Wien – Leben

Foto: STADTBEKANNT Adamek
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Mit dem Lexus IS 300h von Wien nach Reichenau

20. Juli 2014 • Leben, Unterwegs

Mit dem neuen IS 300h hat Lexus in Sachen Hybrid wirklich gute Arbeit geleistet. Wir drücken den Startknopf, es piepst und die Lichter im Cockpit gehen an. Sonst nichts. Wir schalten auf Drive und der Lexus rollt leise surrend davon. Ja, Hybrid hat schon was, besonders wenn er nicht nur in der Karosserie eines Prius zu haben ist.

Foto: STADTBEKANNT Adamek

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Schaf im Wolfspelz?

Denn der IS sieht verdammt sportlich aus. Nicht allen gefällt das. Der Diabolo-Grill wird als zu aggressiv wahrgenommen und die Tagfahr-LEDs als zu scharf geschnitten. Dabei merkt man innen von all dem fast nichts. Der Lexus gibt sich ganz gediegen mit sportlichen aber sehr angenehmen Sitzen und der Motor ist eigentlich kaum zu hören. „Eigentlich“ deswegen, weil ein 8-Watt Soundgenerator verbaut ist, der auf Wunsch nach Sportwagen klingt. Auf höchster Stufe ist es jedoch ein bisschen zu viel des Guten und passt nicht mehr zu den Fahrleistungen. Trotz seiner beiden kräftigen Motoren braucht der IS 300h nämlich 8,2 Sekunden auf 100 km/h und riegelt bei Tempo 200 ab. Da hilft auch der Sportmodus mit künstlichem Zwischengas nichts. Nicht, dass man das in Österreich irgendwo legal ausfahren könnte, dennoch trübt es ein wenig den Glanz der Sportlichkeit. Aber man kann ja auch die Executive Ausstattung wählen…

Foto: STADTBEKANNT Adamek

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Ein schöner Ausflug

Im Alltag merkt man jedoch nichts davon. Wir fuhren äußerst komfortabel von Wien nach Reichenau um eine kleine Wanderung zu unternehmen, erfreuten uns an der ausgezeichneten Sound-Anlage und plagten uns ein wenig mit dem Remote-Touch-Bedienelement. Im Komfort-Modus mit deaktiviertem Soundgenerator ist der IS die ideale Reiselimousine. Die üppige Sonderausstattung (Beheiz- und belüftbare Sitze, Navigationssystem, Toter-Winkel-Warner, Abstandsradar, usw.) unterstreicht diesen Eindruck.
Beeindruckt war auch das ältere Paar, das wir am Berg kennen lernten und ein Stück mitnahmen, da sich der Mann am Fuß verletzt hatte. Sie lobten den IS 300h als sehr schönes Auto, während sie von ihren Plänen erzählten nach Bhutan zu reisen, um dort im Hochgebirge bergsteigen zu gehen.
Am Rückweg versuchten wir den Lexus besonders sparsam zu bewegen. Für die knapp 100 Kilometer von Reichenau bis nach Wien brauchten 5,9 Liter Benzin.

Foto: STADTBEKANNT Adamek

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STADTBEKANNT meint

pro: Der Lexus IS 300h ist ein äußerst komfortables Fahrzeug mit ausgezeichnet funktionierender Hybrid-Technologie. Ein Verbrauch von unter 6 Litern ist bei bewusster Fahrweise möglich. Einfach zu bedienende, umfangreiche Zusatzausstattung…

contra: …die mittlerweile auch bei Lexus extra bezahlt werden will (mehr als 13.000 Euro bei unserem Testwagen). Nicht so sportlich wie er aussieht. Befehle am Gaspedal werden deutlich verzögert umgesetzt.

 

Lexus IS 300h F Sport | ab € 45.448,54,-
Länge: 467 cm | Gewicht: 1.720 kg | Kofferraum: 480l | 133kW-4-Zylinder-Benziner + 105kW-Elektromotor| CVT-Getriebe | Heckantrieb | Systemleistung 164 kW (223 PS) | 221 Nm (Benziner) + 300 Nm (Elektro) | 0-100 in 8,3 s | Vmax 200 km/h (abgeriegelt) | MVEG-Verbrauch: 4,9/4,9/4,7 l/100km | CO2 109 g/km | Verbrauch im Test: 6,7l

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