Essen & Trinken

Kaffee Foto: STADTBEKANNT
Kaffee Foto: STADTBEKANNT

Kleine Kaffeekunde Teil 5 – Die Röstung macht’s

16. August 2016 • Essen & Trinken

Kunst und Wissenschaft

Der letzte Teil der kleinen Kaffeekunde beschäftigt sich mit der Kunst und zugleich Wissenschaft des Kaffeeröstens. Sie ist nötig, um die Bohnen überhaupt erst genießbar zu machen – doch mit welchem Gerät, wie heiß und wie lange geröstet wird, liegt im Ermessen der ProduzentenInnen.

Die qualitativ hochwertigsten Röstergebnisse erzielt man im traditionellen Verfahren durch langsame Röstung bei niedriger Temperatur, weil sich die Aromen so am besten entfalten. “Supermarktkaffee” wird jedoch meist industriell kurz und extrem heiß geröstet. Die Folge: Bitterer und weniger bekömmlicher, aber billiger Kaffee.

Wie dunkel die Bohnen geröstet werden, ist Geschmackssache, doch es gilt die Faustregel: Hell gerösteter Kaffee ist eher säuerlich, doch wenig bitter. Schwarz gerösteter Kaffee ist bitter, aber dafür süßlicher. Man unterscheidet viele verschiedene Röstgrade und auch die Benennung der jeweiligen Röstungen sind von AnbieterIn zu AnbieterIn verschieden – dennoch kann man folgende häufig anzutreffende Röstgrade unterscheiden:

 

Helle Röstung

Von der sehr blassen “Cinnamon” bzw. “Zimt-Röstung”, die einen leichten Geschmack und kräftige Säure hat, über die mittelbraune, leichte “American light” bis hin zur sogenannten “Frühstücksröstung”, welche ihren Namen ihrem Säuregehalt verdankt; abends kann der Körper den hohen Säuregehalt nämlich nicht so gut verarbeiten wie morgens.

 

Mittlere Röstung

Ob die kräftig braune “City Medium” (kräftigeres Braun), die dunkelbraune “Full City” oder die komplett dunkelbraune, glänzende „French”, die mittlerweile Röstung wird sehr häufig gewählt. Die mittelbraune “Light French” wird auch “Wiener Röstung” genannt und ist typisch für Wiener Kaffeeröstereien.

 

Starke Röstung

Zumindest der Name “sehr stark glänzenden, sehr dunkelbraunen Dark French” verrät schon, dass es sich um eine starke Röstung handelt. Die “Spanish” lässt das vom Namen her nicht direkt erahnen.  Da sie allerdings nahezu verbrannt wirkt und eher matt als ölig ist, kann man sich schon denken, dass es sie eine starke Röstung ist.

 

torrefacto

Ist eine spezielle Röstung unter Zuckerbeigabe, um somit die Säure und Bitterkeit zu reduzieren. Eigentlich ist „torrefacto“ aber bloß das spanische Wort für „geröstet“

 

Falls ihr die ersten Teile unserer kleinen Kaffeekunde verpasst habt, könnt ihr einfach bei Teil 1 beginnen!

 

 

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