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Kanzler 2.0

26. Oktober 2011 • Skurriles2 Kommentare zu Kanzler 2.0

Es ist ein schwieriger Klick gewesen heute Früh, aber es ist ja nur für Recherche-Zwecke: Mir „gefällt“ nun Bundeskanzler Werner Faymann. Seit heute, dem geschichtsträchtigen 26. Oktober 2011, ist der Kanzler also endlich im Web 7.0 angekommen – so genannt, weil er bekanntlich sieben Mitarbeiter braucht, um es zu bedienen. Wir haben uns seinen Auftritt einmal genauer angesehen…

Gut angelegte 200.000 Euro

Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte, und solche Fotos hätten wir wohl alle gern auf Facebook: beim Bergsteigen, beim Fahrradfahren, umringt von Journalisten, im Nationalrat, mit Arnold Schwarzenegger, Angela Merkel, Heinz Fischer und ähnlichen Kapazundern – und nichts sagt „Schaut her, ich bin wichtig!“ so deutlich wie ein Foto mit Lukas Plöchl in China.

Dialog im Dunkeln

„In den Dialog treten“ möchte Faymann laut seiner ersten Statusmeldung nun also mit den Bürgern – interessantes Detail ist dabei aber, dass man auf die Pinnwand des Kanzlers gar nicht posten kann. Ebenfalls eine Leistung: In seiner Rede zum „Kanzler 2.0“-Antritt (in seinem eigenen YouTube-Channel) erwähnt er mit keinem Wort das Internet, neue Medien oder gar Facebook – es lässt vermuten, dass ihm auch sieben Leute nicht erklären konnten, was er da jetzt eigentlich genau tut. Realsatire vom Feinsten eben, dafür braucht man in Wirklichkeit keinen @WernerFailmann mehr, der ihn auf Twitter erfolgreich parodiert.

Team BKA

Abgerundet wird die Seite mit einem Rundgang im Kanzleramt (ganz wichtig: sogar in 3D!), klickt man auf die Rubrik „Team Bundeskanzler“, dann erfährt man, dass die Betreiber-Riege der Seite nicht nur aus sieben, sondern sogar aus neun Leuten besteht. Was die allerdings den ganzen Tag tun (außer noch unter @teamkanzler zu twittern), steht nirgends. Die Rubrik „Aktivitäten von Freunden“ ist noch leer, sei es, weil er keine Freunde hat, sei es, weil diese einfach nichts tun.

Ein paar Stunden nach der Erstellung des Profils hat Kanzler Faymann immerhin bereits 350 Fans, und auch einige Antworten auf seinen ersten Status hat er bekommen – in einen Dialog getreten ist er allerdings bis Redaktionsschluss noch nicht. Und übrigens: „Die offizielle iPhone-App der Republik Österreich“ auf dem Handy zu haben, macht schon etwas her – geladen ist sie bei mir allerdings noch immer nicht. (rmd)

Erste Reaktionen hat der Auftritt jedenfalls schon hervorgerufen – maschek reden drüber:

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2 Antworten auf Kanzler 2.0 – Verstecken

  1. Charles sagt:

    Ziemlich schwach
    eigentlich. Wenn man die Vorbereitungszeit bedenkt und den finanziellen Einsatz. Auch dass der Kanzler am alten Medienbegriff festhält und beispielsweise Postings/Kommentare von außen nicht zulässt, sondern ausschließlich das kommentieren seienr Beiträge, ist eigentlich ein Fail und wird auch kaum funktionieren. Meine Einschätzung: Todgeburt.

  2. ps: sagt:

    nona
    totgeburt, war jedem klar – zwei jahre danach eine stinknormale facebookseite SO aufzubauschen kann nur schiefgehen. es kreißte der berg und gebar ein mäuschen.

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