Lifestyle – Skurriles

Sebastian Kurz Foto: stadtbekannt.at
Sebastian Kurz Foto: stadtbekannt.at

How to Vienna

12. Oktober 2015 • Skurriles

Flüchtlinge willkommen!

Nach der großen Flüchtlingswelle darf die Politik jetzt auch endlich etwas tun.

Die Asylsuchenden, die in Wien bleiben werden, müssen natürlich auch in die Gesellschaft integriert werden. Wir konnten Außenminister Sebastian Kurz, dem auch der Bereich Integration untersteht, auf dem Weg von seiner Turnstunde im BRG Erlgasse zum EU-Ministertreffen zu einem Interview überreden, in welchem er uns seine Pläne verriet.

„Es wird einen 7 Punkte Plan geben“, so das jüngste Regierungsmitglied, „natürlich versuchen wir, alle die neu ankommen, so gut als möglich in die Österreichische, und da vor allem die Wiener Gesellschaft zu integrieren.“.
Natürlich steht es auch jedem Österreicher frei, die Angebote in Anspruch zu nehmen und sich im Wienerischen Umgang zu üben, falls Auffrischungsbedarf bestehen sollte.

 

Der Plan

1. Ein Hauptmerkmal des Wieners ist der genervte bis grimmige Blick in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Um diese generelle Attitüde den Immigranten näherzubringen, haben die Wiener Linien eine U-Bahn Garnitur zur Verfügung gestellt, in der geübt werden kann.

2. Nicht nur der Blick ist entscheidend, sondern auch eine negative Grundeinstellung. Anstatt den beliebten Positiv-Workshops werden nun Negativ-Seminare am WiFi bereitgestellt, um Flüchtlingen einen Einblick in die Seelenwelt des Österreichers zu bieten.

3. Fußball als beliebteste Sportart in Österreich darf natürlich auch nicht fehlen. Die 2 großen Wiener Clubs, Rapid Wien und Austria Wien, haben bereits Maßnahmen getroffen (Ausbildung zum Amateur-Hooligan), um Neuankömmlinge in die Fanstruktur einzubinden.

4. Zur Identitätsbildung werden in verschiedenen Vorführungen in Kinos auch alle Teile der Sissi-Reihe zu sehen sein. Natürlich gelten die Filme als historische Tatsachen, nicht als nostalgische Verklärung einer absoluten Herrschaftsform. Für Fortgeschrittene gibt es dann alle Folgen von Kaisermühlen Blues zu sehen, inklusive Regie-Kommentar zum besseren Verständnis der Szenen.

5. Vom Innenministerium werden Deutschkurse angeboten, was generell nichts Neues ist. Neu dabei ist aber, dass der Fokus auf die Erlernung der Österreichischen Gegenwartsform, dem Konjunktiv, liegt. In der vagen Ausdrucksform des Konjunktivs liegt ja auch die Mentalität des Österreichers, die den Flüchtlingen näher gebracht werden soll.

6. Natürlich darf auch der große kulinarische Klassiker Wiens nicht fehlen. Andi und Alex, bekannt durch ihre Fernseh-Kochshow und Helden der weiblichen Generation Stützstrumpf, werden Wiener Schnitzel mit Preiselbeer-Marmelade für alle zubereiten. Ketchup ist da natürlich verboten, denn das wäre ein Sakrileg.

7. Kulturell geht es weiter, der Wiener Walzer darf einfach nicht fehlen. Die Tanzschule Elmayer bietet vergünstigt Kurse im Walzer-tanzen, angeführt von Thomas Schäfer-Elmayer selbst. Die besten Teilnehmer werden im Jahr 2016 noch die Chance haben, bei der Fernsehshow Dancing Stars mitzumachen.

 

Kurz angebunden

So sieht der Kurz’sche Plan aus, die Flüchtlingskrise zu bewältigen und beendet damit offiziell die komplette Ahnungslosigkeit der Volkspartei sinnvoll mit diesem Thema umzugehen. „Wenn ich zwischen meinen Hausübungen Zeit habe, “ so Kurz, „werde ich natürlich weitere Vorschläge bringen. Aber bald ist wieder Schularbeiten-Saison, da könnte es eng werden. Dieser 7 Punkte Plan ist mir ja nur unter der Dusche gekommen, aber ich glaube, dass man so etwas bewirken kann.“ Man kann nur hoffen, dass der junge Minister genug Energydrinks zur Verfügung hat, damit er weiterhin seinen Workload bewältigen kann und auch zukünftig für Österreich dementsprechend gute Arbeit leistet.

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

« »