Essen & Trinken

Kaffeeroesterei Brasil Maschine (c) STADTBEKANNT
Kaffeeroesterei Brasil Maschine (c) STADTBEKANNT

Kaffeemaschinen-Dschungel

7. August 2014 • Essen & Trinken

Neben dem Kaffeefilter und der Espressomaschine existieren noch zig andere Varianten der Kaffeezubereitung. Ein wahrer Barista muss eben auch was lernen, hat man sich gedacht und FrenchPress, AeroPress und Cold Water Dripper erfunden.

 

French Press / Cafetière

Die French Press, oder auch Cafetière genannt, wurde tatsächlich auch schon für andere Heißgetränke missbraucht. Zum Beispiel für ganz und gar koffeinfreien Tee. Dabei kann man gerade bei dieser Kaffee-Brühmethode besonders viel Koffein aus dem gemahlenen Kaffee herauslösen, weil das gesamte Wasser viel länger mit dem Kaffee in Berührung ist. Der Mahlgrad sollte bei dieser Variante eher grob gehalten werden, weil so das Kaffeepulver gleichmäßiger die Aromen an das Wasser abgibt. Also: Kanne kurz mit heißem Wasser ausspülen, Kaffee rein, nicht mehr ganz kochendes Wasser drauf, durchrühren, vier Minuten warten und dann das (am besten Edelstahl-)Sieb gleichmäßig runterdrücken. Der kräftige Kaffeegenuss ist garantiert!

 

Aero Press

Diese Besonderheit wurde 2005 von einem Amerikaner erfunden und schafft es, nochmal ganz neue Seiten des Kaffees hervorzulocken. Im Prinzip wird hier der Kaffee (genauso wie bei der FrenchPress) aufgegossen und durchgemischt, jedoch dann durch einen Filter gepresst. Auf diese Weise bleiben gewisse Stoffe im Behälter zurück, andere werden durch den Druck noch einmal herausgelöst. Genial, oder? Für fruchtige Sorten und starke Kaffees ist diese Variante besonders empfehlenswert.

 

Kaffeefilter

Man könnte ja sagen Filterkaffee ist Filterkaffee, aber beim Kaffeebrühen geht es grundsätzlich um Nuancen, die einen riesigen Unterschied machen. Sowohl bei der Wassertemperatur als auch beim Mahlgrad kann sich eine kleine Änderung enorm auf den Geschmack des Endproduktes auswirken. Und auch das Kaffeeaufgießen möge geübt sein, denn das Kaffeemehl sollte nie am Rand des Filters kleben bleiben, sondern immer gleichmäßig vom Wasser umgeben sein. Deswegen am besten mit dem Wasserstrahl gleichmäßig in die Mitte zielen, damit das Kaffeepulver sich nicht vorne beim Filter sammelt, sondern durchwühlt wird. Eine Sonderform des Filterkaffees ist die Chemex Karaffe. Hier werden Filter benutzt, die noch feiner sind als herkömmliche Kaffeefilter und somit Öle und Sedimente noch besser herausgefiltert.

 

Siebträger

Nur mit dieser Maschine wird ein Espresso seiner wahren Bedeutung eigentlich wirklich gerecht. Schnell muss es gehen. Und zwar nicht beim Trinken, sondern bei der Zubereitung. Aufgrund der extra kurzen Kontaktzeit mit dem Wasser empfiehlt es sich einen möglichst feinen Mahlgrad zu wählen. Das Kaffeepulver wird dabei in den Siebträger gefüllt, danach beim “tampen” kurz zusammengedrückt und den Rest erledigt eigentlich eh die Maschine. Espresso fertig!

 

Espressokocher

Die italienische Do It Yourself Espressovariante. Hier wird Wasser in die Kanne gefüllt und danach ein mit Kaffee gefülltes Sieb darauf gesetzt. Kanne schließen, auf den Herd stellen und abwarten. Das Wasser wird durch das Sieb nach oben kommen und somit hat man seinen kleinen starken Kaffee auch schon fertig.

 

Cold Water Dripper

So, das ist mal ganz was anderes! Bei dem Cold Water Dripper werden die vorhin genannten Prinzipien auf den Kopf gestellt. Kaffee ist nicht heiß und die Zubereitung geht nicht schnell, sondern in diesem Falle ist er kalt und es dauert bis zu 8 Stunden bis er fertig ist! Beim Cold Water Dripper tröpfelt kaltes Wasser über Stunden auf den gemahlenen Kaffee und von dort weiter in den Kaffeebehälter. Durch die stundenlange Kontaktzeit ist das Endprodukt fast wie ein Kaffeekonzentrat, das beliebig zu verschiedensten Kaffeekreationen weiterverarbeitet werden kann.

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