Wien – Grätzltipps – 19. Döbling

Krapfenwaldlbad (c) MA44
Krapfenwaldlbad (c) MA44 PID

Krapfenwaldlbad

6. Juni 2015 • 19. Döbling

Das Schwimmbad mit der besten Aussicht Wiens

Das Krapfenwaldlbad in Bling Bling Döbling ist spätestens seit Georg aus Wien eine Wiener Sommer-Institution.

Ein Besuch im „Krawa“ ist immer auch so etwas wie ein Kurzurlaub, und das hat nicht nur etwas mit der langen Anreise zu tun. Ist man mal angekommen, stellt sich sofort Urlaubs-Feeling ein, ein Kurztrip irgendwo zwischen Lignano und der Côte D’Azur, weit oben über den Dächern Wiens.

 

Plantschen mit Georg aus Wien

Kaum jemand hat so viel zum Krapfenwaldlbad-Image beigetragen wie Georg aus Wien, der bei Herzblatt seine Liebe für das schöne Döblinger Bad bekundete. Herzblatt-Moderator Fendrich übte sich in Menschenkenntnis und erkannte richtig, dass der BWL studierende und vom Bankomaten lebende seinen Sommer zum Großteil im Krapfenwaldlbad verbrachte – immer! Wer jetzt denkt, im „Krawa“ trifft man auf viele Georgs aus Wien, der hat eigentlich recht. Irgendwo zwischen Schickeria und Proletentum liegt das Publikum des Freibades, immer unterhaltsam, manchmal etwas anstrengend. Das Sportbecken des Krawas ist an schönen Tagen zum Bersten gefüllt mit adretten jungen Männern und Damen, die vor lauter Schauen gar nicht mehr zum Schwimmen kommen. Ansonsten jedoch ist das Krapfenwaldlbad ein Bad wie jedes andere, mit schönen Liegewiesen, vielen schattigen Plätzen und einem Ausblick, für den allein es sich lohnt, den Eintritt zu zahlen.

 

Wien-Blick inklusive

Um es zu wiederholen: Der Ausblick, der sich einem im Krapfenwaldlbad über ganz Wien bietet, ist atemberaubend. An schönen Tagen (da man ja bei regnerischem Wetter zuhause bleibt, eigentlich immer) sieht man über die ganze Stadt. Das Krapfenwaldlbad ist hoch gelegen, für den Ausblick lässt es sich auch problemlos den Aufstieg von Busstation zum Bad bewältigen. Parkplätze sind meist schwer zu finden, deswegen empfiehlt es sich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Im Krapfenwaldlbad gibt es insgesamt drei Becken, einen Kinderspielplatz und einen Beachvolleyballplatz sowie aufgrund der großzügigen Liegewiesen genug Platz für alle. Wer Längen schwimmen will, der sollte das Krapfenwaldlbad meiden – die Becken sind nicht sonderlich groß und werden entweder von spielenden Kindern oder wie schon oben erwähnt für Flirtzwecke besetzt. Erfrischend ist das Wasser trotzdem, plantschen ist also jedenfalls möglich.

 

Schnitzelsemmel, Pommes & Co

Das kulinarische Angebot enspricht so ca. dem, was man sich von einem Wiener Freibad erwartet. Ordentlich deftige Hausmannskost wird serviert, Schnitzelsemmel und Pommes sind hier die absoluten Renner. Der Kaffee ist gut, das Servicepersonal ziemlich launisch und die Menschenschlange vor dem kleinen Kiosk immer lang. Aber beschweren kann man sich eigentlich nicht – man kriegt eben das, was man erwartet: leckere, fettige und wunderbar kalorienreiche Kost – für Zwischendurch oder als vollwertige Mahlzeit.

 

Stadtbekannt meint

Wir lieben das Krawa. Es ist hier zwar immer viel los, das Publikum teilweise eine optische Belästigung und schwimmen beinahe unmöglich, aber der Ausblick, die gut gepflegten Wiesen, der grantige Charme des Gastro-Betriebes und dieses ganz spezielle Krawa-Feeling werden uns wahrscheinlich immer wieder ans Ende der Welt, weit oben nach Bling Bling Döbling locken.

Krapfenwaldbad

Krapfenwaldgasse 65-73
1190 Wien
01-320 15 01

 

 

 

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