Wien – Gut zu wissen

Hot Yoga Figur (c) Marlene Mautner stadtbekannt.at
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Hormone machen uns das Leben schwer

6. Dezember 2013 • Gut zu wissen

In der Regel haben es Frauen schwerer als Männer. Und das ist in diesem Fall wortwörtlich gemeint. Männer sind verschont vom typischen „Frauenleiden“, welche das „schwache Geschlecht“ jeden Monat befällt. Ab und an freut frau sich dann sogar auf die Aussicht, im Alter in die Wechseljahre zu kommen. Doch mit der Menopause wird es meisten nicht besser. Dann verschwinden zwar die einen Beschwerden, es kommen jedoch andere, neue hinzu. Und diese sind nicht unbedingt angenehmer. Zum Glück können derartige Dilemmas inzwischen behandelt und gelindert werden.

Veränderungen im weiblichen Körper

Jeder menschliche Körper verändert sich im Laufe des Lebens. Dies ist nicht nur äußerlich erkennbar, sondern auch innerlich spürbar. Hormone spielen dabei eine große Rolle. Mit der Pubertät beginnt bei jungen Frauen die Produktion des Geschlechtshormons Östrogen. Dieses Hormon ist verantwortlich dafür, dass die Brust wächst und Gebärmutter sowie Scheide sich entwickeln. Letztlich steuert es auch den weiblichen Zyklus und die Fruchtbarkeit der Frau. Der Beginn der Wechseljahre ist dadurch gekennzeichnet, dass die Produktion dieses Geschlechtshormons verringert wird. Ungefähr um das 50. Lebensjahr herum findet dann auch die letzte Monatsblutung statt. Doch wie der Name schon sagt, herrschen in den Wechseljahren Hormonschwankungen vor. Daher kann es immer noch zu Schmierblutungen kommen. Erst wenn ein ganzes Jahr lang keinerlei Blutung aufgetreten ist, kann sich eine Frau wirklich sicher sein, dass ihre fruchtbaren Jahre vorbei sind. Dann hat sie ihre Menopause überstanden und muss sich keine Gedanken mehr über Verhütung machen.

Mögliche Auswirkungen des Hormonmangels

Unregelmäßiger Zyklus, Schmierblutungen und wochenlange Menstruation sind nur die Auswirkungen, welche die Hormonschwankungen auf den weiblichen Zyklus haben. Darüber hinaus kann der Mangel an Östrogen bei reifen Frauen leider zu weiteren unangenehmen Folgeerscheinungen führen.

Die Typischsten sind:

Hitzewallungen
Schlafstörungen
Sexuelle Unlust
Stimmungsschwankungen

Da das Östrogen für viele Vorgänge im weiblichen Körper mitverantwortlich ist, treten neben den typischen Symptomen im Laufe der Menopause weitere Folgeerkrankungen auf wie Knochenschwund und erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese gesundheitlichen Risiken plagen Frauen um die 50 zusätzlich zu den psychischen Belastungen wie Gereiztheit, Angstzuständen sowie Depression.

Medikamentöse Linderung

Gemäß dem Sprichwort „Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen“, kann auch bei hormonellen Veränderungen und deren Folgen Linderung geschaffen werden. Im Fall der Wechseljahrsbeschwerden helfen jedoch nicht nur Kräuter, sondern verschiedene Präparate zur Hormonersatztherapie. Durch die Einnahme von Medikamenten wie Livial können die typischen Symptome der Menopause, unter denen zahlreiche reife Frauen leiden müssen, reduziert werden. Livial basiert auf dem Wirkstoff Tibolon, der die Produktion von Östrogen wieder ankurbelt. Dadurch steigt der Hormonspiegel auf ein normales Level und die Beschwerden des Östrogenmangels verschwinden quasi von selbst. Solche Präparate zur Hormonersatztherapie können auch zur Reduktion anderer negativer Begleiterscheinungen des Hormonmangels eingesetzt werden wie z.B. als Prävention gegen Osteoporose. Das Sexualhormon hemmt in den fruchtbaren Jahren den Abbau von Knochenmasse. Fehlt es im weiblichen Körper ab der Menopause, kommt es zur Verringerung der Knochendichte und infolgedessen zu z.T. gefährlichen Knochenbrüchen. Trotz der vielen Vorteile der Präparate zur Hormonersatztherapie sollten diese nicht leichtfertig eingenommen werden. Auch wenn sie als sehr verträglich gelten, können dennoch Nebenwirkungen und Gegenanzeigen auftreten, wenn bspw. eine Unverträglichkeit gegen einen der Wirkstoffe besteht. Frauen, die unter Wechseljahrsbeschwerden leiden, lassen sich am besten vom Gynäkologen ihres Vertrauens beraten. Denn nur ein sinnvoller Einsatz von Heilmitteln und Medikamenten führt zum Erfolg.

 

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