Wien – Leben

(c) Adamek stadtbekannt
(c) Adamek stadtbekannt

Mit dem Volvo V40 zum Pferderennen

21. Juli 2013 • Leben, Unterwegs

Etwas südlich von Wien, in Ebreichsdorf, steht das Magna Racino. Laternengesäumte Straßen und Pferdestatuen weisen den Weg. Und natürlich Wegweiser. Auf der Autobahn, auf der Landstraße oder im Dorf. Überall findet man die Hinweistafeln die zur großen Pferderennbahn führen. Ab vier Euro Eintritt ist man dabei und kann großen Tieren und kleinen Jockeys bei der körperlichen Ertüchtigung zusehen. Doch während die Pferde ihr Zaumzeug antrensen und die Jockeys in ihren engen, lustigen Gewändern nervös auf- und abspazieren, bleiben wir ganz ruhig, um nicht zu sagen, gelangweilt.
Ein kurzer Gang zum Wettschalter schafft Abhilfe. Als Geiziger und dem Wetten nicht sonderlich zugetaner Mensch überforderte mich das Angebot an unterschiedlichen Wetten: Win, Place, Show, Exacta, Box und diese Begriffe auch noch in allen möglichen Kombinationen. Wir entschieden uns für die einfachste Art. Wir gewinnen wenn Lady Flitzer gewinnt. Der Name hatte Power, wir konnten nicht falsch liegen.

Das Rennen

Wir hatten das Glück das Racino am Tag des Derbys zu besuchen. Zu diesem feierlichen Anlass trugen die Zuseher ihre beste Sonntagsgarderobe, inklusive Hut. Schließlich galt es einen Hutwettbewerb zu gewinnen. Einerseits fühlten wir uns jetzt ein wenig underdressed, andererseits vermittelte diese Situation richtiges Ascott-Feeling. Nicht, dass ich je in Ascott gewesen wäre, aber so ähnlich stelle ich es zumindest vor.

Alle halben Stunden startet abwechselnd ein Trab- oder Galopprennen. Lady Flitzer trat in der zweiten Kategorie an. Sie wurde mit sieben anderen Pferden zu den Boxen geführt, die sich bald darauf öffneten und der kleinen Stampede den Weg frei machten. Mehrmals waren wir versucht wie Eliza Doolittle in My Fair Lady „Lauf schneller oder ich streu dir Pfeffer in den Arsch!“ zu schreien. Vielleicht hätten wir sollen, denn nach kaum zwei Minuten war das Rennen zu Ende und Lady Flitzer erreichte nur Platz 4.

Stark wie 150 Pferde

Ja, die Überschrift ist eine Lüge. Ein Pferd kann zwar über einen längeren Zeitrum nur ca. 1 PS leisten, kurzzeitig hat ein Rennpferd aber bis zu 24 PS. Auch ein Mensch kann im Übrigen mehr als eine Pferdestärke Leistung erbringen. Nur so zur Info.
Nach dem Rennen fühlten wir uns wie Verlierer. Waren wir ja auch. Doch unser neues Testauto, der exquisit ausgestattete Volvo V40, konnte diesem Gefühl Einhalt gebieten. Feines, duftendes Leder unter, ein Panoramaglasdach über uns. Mit 150 PS fast so viel Leistung wie alle Rennteilnehmer zusammengenommen. Und spätestens bei 80 km/h sehen wir sie alle nur noch im Rückspiegel und winken aus dem Fenster.

Wenn die Augen nicht gerade auf das voll-digitale Cockpit geheftet sind, das uns die Wahl zwischen drei Modi bietet – Elegance, Eco und Performance – die jeweils verschiedene Fahrdaten unterschiedlich anzeigen. Dazu gab es Musik per Bluetooth, ein Navi, Toter-Winkel-, Spurhalte- und Bremsassistent, Sitzheizung, Automatik und Vieles mehr. Bei so viel praktischer und angenehmer Technik waren wir wohl doch irgendwie Gewinner. Oder zumindest fühlten wir uns so und das sollte doch reichen.

Volvo V40 D3 Geartronic Momentum ab € 31.004,- Länge: 437 cm, Gewicht: 1.479 kg, Kofferraum: 335-1.032 l, quer eingebauter 2,0l-R5-Zylinder-Diesel, 6-Gang-Automatikgetriebe, Frontantrieb, 110 kW (150 PS), 350 Nm, 0-100 in 9,3 s, Vmax 205 km/h, MVEG-Verbrauch: 6,9/4,3/5,2 (D), CO2 136 g/km, Verbrauch im Test: 7,2 l

Christoph Adamek

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

« »