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3 Tage Berlin

Berlin - für uns WienerInnen ein sehr beliebtes Reiseziel. Und das ist es auch nicht umsonst, Berlin, die Stadt mit haufenweise Zeitgeschichte, unendlich viel Charme und unvergleichbarem Flair. Unmengen von kleinen, liebevollen Geschäften, Cafés und Restaurants dominiert in vielen Teilen Berlins das Stadtbild, viel Grün, viel Bobo und viel Individualität finden sich am Prenzlauer Berg, in Kreuzberg, in Freidrichshain und anderorts. Wedding, Neukölln, Schick am Kuhdamm, Berlin hat viele Gesichter. Und genau das lieben wir an Berlin, die Diversität, die Abwechslung, die Möglichkeiten. Unser kleiner Reisebericht aus 3 Tagen Berlin:

Tag 1


Wien Schwechat, das charmant-grantige Wien sagt uns gebührend auf Wiedersehen, bevor wir den Air Berlin Flieger besteigen. Angekommen in Berlin Tegel wird hier nicht Taxi gesucht oder nach einem CAT geforscht, ganz entspannt nehmen wir den TXL und fahren quasi mit den Öffis in unsere Unterkunft. Dort angekommen sind wir positiv überrascht über unser charmantes Appartement, wir wohnen im Spätkauf.

Spätkauf Berlin: Das Appartement am Prenzlauer Berg heißt nicht umsonst Spätkauf, es befindet sich direkt hinter einem Kiosk, der von 20.00 bis 24.00 geöffnet hat. Entweder durch das Stiegenhaus, oder noch viel besser, direkt durch den Kiosk gehts in die 3-Zimmer Wohnung, zwei Schlafzimmer, eine Wohnküche und ein Bad mit WC. Die Wohnung wird gerade renoviert, natürlich nicht während des Aufenthalts. Das Bad ist besonders schön, rote Mosaikfließen, große Dusche, genug Platz, sogar für fünf Leute. Ernstgemeinte Gastfreundlichkeit seitens des Besitzers, viel Platz zum Kochen, gemütliche Betten, das Spätkauf ist in jeder Hinsicht zu empfehlen, günstig ist es noch dazu.

Dann geht unser Programm so richtig los, erste Station: Kastanienallee. Hier findet sich, was das Fashion-Victim-Herz begeehrt: Shops, Shops und nochmal Shops. Aber nicht H&M oder Zara, sonder kleine, feine Geschäfte mit viel Herzblut. Berliner Labels gemischt mit verschiedenen Designerteilen, von billig bis teuer hängen in den Läden, Second Hand Shops dazwischen. Die Kastanienalle hinab bis zur Pappelallee und Danzinger Straße, stundenlanges Shoppen - kein Problem. Unsere Favoriten:

Le Gang/Pappelallee
: Shirts, Hosen, Jacken, Schmuck, Sonnenbrillen und Schuhe, besonders den Herren der Schöpfung zu empfehlen, für Frauen findet sich hier aber auch einiges.
Heimzucht/Danzinger Straße: Hier wird frau fündig: Klamotten und Kunst, so das Motto des kleinen Ladens,Save the Cake noch dazu findet sich hier das charmanteste Personal Berlins. Ganz besonders begehrenswert: Save the Cake, eine Schmuckmarke, die zuerst nur im Heimzucht, jetzt auch all over Berlin zu finden ist. Süße Ketten und Ohrringe, Buttons und Schlüsselanhänger in Form von Torten, Eis und anderen Süßigkeiten. Kann man übrigens auch im Internet bestellen.

Am Abend schnell in eines der vielen Restaurants, übrigens kommt man in Berlin günstiger weg beim Essen als in Wien. Dann, nach Flug und Powershopping, schnell ins gemütliche Spätkauf-Bett.

Tag 2

Zuerst ein gemütliches Frühstück im Morning Glory, hier gibt es von süß bis pikant alles, was das Herz begehrt, gesund oder kaloriengeladen. Die von uns, die noch nicht in Berlin waren, machen sich auf den Weg zu den klassischen Sight-Seeing-Stationen: Brandenburger Tor, Reichstag, Sony Center, Mauer, jüdisches Denkmal und Alex. Die andere Partie begibt sich wieder einmal auf Einkaufs-Entdeckungstour, dieses Mal runter zum Alexanderplatz und zum Kuhdamm. Am Abend dann das volle Programm, erste Station: White Trash Fast Food!

Das White Trash Fast Food besticht mit - wie der Name schon sagt - trashiger Einrichtung, Publikum und Speisekarte. China-Restaurant-Flair gemischt mit Irish Pub Elementen, viel Plastik und Kitsch. Auf der Karte: Fast Food. Besonders zu empfehlen ist der White Trash Cheese Burger, vielleicht noch Fuck me Fries dazu. Musik gibts hier übrigens auch, Rock primär, DJs oder Livebands.

Und dann, nur für hartgesottene allerdings, der Berliner Tresor. Und weil wir ja in Berlin sind, darf die beste Afterhour der Stadt natürlich nicht fehlen, die in der Bar25. Open Air und Indoor, Zirkusmanege, Couches, Schaukeln und die Spree. Ein Arrangement, wie man es in Wien nicht finden würde. Elektronische Musik auf zwei Floors, Paradiesvögel und Berliner Bobos. Hier sind die Leute mehr als nur freundlich, sie sind offenherzig, in Partylaune und ganz und gar unverkrampft.

Tag 3

Mehr oder minder ausgeschlafen geht es heute nach Kreuzberg, zuerst ein feines Mittagessen im Knofi, und dann ab zur Oranienstraße. Hier finden sich einige kleine Shops, tendenziell günstiger als die auf der Kastanienallee. Empfehlenswert:

Cherrybomb: Orianienstraße 32, hier ist das Cherrybomb. Hier muss frau ein wenig suchen, bevor sie fündig wird, aber ohne "Tüte" in der Hand verlässt kaum einer den Laden. Besonders gut können hier Taschen, Geldbörsen, Gürtel und Schmuck gekauft werden.
Overkill Streatwear Shop: Ein Paradies für Sneakerfreaks, wenn nicht DAS Paradies. Unglaubliche Auswahl, unzählige Marken und Modelle, hier kann man und frau stundenlang shoppen. Süße Idee: Mini-sneaker-Ketten, und das mit originalgetreuen Modellen.

Um die Küche im Spätkauf einzuweihen, begab sich unsere Reisetruppe zurück auf die Kastanienallee, um dort im Fresh'n'Friends erstklassige Bio-Lebensmittel einzkaufen. Hier finden sich Rohmaterialien und Fertigfood, alles gesund, alles Bio. Zum Mozarella-Putenbrust-Vollkorn Sandwich ein Chai Latte, mit Sojamilch versteht sich, als Snack Biochips und zum Runterspühlen ein Fritz-Cola. Schwer beladen und gut ausgerüstet gings nun zurück ins Spätkauf, zum Packen und ruhen, bevor Air Berlin am nächsten Tag nach Wien zurückbrachte...

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