicht selten wird der Baum zur Last, wenn man dann vom Weggehen benebelt das Wohnzimmer durchquert und am nächsten Tag im Nadel-Glaskugel-Bett aufwacht.

Ebenfalls beachtet werden muss die Höhe des Baums, abschneiden ist eher unschön. Wenn er schon beim Kauf nadelt, dann darf man sich auf ewige Staubsauger-Einsätze gefasst machen, das sollte man also vermeiden. Ein dichter Baum ist immer gut, zu dünn sollte er nicht sein.

Über den Transport sollte man sich schon im Vorfeld Gedanken machen, denn mit großem Baum im Bus und U-Bahn fährt es sich nicht so gut.

Der perfekte Baum (c) STADTBEKANNT

Der perfekte Baum (c) STADTBEKANNT

Wie schmücke ich den Baum?

Die Amateure unter euch würden jetzt vielleicht antworten: ganz einfach, wild drauf los. FALSCH! Hinter dem Baumschmücken gibt es ein System, es mag vielleicht unterschiedliche Strategien geben, aber sie haben ein Ziel gemeinsam: Die Kugeln gleichmäßig zu verteilen und mögliche Unzulänglichkeiten des Baumes auszugleichen.

Bevor geschmückt wird, wird der Baum natürlich aufgestellt. Es empfiehlt sich, den Christaum schon einen Tag vor dem Aufstellen vom Balkon oder aus dem Keller zu holen, damit er nicht vollkommen durchfroren ist. Ansonsten zeigen die Äste des Baumes plötzlich nach oben, ein Anfängerfehler. Der Baum wird also aufgestellt, Profis machen das sogar einen Tag vor der Schmückerei, damit sich die Äste von der Gefangenschaft der Verpackung erholen können.

Beim Schmücken beginnt man immer mit den großen Kugeln und versucht sie, von unten nach oben, möglichst gleichmäßig zu verteilen. Achtung! Der Baum hat eine Rückseite, auch wenn er an der Wand steht. Große Kugeln hängt man natürlich auf die Äste, die ihr Gewicht auch aushalten, Löcher im Baum können durch geschickte Platzierung ausgeglichen werden. Von den größten bis zu den kleinsten werden die Kugeln verteilt, wenn man mehr als eine Farbe verwendet, sollte man besonders auf eine regelmäßige Verteilung achten. Das obere Drittel des Baumes sollte übrigens von großen Kugeln verschont bleiben, je weiter oben, desto weniger dicht muss aufgehängt werden. Am Schluss erhält der Baum feierlich seine Spitzdekoration, ein absolutes Muss, ein Baum ohne ordentliche Spitze ist kein Christbaum.

Wie schmücke ich den Baum? (c) STADTBEKANNT

Wie schmücke ich den Baum? (c) STADTBEKANNT

Christbaumkugeln

Bevor wild drauf los gekauft wird, sollte man sich zuerst gründlich überlegen, wie denn der Weihnachtsbaum schlussendlich aussehen soll. In unzähligen Farben bzw. Farbkombinationen kann man seinen Baum schmücken, hier ein paar Tipps für die Entscheidung.

Wer Schmuck zu Hauf zu Hause hat, der sollte sich nicht jedes Jahr für eine neue Farbe entscheiden. Eine umfangreiche und stimmige Sammlung ist praktisch, Geld und Zeit für den Kugelkauf wird somit gespart. Erbstücke sollten mit Liebe behandelt werden, auch wenn sie furchtbar hässlich sind. Handgemachte Christbaumkugeln bekommt man nämlich heute nicht mehr an jeder Ecke, und insbesondere nicht günstig. Für Newcomer empfiehlt es sich, vor dem Kauf zu überlegen, welche Farben es denn sein sollen.

 

Der Klassiker in Rot-Gold

Bei Rot-Gold kann man nicht viel falsch machen, wer es sehr weihnachtlich will, nimmt ein helleres Rot und setzt auf glänzende Kugeln, wer es dezenter mag, der nimmt matte Kugeln und ein dunkleres Rot.

 

Der ästhetische Weihnachtsbaum in Champagner

Besonders ästhetisch sind champagnerfarbene Kugeln, wenn man sich aber nur für eine Farbe entscheidet, sollte man unterschiedlich große bzw. sowohl matte als auch glänzende Kugeln kaufen.

 

Der hippe Weihnachtsbaum in Silber-Weiß

Ein mattes weiß, ein glänzendes Silber, oder beide Farben in matt schauen besonders hübsch aus.

 

Der familiäre Weihnachtsbaum in bunt

Besonders gut geeignet für Kinderaugen ist ein bunter Weihnachtsbaum, von rot bis grün kann hier einfach alles dabei sein. Vielleicht sollte man sich aber im Gegenzug mit zusätzlichem Schmuck wie bunten Lichterketten zurückhalten.

 

Der bodenständige Weihnachtsbaum

Strohsterne, bunte Holzfiguren, viel Schokolade, handgemachte Ornamente, ein bodenständiger Baum, wie er im Buche steht.

 

Der extravagante Weihnachtsbaum in Pink

Wem das alles zu klassisch ist, der kauft am besten einen Haufen Kugeln in unterschiedlichen Pink-Nuancen.

