Curry Insel Restaurant Wandbild (c) stadtbekannt.at
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Indisch für Fortgeschrittene

27. Mai 2010 • Allgemein

Mit Indian Basics haben wir euch ja bereits ein Kochbuch vorgestellt, das euch einen ersten Crashkurs zum Küchenguru ermöglichte. Nun wollen wir etwas tiefer in die Materie einsteigen und euch in die atemberaubende Vielfalt des Indischen Currys einführen.

Die aus Bombay stammende Camellia Panjabi hat sich vorgenommen in ihrem Buch „Indische Currys“, die 50 besten Curry Rezepte aus allen Teilen des Landes zu sammeln. Currys sind die wohl bekannteste indische Speise und zugleich ein großes Mysterium. Ja es ist nicht einmal sicher, woher das Wort Curry überhaupt kommt. Ist es überhaupt indischen Ursprungs, oder haben es sich doch die englischen Kolonialherren ausgedacht? Eine Speise bei der selbst der Ursprung des Wortes nicht restlos geklärt werden kann, ist offenbar doch weit komplexer, als es sich geneigte MitteleuropäerInnen nach dem Besuch des Inders ihres Vertrauens vorstellen.

Was ist überhaupt ein Curry?
Curry ist ein Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegericht mit Sauce, das mit Reis oder Brot gegessen wird. So simpel und doch so kompliziert. Denn Camellia Panjabi, die ihr Handwerk in Indiens nobelstem Hotel dem Taj Mahal in Bombay erlernte, musste bei zahlreichen Restauranteröffnungen an denen sie beteiligt war feststellen, dass nicht einmal in Indien selbst die Vielfalt der Indischen Currys wirklich bekannt ist.

Denn unter Curry versteht man in Indien zumeist das Curry aus dem Nordindischen Punjab. Das hängt damit zusammen, dass die BewohnerInnen des Punjabs Indiens mobilste EinwohnerInnen sind und als Angestellte und Beamte in allen Teilen des Subkontinents zu finden sind. Dementsprechend haben sich auch die meisten Restaurants auf die Bedürfnisse der Punjabis eingestellt.

Camellia Panjabi hat es sich zur Aufgabe gemacht, den verborgenen Schatz der Indischen Currys zu heben. Fündig wurde sie in einem schäbigen Imbiss ebenso, wie im Haus eines Aristokraten, bei Köchen, oder besonders versierten Hausfrauen.

Für ein gut gemachtes Curry spricht unglaublich viel. Mit Ayurveda, das einen großen Einfluss auf die indische Küche ausgeübt hat, verbirgt sich im Curry das Wissen eines jahrhunderte lang verfeinerten Medizinsystems. Sie können also mit Fug und Recht als gesundes Essen gelten. Es dominieren die Kohlenhydrate, dazu kommen mindestens zwei Sorten Gemüse, wovon eines typischerweise grünes Gemüse ist. Fleisch und Fisch spielen eine untergeordnete Rolle, da selbst wohlhabende InderInnen deutlich weniger Fleisch als durchschnittliche EuropäerInnen konsumieren. Rohes Gemüse, Joghurt und frisches Obst sind hingegen von entscheidender Bedeutung für ein gelungenes Curry.

Elemente des Currys
Currys haben immer eine Hauptzutat. Diese kann Fleisch oder Fisch sein, aber auch Eier, eine Mischung aus verschiedenen Gemüsesorte, Auberginen und Pilze können als Hauptzutat dienen. Dazu kommt die Currysauce, die sich jedoch von der in Europa gebräuchlichen deutlich unterscheidet. Bei nicht-vegetarischen Speisen ist die Sauce immer Brühe und auch bei vegetarischen Speisen fehlt mit Mehl, der wichtige Bestandteil Europäischer Saucen. Unverzichtbar für jedes Curry ist das Bindemittel, das dem Gericht die gewünschte Konsistenz verleiht. Bindemittel können Kokosmilch, gemahlener Samen und Nüsse, oder Zwiebel sein. Säuernde Zutaten wie Joghurt, Tomaten, Essig oder Limone und die unglaubliche Vielfalt der indischen Gewürze runden das perfekte Curry ab.

Wer mehr über die Vielfalt indischer Currys vom Hühnereintopf bis zum Wassermelonencurry erfahren will, dem können wir Camellia Panjabis Indische Currys wärmstens empfehlen.

Damit euer Geldbeutel geschont wird, verlosen wir das Buch hier.

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