Wien – Leben

Foto: STADTBEKANNT Adamek
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Mit dem Skoda Yeti ins Waldviertel und Salzkammergut

24. August 2014 • Leben, Unterwegs

Den Skoda Yeti gibt es seit dem letzten Facelift in zwei Ausstattungslinien: City und Outdoor. Unser Testwagen entsprang der City-Line und wurde von uns zwei Wochen lang in den ländlichen Gefilden Österreichs zweckentfremdet.

Foto: STADTBEKANNT Adamek

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Ab ins Waldviertel

Bei meiner ersten Ausfahrt – ich musste eine sperrige Ladung ins Waldviertel bringen – konnte ich mich vom beachtlichen Fassungsvolumen bei umgelegter Rückbank überzeugen. Als das Paket abgeliefert war, trat ich den Rückweg etwas flotter an, schließlich musste ich keine Angst mehr haben von der Ladung erschlagen zu werden. Dann plötzlich, ziemlich „in the middle of nowhere“, standen zwei verlorene, junge Damen mit erhobenem Daumen am Straßenrand. Ich blieb stehen und bot ihnen ein Tauschgeschäft an. Ich verbitte mir hier jegliche Unterstellung von Unlauterkeit, wollte ich im Austausch für die Fahrt nach Wien doch bloß eine unvoreingenommene Meinung zum Fahrzeug. Sie meinten, es gefiele ihnen gut und man sitze bequem. Praktisch fänden sie das Ablagefach über der Mittelkonsole. Das war zwar nicht sehr ausführlich, aber in Ordnung und ich will ihre Worte gerne bestätigen, jedoch denke ich, dass meine beiden Mitfahrerinnen selbst ein altes Dreirad gelobt hätten, sofern es sie sicher nach Wien gebracht hätte.

 

Weiter ins Salzkammergut

Eine weitere Ausfahrt führte mich ins Ausseerland, doch diese Reise barg gleich mehrere Enttäuschungen. Erstens offenbarte sich der Yeti auf der Autobahn zwar als bequemes, jedoch auch als recht durstiges Reisegefährt und verlangte stets über acht Liter Benzin. Zweitens war es sowohl auf der Fahrt als auch vor Ort regnerisch und meine Pläne einer Loserbesteigung fielen ins Wasser. Am nächsten verregneten Morgen ging es daher weiter nach Bad Ischl, denn das kleine Städtchen bietet auch bei schlechtem Wetter einige Annehmlichkeiten. Eine davon ist der berühmt berüchtigte Zaunerstollen (http://www.zauner.at/), der mit seinem köstlichen Geschmack in Windeseile unsere Gemüter, aber auch unsere Geldbörsen erleichterte.
Zurück in Altaussee klarte der Himmel ein wenig auf und zeigte uns, bevor wir den Heimweg antraten, was wir verpasst hatten. Den kastellartigen Gipfelaufbau, eines der Wahrzeichen des Ausseerlandes.

Foto: STADTBEKANNT Adamek

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Der Heimweg

Auf der Landstraße zeigte der Yeti sich von seiner genügsameren Seite und gab sich mit 7,2 Litern zufrieden, bevor der Verbrauch auf der Autobahn wieder deutlich anstieg. Unserer Meinung nach ist der 1,4-Liter-Benziner zwar grundsätzlich ein feiner Motor, im Skoda Yeti passt der 2-Liter-Diesel jedoch deutlich besser. Die Freisprechanlage und das Soundsystem funktionierten tadellos und ließen sich auch gut über das Lenkrad bedienen. Und wie die beiden Damen aus dem Waldviertel schon sagten, bietet der Innenraum des Yeti auch einige praktische Ablagemöglichkeiten.

Foto: STADTBEKANNT Adamek

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STADTBEKANNT meint

Pro: Das praktische Raumkonzept bietet viel Platz bei kompakter Länge. Viele Ablagen, gute Bedienbarkeit, vernünftiger Preis.
Contra: Vollbesetzt nur wenig Kofferraum. Der Motor wirkt etwas überfordert und verbraucht besonders auf der Autobahn zu viel Treibstoff.

 

Skoda Yeti Elegance TSI Green tec | ab € 24.780,-
Länge: 422 cm | Gewicht: 1.395 kg | Kofferraum: 405-1.760l | 1.390 ccm Vierzylinder-Turbobenziner | manuelles 6-Gang-Getriebe | Frontantrieb | 90 kW (122 PS) | 200 Nm | 0-100 in 10,6 s | Vmax 185 km/h | MVEG-Verbrauch: 7,9/5,5/6,4 l/100km | CO2 148 g/km | Verbrauch im Test: 7,9l

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