Kultur – Musik

The Notwist Messier Object (c) The Notwist
The Notwist Messier Object (c) The Notwist

Musik im Februar

6. Februar 2015 • Musik

Holde Närrinnen und Narren! Neben Fasching und Opernball bringt der freaky Februar auch spannende musikalische Neuheiten, die total crazy sind.

 

Title Fight

Hyperview

Die Jungs aus Pennsylvania sind auf unbequeme Art erwachsen geworden. Der schnelle Punk Rock und die kurzen knackige Slogans der früheren Alben sind nicht mehr – „Teenage Angst has paid off well“, um es mit Kurt Cobain’s Worten zu sagen. „Shoegaze“ ist nun eine Referenz für das aktuelle Album „Hyperview“. Gitarrist Jamie Rhoden und die Russin-Zwillinge seufzen mehr denn singen, die Hooks sind vernebelt und Hits gibt es kaum. Title Fight klingen anderes, aber sie klingen gut!

 

The Notwist

Messier Objects

Die allesamt im Rahmen diverser Theater- und Hörspielproduktionen entstanden Stücke entlehnen ihre Titel dem in Astronomiekreisen bekannten Messier-Katalog. In diesem Sinne verstehen sie sich als abstrakte, rein instrumentale „Objekte“. Anders ausgedrückt: retrofuturistische Sample-Loops, Xylophon und der ein oder andere klassische Notwist-Moment. Eine Platte, die ob der beeindruckenden spährischen Klangwelten Konzentration verlangt.

 

Aphex Twin

Computer Controlled Acoustic Instruments pt2

Aphex Twin Mastermin Richard D. James letztes Album („Syro“, 2014) kann für jene Hörer, die seine Arbeit nicht von Anfang an mitverfolgt haben, als Zusammenfassung seiner Sound-Pionierarbeit der frühen 1990er Jahre verstanden werden. „Computer Controlled…pt2“ hingegen ist eine Sammlung von musikalischen Experimenten, entstanden parallel zum klassischen Albenkanon, für den etablierten Fan. Er findet die Aphex Twinschen Markenzeichen wie Grooves, Bridges, unstimmige Melodien, Rhythmen, die dem Beat hinterherhinken, auch hier, erlebt sie jedoch neu eingebettet innerhalb neuer Settings und alternativer Soundstrukturen.

 

John Carpenter

Lost Themes

Der Autor und Regisseur von Klassikern wie „Halloween“ und „Escape from New York“ komponierte für viele seiner Werke auch die Filmmusik. Carpenters erstes eigenes Album beinhaltet aber keine Sammlung alter Musikschnipsel sondern wartet mit eigenständigen Kompositionen auf, erstellt mit Synthesizern und digitalen Musikprogrammen. Die für „Lost Themes“ entstandenen Sounds spiegeln jene charakteristisch düsteren, minimalistischen Klänge wieder, die mit ein Grund sind, warum Carpenters Filme als so einflussreich für kommende Generationen gelten.

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