Lifestyle

Foto: STADTBEKANNT
Foto: STADTBEKANNT

Live Ball

1. Juni 2014 • Lifestyle

Nach Songcontest- und Grünen Erfolgen bei der Europawahl hat die links-linke Jagdgesellschaft einen weiteren Angriff gestartet, alles Reaktionäre, Grantige und schiache Gschau mit Glanz, Glitter und Gloria in Weltoffenheit und jede Menge Spaß zu verwandeln.

Nach der EU-Wahl haben rechtspopulistische Kommentatoren – unter uns Lyrikern als Silver Tounged Devils bekannt – scharfsinnig analysiert, warum der SPÖ ihre gestandenen Arbeiter angeblich davonlaufen. Demnach sind die Roten nur mehr ein schwuler, auf feministisch und auf Immigranten machender Apparat. Quasi das Beste mit dem Zweitbesten gefüllt also und somit nichts für Bodenständige.
Besagter Apparat hat nun wieder sein Rathaus geöffnet bzw. seine Hand zum Tanze ausgestreckt und viele schmackhafte Vorderhaxen haben angenommen.

 

Das ist doch Gift für die Haare

„Ich hab sie doch gesehen!“ würde Otto in seinem Film jetzt sagen. Ja, ich hab sie gesehen. Die Identitären wollten auch dabei sein. Falls ich jetzt unabsichtlich ein Mitglied unsere rechten Freunde, äh, Feinde, äh F…. oute, mache ich das gern.
Da ich als Techniker Tage vor dem eigentlich Ballroom Blitz, Bühne und Dekoration mit Holz, Leinwand und Tacker aus dem Boden stampfte, hab ich einige der Buben mit den neckischen Seitenscheiteln tatsächlich als Life Ball – Helfer gesehen. Zwar wagten sie sich auch da (noch) nicht zur Gänze out of the closet und betätigten sich als Security, doch konnten sie dadurch mit Sicherheit die warme Brise im Vorfeld des Balls genießen. Ich meine, ich habe am Abend einen von ihnen unterm schillernden Pfauenkopf erkannt. Diejenigen, die durch die schwule Propaganda der Life Ball Plakate im Vorfeld leider noch nicht schwul geworden sind, hatten zumindest diesen einen Abend die Möglichkeit ihren Selbsthass zuhause zu lassen.

 

Gimme danger little stranger

Einen meiner persönlichen Helden durfte ich aus nächster Nähe bestaunen – Herrn Brodmann. Nicht nur, dass eine meiner Rufnamenvariation seinem Namen ident ist, ich habe auch jeden Zeitungsausschnitt seiner Promibissattacken gerahmt aufgehoben. Neben einem bissigen Tierlein wirkte Ben Becker dann nicht mehr so interessant.
Leider ging mein schmutziges Bauarbeiteroutfit für die eigentliche Party nicht einmal als Kostüm durch. Ich trage zwar lange wie elegante Beine, aber um diese mit meinen Spitzenstrümpfen wirkungsvoll zu beziehen, hätte ich mich erst frisch machen müssen.
Dafür bin ich zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels bereits wieder im Rathaus und darf die, im MDMA-Rausch von den wollüstigen Leibern und Weibern gerissenen, Netzbodies (samt einstigem Inhalt) wieder aus dem Rathaus hinaus fegen.
Forward the Revolution!

 

PS: Wem sich die eine oder andere Anmerkung nicht sogleich erschließt: „Diedrich Diederichsen, wir lieben dich, aber deine Bücher, die verstehen wir nicht.“

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