Wien – Leben

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Mit dem richtigen Zeitmanagement den Spagat zwischen Beruf und Familie meistern

30. Juni 2015 • Leben

Eltern zu sein, ist ein Fulltime-Job. Und eine logistische Höchstleistung. Denn der Spagat zwischen Familie und Job ist für viele Paare eine Herausforderung, besonders dann, wenn beide Elternteile berufstätig sind und der nächste Schritt auf der Karriereleiter nicht mehr lange aus sich warten lässt. Damit zwischen Meetings, Projektfristen und Kindergarten nicht nur das Familienleben, sondern auch die Beziehung zu dem Partner, nicht zu kurz kommt, bedarf es einer guten Planung.

 

Herausforderung Alltag und der tägliche Kampf gegen die Uhr

Für Eltern steht das Wohl ihrer Kinder im Mittelpunkt des Lebens und das Beste ist für das eigene Kind häufig gerade gut genug. Jedoch führt der selbst auferlegte Druck, alles möglichst perfekt machen zu wollen, und der Wunsch, den Erwartungen des Umfeldes gerecht zu werden, bei vielen berufstätigen Paaren häufig zu einer psychischen und physischen Belastung. Da diese außerdem noch mit der Karriere vereinbart werden muss, ist das Resultat ein enormes Arbeitspensum, das es tagtäglich zu bewältigen gilt. Zwischen Meetings und Geschäftsessen muss die Kleinste aus der Kita abgeholt werden, der Große fragt nach Hilfe bei den Hausaufgaben, der Hund braucht Auslauf und der Haushalt macht sich auch nicht von allein. Auch die Wochenenden sind schon lange im Voraus ausgebucht- der Geburtstag der Mutter, die Choraufführung der Tochter oder die Hochzeit des besten Freundes.
Und dann sind da noch die unerwarteten Vorkommnisse, die den mühevollen und bis ins kleinste Detail geplanten Tages- oder Wochenablauf durcheinander bringen. Ein kurzfristiges Terminprojekte oder eine kaputte Waschmaschine können den straffen Zeitplan im Nu auf den Kopf stellen. In diesen Situationen verlangt es von den Eltern viel Flexibilität, Besonnenheit und Improvisationstalent, um einen kühlen Kopf zu bewahren und dem Chaos Herr zu werden.

 

Effektiv Planen- Wie mit dem richtigen Zeitmanagement Freiräume zu schaffen sind
Job und Familie unter einen Hut zu bringen, ist für viele berufstätige Paare eine Gratwanderung. Ein gut strukturierter Tages- oder Wochenplan ist daher Gold wert und erweist sich für alle Beteiligten als äußerst hilfreich. Eine gute Möglichkeit bietet ein Familienplaner, in den jeder seine wöchentlichen Termine vermerken kann. So ist auf einen Blick zu erkennen, wer wann wo zu sein hat und um wie viel Uhr der Betreffende zurück ist. Termine können so bereits im Vorfeld exakt aufeinander abgestimmt werden und mögliche Freiräume als gemeinsame Familienzeit fest eingeplant werden. Auch wenn es auf den ersten Blick zunächst schwierig erscheint, gibt es doch viele Möglichkeiten Beruf und Kinder gleichzeitig zu managen. Weitere Anregungen, um Freiräume sinnvoll zu schaffen, sind beispielsweise:

– Teilzeitarbeit bzw. verkürzte Arbeitszeiten
– Das Erstellen von To-Do-Listen
– Verantwortung abgeben/ teilen z.B. durch Fahrgemeinschaften zur Schule
– Einrichtung eines Homeoffice
– sich bewusst PC- und Telefon freie Zeiten nehmen
– den Kindern altersgerechte Aufgaben überlassen z.B. Gassi gehen mit dem Hund
– einen Großeltern-Enkel-Tag einrichten
– eine 7-Minuten-Formel umsetzen(Aufgaben im Haushalt täglich für sieben Minuten nachkommen)

 

Listen, die das Zeitmanagement auch visuell festhalten, sind besonders hilfreich, um sich auf wichtige Aufgaben zu konzentrieren und Prioritäten zu setzen. Denn wie es Mark Twain schon sagte: „Wer sich viel vornimmt, dem kann auch viel misslingen“. Wer an einem Tag zu viel schaffen möchte, arbeitet unter ständigem Druck. Es ist daher ratsam, das tägliche Aufgabenpensum bewusst etwas geringer zu halten und sich über das Geschaffte und die gewonnenen Freiräume zu freuen. Das Abhaken der Liste kann hier sehr befreiend sein. Die so geschaffenen Freiräume bedeuten Quality time, also Zeit, die bewusst mit der Familie verbracht werden kann. Ob Lesen mit den Kindern, Kochen mit dem Partner oder Monopoly spielen mit der ganzen Familie, es sind solche Momente, die im stressigen Alltag eine willkommene Bereicherung sind.

 

Arbeit auch mal an Dritte abgeben

Niemand muss alles alleine bewältigen, denn einige Aufgaben können auch an Außenstehende abgegeben werden. Die Großeltern sind sicherlich bereit, an einem Abend im Monat auf die Kleinen aufzupassen und der Onkel freut sich bestimmt, wenn er seinen Neffen zum Basketballspiel seiner Lieblingsmannschaft mitnehmen kann. Aber auch familienexterne Angebote stellen eine attraktive Möglichkeit dar, sich im Alltag die eine oder andere Aufgabe abnehmen zu lassen. Es gibt inzwischen eine Reihe von Vermittlungsportalen im Internet, wo sich z.B. bei Betreut.at Haushaltshilfen in Wien finden lassen. Sie greifen berufstätigen Paaren im Haushalt effizient unter die Arme – statt Waschen, Bügeln oder Fenster putzen kann die gewonnene Zeit zum Inlineskaten mit den Kindern genutzt werden. Falls im tagtäglichen Stressmarathon die Beziehung zum Partner etwas zu kurz gekommen sein sollte, ist eine verlässliche Kinderbetreuung eine gute Option, um ein wenig Zeit für Zweisamkeiten zu finden. In entspannter Atmosphäre können Themen, bei einem leckeren Essen oder einem Gläschen Wein, über das Alltägliche hinaus besprochen werden. Aber auch persönliche Bedürfnisse sollten nicht in Vergessenheit geraten. Ein gutes Buch, eine neue Folge der Lieblingsserie oder ein leckerer Cappuccino beim Italiener nebenan, stellen kurze, aber effektive Ruhephasen dar, in denen neue Kraft für die Karriere und die Kinder getankt werden kann.

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