 

Der edle Weihnachtsbaum in Rot-Bronze

Rot-Bronze besticht gegenüber der Rot-Gold-Variante mit Anmut und Stil. Matte und glänzende, große und kleine Kugel, der Look ist perfekt.

 

Der popmöse Weihnachtsbaum in Silber-Blau

Ein silber-blauer Weihnachtsbaum ist besonders pompös, das Blau sollte aber nicht zu hell sein.

 

Der dezente Weihnachtsbaum in Grün

Wer es besonders dezent will, der kauf grüne Kugeln, darf sich dann aber nicht wundern, wenn der Baum nach dem Schmücken nicht wirklich anders aussieht als vorher. Hier helfen Lichterketten bzw. ein Haufen Kerzen.

Glaskugeln (c) Mautner stadtbekannt.at

Glaskugeln (c) Mautner stadtbekannt.at

Wieviele Kugeln brauche ich?

Das kommt natürlich in erster Linie auf die Größe des Baumes an, daher zuerst den Baum kaufen, dann den Schmuck. Sollte man neben Kugeln auch Lichterketten, Lametta und Ähnliches andenken, reduziert sich dadurch natürlich die Anzahl der benötigten Kugeln. Lieber zuviel als zu wenig ist hier die Devise, damit sich der Baum nachher nicht nackt fühlt. Tipp: Große Kugeln in der einen, die kleinen in der anderen Farbe kaufen.

 

Lametta oder nicht Lametta?

Das mit dem Lametta ist ja so eine Sache. An dieser Frage sind schon Familien zerbrochen, ich bin mir fast sicher. Lametta ist schlicht und einfach eine Geschmacksache, auf jeden Fall muss darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Lametta auf dem Baum landet. Den Baum unter dem Schmuck sollte man schon noch erkennen können.

Wenn man sich für Lametta entscheidet, sollte es auf jeden Fall zur Farbe der Kugeln passen. Ein blau-silbener Baum mit goldenem Lametta? I don’t think so. „Lametta-Ketten“, wie auf dem Bild unten, können – ebenfalls dezent eingesetzt – einen eher kugelarmen Baum retten.

Lametta oder nicht Lametta? (c) STADTBEKANNT

Lametta oder nicht Lametta? (c) STADTBEKANNT

Die Kitsch-Frage

Über kitschige Weihnachtsbaum-Accessoires wird ebenfalls gerne gestritten. Hier eine Liste der Do’s and Don’ts des Kitsch.

Do

  • Das Kugelarrangement am Baum um einzelne außergewöhliche Ornamente ergänzen. Ein gold-roter Baum verträgt zum Beispiel ein paar wenige goldene Lokomotiven.
  • Schokolade: Schokolade am Baum ist zwar kitschig, aber hat seinen Sinn und wird deshalb mit Wohlwollen toleriert
  • Engelshaar: Knapp an der Grenze, aber doch – dezent und gekonnt eingesetzt ist Engelshaar hübsch, ja nicht übertreiben.
  • Weiße Lichterketten: Ja.

Don’t

  • Bunte Lichterketten: Nein.
  • Kunstschnee: Um Gottes Willen.
  • Plastikschmuck: Nur in ganz besonderen Sonderfällen ist Plastikschmuck eine Option, im Großen und Ganzen eher ein Don’t.
  • Kondome, Bierflaschen und andere „Gags“: Es ist Weihnachten, verdammt noch einmal.
Die Kitsch-Frage (c) STADTBEKANNT

Die Kitsch-Frage (c) STADTBEKANNT

Die Sache mit den Kerzen

Die goldene Regel: Die Kerzen sollten farblich zu den Kugeln passen.

Wie arrangiere ich die Kerzen so, dass ich meine Wohnung nicht abfackele?

Alle Jahre wieder brennen zu Weihnachten in Wien Wohnungen lichterloh, oft, weil die Kerzen falsch angebracht wurden. Entscheidet man sich für echte Kerzen, sollte man auf allzu viele verzichten, denn so viel Platz dafür gibt es am Baum gar nicht. Die Kerze sollte an einem Ast befestigt werden, der besonders stabil ist, nämlich so, dass die Kerze nicht einen darüberliegenden Ast in Flammen setzen kann. 8 bis 10 Kerzen reichen im Normalfall vollkommen aus. Immer einen Topf Wasser neben dem Baum stellen, zur Sicherheit. Die Kerzen sollten auch nicht zu lange brennen. Wenn der Baum nun schon seit ein paar Tagen steht und die Nadeln trocken sind, sollte darauf verzichtet werden, Kerzen auf dem Baum anzuzünden. Wer auf solche Gefahren verzichten will, der sollte sich eine weiße Lichterkette zulegen, ein bisschen Licht am Baum muss schon sein. Bunte Lichterkerzen sind, ich sage es noch einmal, ein ABSOLUTES NO GO. Denk nicht mal dran.

Zimmerpflanze (c) STADTBEKANNT

Zimmerpflanze Foto: STADTBEKANNT

PS

Die Zimmerpflanze tut es im Notfall auch …

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