Wien – Leben

Foto: STADTBEKANNT Fontanesi
Foto: STADTBEKANNT Fontanesi

Österreichs erstes Soft Rock Cafe feiert Eröffnung

15. August 2014 • Leben, Skurriles

In Wien feierte vor kurzem still und leise Österreichs erstes Soft Rock Cafe sein „Hard Opening“. Aus dem ganzen Land tigerten Fans in die Rotenturmstraße, um Show Acts, Music Memorabilia, sowie die hohen Preise der Speisen und Getränke zu bestaunen.

 

Zahlreiche mondsüchtige Gäste feierten die vorangegangene Supervollmondnacht mit Sunshine-Acid und kamen dementsprechend gut gelaunt zur Eröffnung. Einige unter ihnen, die noch gar nicht geschlafen hatten, kamen beim Midday-Special im Rock Cafe allerdings auf Horrortrip. Als Special Guest sang nämlich kein geringerer als Schockrocker Andreas Gabalier ein Eröffnungsständchen. Auf den von ihm kürzlich losgetretenen Hymnenstreit Bezug nehmend, präsentierte Gabalier seinen neuen selbstironischen Titel: „Steirisch, a bissl narrisch!“ Trotz des mäßig schönen Wetters verbreitete er gute Laune und Summerfeeling und heizte den Fans mächtig ein. Bei Liedern wie „Und am Strand von Agados, lässt mich deine Sehnsucht los“ wurde es so manchen BesucherInnen aber endgültig zu viel. Sie mussten von den hauseigenen, in Fan-Hysterie ausgebildeten, SanitäterInnen versorgt werden. Die Betroffenen kamen glücklicherweise mit einem Schock und bleibenden Trommelfellschäden davon.
Nach der letzten Zugabe „Rock is dead“ machte sich Andreas Gabalier auf den Weg in die Arena, wo er dann am Abend als Support Act für Volks-Rock ’n‘ Roller Marilyn Manson auf der Bühne stand.

 

Androgyne RauchfangkehrerInnen

Ein weiteres Highlight im Showprogramm war für die Schwarze Szene, also die Gothic Fans gedacht. Die Wiener Rauchfangkehrer-Innung enthüllte ihr neues androgynes Logo. Wien als weltoffene Stadt geht mit der Zeit und trägt der Entwicklung Rechnung, dass immer mehr Schwule, Lesben und Transgenders den Beruf Rauchfangkehrer wählen. Ebenfalls zeitgemäß ist das Fehlen der Leiter im neuen Logo. Die RauchfangkehrerInnen von heute sind in Parkour oder Roofen ausgebildet und kommen somit ohne technische Hilfsmittel auf jedes Dach. Lediglich die unentbehrliche Stahlbürste schultert die Figur im aktuellen Logo – gedacht als Reminiszenz an die Metallfans im Publikum.

 

Wien und der ESC

Mit der androgynen Logopräsentation spannten die BetreiberInnen des Soft Rock Cafes gekonnt den Bogen zum überraschenden Zuschlag für Wien als Austragungsort des Eurovision Song Contests. Der ESC nimmt im Lokal natürlich eine zentrale Rolle ein. Gäste sind aufgerufen, über bestimmte ESC Themen abzustimmen. Zum Beispiel, welche peinlichen Fragen Alfons Haider seinen InterviewpartnerInnen stellen wird. Und ob er dafür mehr als fünfzehn Wörter Englisch können soll oder fehlende Kenntnisse einfach mit dem unaufdringlichen Britslang einer Mirjam Weichselbraun kaschieren darf. Auch über einen alternativen Austragungsort darf entschieden werden. Schließlich bezeichnete unlängst Pearl Jam’s Eddie Vedder die Stadthalle nach dortigem Gastspiel als zumindest zweitschlechteste Location, wo er jemals aufgetreten war.

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