Kultur

MAK Halle (c) STADTBEKANNT Mautner

MAK – 150 Jahre Gegenwart

4. Juni 2014 • Kultur

Das Museum für Angewandte Kunst/ Gegenwartskunst ist eines der ältesten Gebäude an der Ringstraße und hat Geschichten zu erzählen, die man eigentlich viel öfter hören soll.

 

Die Geschichte der Gegenwart. 

Schon 1871 und nach 3 Jahren Bauzeit wurde das Gebäude eröffnet und bald darauf, im Jahr 1873 fand die Weltausstellung in Wien statt. Damals sprach man aber nicht vom Museum für Angewandte Kunst, sondern vom Museum für Kunst und Industrie. Und obwohl seither viel Zeit vergangen ist – 150 Jahre um genau zu sein – ist die Idee noch immer eine sehr ähnliche. Vorzeigeobjekte der Kunst, besonders interessante Verarbeitungen und für die Zeit bezeichnende Gebrauchsgegenstände werden gezeigt und  gesammelt. Design und Kunst des alltäglichen Lebens also. Eingeteilt wird das Ganze in verschiedene „Abteilungen“, je nach Material des Objekts. So gibt es neben Glas, Textil und Keramik auch Holz bzw. Möbel und so weiter.

Schon damals versuchte das MAK aktuelle KünstlerInnen und Trends aufzugreifen und auch heute wird durch die (sogar physische) Verbindung zur Universität für Angewandte Kunst eine Bezug zur Gegenwart hergestellt. So wird eine gewisse Dynamik, Aktualität und Förderung der Jungen Kunst geschaffen und gleichzeitig die Würdigung der künstlerischen Errungenschaften aus der Vergangenheit beibehalten. Die StudentInnen der Angewandten haben die Möglichkeit direkten Einfluss in die Gestaltung des Museums zu nehmen und so wird eine Zusammenarbeit zusätzlich gestärkt.

(c) STADTBEKANNT Mautner

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Asia Sammlung

Im Moment findet man im MAK verschiedenste Ausstellungen, von Porzellan über Teppiche bis hin zur Ausstellung Wien 1900, wo man Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände des Wiens rund um 1900 bewundern kann. Besonders interessant ist die Neuaufstellung der MAK Schausammlung Asien, die chinesische, japanische und koreanische Kunst zeigt. Tadashi Kawamata war der Künstler hinter dieser Neudefinition der Sammlung und hat es geschafft durch die Einflüsse von Licht und Schatten die Objekte optimal zu positionieren. Tadaschi Kawamata ist einer der führenden Künstler im asiatischen Raum und auch in Europa. Der Fotograf lebt zwischen Tokio und Paris und Johannes Wieninger, der Kustode der Sammlung Asien wurde nach seiner Installation  Yusuke Nakahara’s Cosmology anlässlich des Echigo Tsumari Art Triennale 2012 in Japan auf Kawamata aufmerksam. Hier in Wien hat der Künstler die filigranen und teilweise hunderte Jahre alten Kunstobjekte in fast provisorisch aussehenden Holzregalen positioniert, die jedoch durch eine Glaswand geschützt sind. Die Mischung zwischen rauhem Holz und detailreichen Skulpturen und Porzellanobjekten vermittelt eine ganz eigene Stimmung und weckt die Lust die asiatische Kultur näher kennen zu lernen. Die Beschreibungen zu den einzelnen Elementen wurde handschriftlich auf dem Glas angebracht, was der Installation eine sehr persönlich Note verleiht. 

(c) STADTBEKANNT Mautner

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MAK Design Labor

Anlässlich des 150 Jahr Jubiläum finden immer wieder Veranstaltungen und Neuerungen im MAK Programm statt und so wurde erst kürzlich das MAK Design Labor eröffnet. Hier werden Gegenstände aus dem Alltagsgebrauch gezeigt und besonders innovative Design Ideen dargestellt. Die Verbindung des täglichen Alltags mit Design wird genauer durchleuchtet und es wird versucht der Frage nachzugehen, was denn Design eigentlich ist. Die  Antwort zu dieser Frage hat sich über die Jahre immer weiterentwickelt und dem Zeitgeist angepasst. Eine interessante Möglichkeit die Kunst der Gegenwart zu analysieren und wertzuschätzen.

 

 

MAK Museum für angewandte Kunst

Stubenring 5
1010 Wien

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