Essen & Trinken – Essen

Nervennahrung Süßes (c) Mautner stadtbekannt.at
Nervennahrung Süßes (c) Mautner stadtbekannt.at

Nervennahrung

11. August 2015 • Essen

Gutes fürs Gehirn

Dass Fast-Food und Schokolade nicht die dauerhaft optimalste Ernährung für einen produktiven, kreativen Geist sind, ist schon länger bekannt. Aber nicht nur Zucker liefert Energie und Nervenstärke. Wir haben einige Ernährungstipps, die euch und eure Gehirne fitter machen. 

Wasser

Zwar hat Wasser keinen Brennwert und enthält nur wenig Nährstoffe und Vitamine, doch für unser Gehirn ist es unabkömmlich. Ohne Wasser geht nämlich gar nichts. Schon gar kein schnelles Denken. Wer also fit und entspannt bleiben will, trinkt ausreichend – zumindest 2-3 Liter Wasser oder ungesüßter Tee am Tag sollten es schon sein. Auch verdünnte Fruchtsäfte sind zu empfehlen.

Eistee (c) STADTBEKANNT

Eistee (c) STADTBEKANNT

Trinkt man vor allem an heißen Tagen zu wenig, verdichtet sich durch den Flüssigkeitsverlust das Blut und der Kreislauf gerät in Schwierigkeiten. Auch das Gehirn wird durch den gestörten Stoffwechsel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Mit dem menschlichen Kreislauf ist es wie mit einem Auto – wenn man nicht immer wieder Treibstoff nachtankt, steht das Werkl.

 

Hülsenfrüchte

Nun gehören Erbsen, Bohnen und Linsen ja nicht unbedingt zu den Lieblingsspeisen der meisten Österreicher. Wer aber Nerven und Konzentrationsfähigkeit boosten will, sollte darauf nicht verzichten. Hülsenfrüchte enthalten neben wertvollen Eiweißen auch Magnesium und das „Stimmungsvitamin“ B1, welches besonders gut gegen Stress wirkt.

Bohnen (c) Mautner stadtbekannt.at

Bohnen (c) Mautner stadtbekannt.at

Studentenfutter, Nüsse

Eigentlich haben wir es ja immer schon gewusst. Nüsse sind nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund. Reich an ungesättigten Fettsäuren, Einweißen, Magnesium, sowie mehreren Vitaminen und Spurenelementen, sind Nüsse ideale Energielieferanten – auch für das Nervensystem. Übertreiben sollte man es deswegen aber nicht. Immerhin sind Nüsse ziemlich fetthaltig.

Nüsse (c)Mautner stadtbekannt.at

Nüsse (c)Mautner stadtbekannt.at

Fisch

Die in Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren können vom Körper nicht selbst produziert werden, sind aber essentiell für die Nerven. Wer viel Fisch isst, hat ein geringeres Risiko, später einmal an Alzheimer oder Demenz zu erkranken. Auch vielen psychischen Krankheiten wie Depressionen wird vorgebeugt. Studien haben sogar ergeben, dass Menschen mit einem ausreichenden Omega-3-Spiegel weniger häufig Selbstmord begehen. Wer also lange leben will, sollte viel frischen Fisch essen. Also: Lachsbagel statt Schnitzelsemmel zum Mittag!

Fische (c) stadtbekannt.at

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Brokkoli

George Bush Sen. hat einmal gesagt, er hasse Brokkoli und würde es nun, als Präsident der Vereinigten Staaten, nie wieder anrühren. Dabei wusste seine Mutter sehr gut, warum sie es den Kindern vorsetzte: Die grünen Gesundheitsbomben in Bäumchenform sind nämlich nicht nur reich an kostbaren Inhaltsstoffen, sondern auch noch kalorienarm. Das in Brokkoli enthaltene für die Konzentration wichtige Magnesium geht jedoch beim Kochen verloren, weshalb man es für die optimale Wirkung roh essen sollte.

Gemüse Brokkoli (c) stadtbekannt.at

Gemüse Brokkoli (c) stadtbekannt.at

Avocados

Mit etwa 25% Fettanteil ist das Lorbeergewächs sicherlich kein Leichtgewicht unter den Snacks. Doch die gesunden ungesättigten Fettsäuren, die jede Menge in der Avocado enthaltene fettlösliche Vitamine freisetzen, entschädigen dafür. Auf Konzentration und Merkfähigkeit wirkt sich vor allem das enthaltene Lecithin positiv aus.

Übrigens, der Name der ursprünglich in Südamerika heimischen Frucht stammt von den Azteken und bedeutete einst „Hoden“. Aus dem ursprünglichen Wort „ahuácatl“ wurde erst durch die Spanier das heute gebräuchliche „avocado“. Dank ihrer Form schrieben die Azteken der Frucht eine aphrodisierende Wirkung zu. Belegt ist das nicht. Wer jedoch daran glaubt und fortan fleißig Guacamole isst, wird zumindest keinen Schaden davon nehmen…

 

Nicht nur das Was, auch das Wie zählt

Wer jetzt meint, sich von Früh bis Spät mit Nüssen, Fisch und Avocados voll stopfen zu müssen, hat etwas falsch verstanden. Auch der ausgewogene Rahmen ist essentiell. Regelmäßige kleinere Mahlzeiten, vielseitige Kost, sowie das tägliche Frühstück (das idealerweise nicht nur aus Kaffee besteht) sind ein Muss.

Besonders bei Snacks sollte auch auf den Mehrwert geachtet werden. Darum gibt es für alle kreativen und kochfreudigen Naschkatzen hier gleich tolle Rezepte mit dem Powerstoff Nuss!

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