Wien – Leben

Foto: STADTBEKANNT Adamek
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Mit dem Kia Soul nach Laxenburg

2. November 2014 • Leben, Unterwegs

Schmeißfliegengrün. In dieser extravaganten Lackierung fuhren wir mit unserem neuesten Testwagen in Laxenburg vor und die Blicke der Passanten folgten uns. Kein Wunder, ist der Kia Soul doch eine Rarität auf Österreichs Straßen. Dabei passt der Koreaner mit seinem Crossover-Konzept doch so gut zum Zeitgeist. Ein bisschen Minivan, ein bisschen SUV und dazu noch eine schrille Farbe.

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Ein kaiserlicher Spaziergang

Sehr kaiserlich ist der Soul zwar nicht, dennoch beschlossen wir mit ihm einen Ausflug nach Laxenburg zu machen. Für eine Bootsfahrt am Schlossteich war das Wetter schon etwas zu kühl, aber für einen Spaziergang stand die Herbstsonne ideal. Auf unserem Weg kamen wir an einem schönen Rokoko-Pavillion vorbei unter dem dereinst Kaiserin Maria Theresia des öfteren Karten spielte. Die Deckenmalerei erinnert noch daran, dass das heutige „Grüne Lusthaus“ früher ein Tempel der Jagdgöttin Diana war und Laxenburg das kaiserliche Jagdgebiet. Von den Fasanen und Rehen, die einst dort beheimatet waren, sahen wir allerdings nichts mehr.

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Weiter ging es zu Sisis Laufroute, auf der wir unseren Schritt kurzzeitig beschleunigten bis wir erst zur Gotischen Brücke gelangten, die mit ihrem Spitzbogen eine Hommage an die nahe gelegene Grotte darstellt und schließlich wieder zum Ausgang.

 

Wenig Feedback aber bequem

Für einen Besuch beim Wirten reichte unsere Zeit leider nicht mehr, wohl aber noch für eine Heimfahrt abseits der Autobahn. Denn trotz des schon bekannten 128 PS starken Dieselmotors, regt der Soul nicht zum Schnellfahren an. Zu lang sind die Gänge übersetzt, zu wenig Rückmeldung bietet die Lenkung. Tatsache ist, der Soul fühlt sich eher nach 100 PS an. Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt er dennoch in akzeptablen 11,2 Sekunden, um die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h zu erreichen, sollte man sich aber Zeit nehmen.
Dafür haben die Ingenieure es geschafft den Verbrauch des Motors zu senken. 6,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer sind zwar keine Glanzleistung, aber durchaus in Ordnung.

 

Innere Werte

Seine Stärke spielt der Soul aber im Innenraum aus. Die Instrumente sind intuitiv bedienbar und gut platziert. Hinten wie vorne sitzt man bequem und hat ausreichend Platz. Die Passagiere im Fond können ihre Füße beinahe ganz unter die Vordersitze stellen, was den Fußraum größer macht als er aussieht. Eine Besonderheit im Kia ist das Soundsystem. Abgesehen vom guten Klang, dienen die Lautsprecher obendrein als Designmerkmal und können in der höchsten Ausstattungslinie auch leuchten. Wer es lieber dezenter mag, kann darauf aber verzichten.

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Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennt

Der Kia Soul wird in Österreich wohl weiterhin ein Fremder bleiben. Er ist nicht so variabel wie ein Opel Meriva, nicht so geländetauglich wie ein Skoda Yeti und nicht so günstig wie ein Citroen Cactus. Aber er hat den Charme eines Exoten und wird mit seiner Mischung aus Verspieltheit und Komfort sicher seine Liebhaber finden.

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STADTBEKANNT meint

Pro: Bequeme Sitze, komfortables Fahrwerk, tolle Soundanlage, einfache Bedienbarkeit, gute Übersichtlichkeit, auffälliges Design, 7 Jahre gratis Navi-Update und Garantie.

Contra: Angesichts der Daten eher müder Motor, eher hohes Gewicht, kleiner Kofferraum.

 

Kia Soul Gold 1.6 CRDi MT | ab € 24.440,-
Länge: 414 cm | Gewicht: 1.308 kg | Kofferraum: 354 – 994l | 1.582 ccm, 4-Zylinder-Turbodiesel | 6-Gang-Schaltgetriebe | Frontantrieb | 94 kW (128 PS) | 260 Nm | 0-100 in 11,2 s | Vmax 180 km/h | MVEG-Verbrauch: 6,1/4,4/5,0 | CO2 132 g/km | Verbrauch im Test: 6,4l

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