Wien – Grätzltipps – 7. Neubau

Neubau Kreuzung Breite Gasse (c) STADTBEKANNT Zohmann
Neubau Kreuzung Breite Gasse (c) STADTBEKANNT Zohmann

Grätzltipp – Hinter den Kulissen von Neubau

24. Oktober 2015 • 7. Neubau, Stadtspaziergänge

Originelle Geschäfte, Lokale und kleine Oasen der Ruhe

Auf dem heutigen Spaziergang befinden wir uns zwar am Puls der Stadt – werfen dabei aber einen Blick hinter die geräuschvollen Kulissen.

Obwohl die Mariahilfer Straße recht laut ist und an manchen Tagen an den Nerven jener Menschen zehrt, die sich einen Weg durch die belebte Einkaufsstraße zu bahnen versuchen, gibt es doch immer wieder kleine Oasen der Ruhe, an die sich der enervierte Spaziergänger kurz zurückziehen kann.

 

Hinauf

Neubau WeinundCo (c) STADTBEKANNT Zohmann

Wein und Co (c) STADTBEKANNT Zohmann

Wir befinden uns also im Menschenstrom der Mariahilfer Straße, steigen aber auf Höhe der Hausnummer 36 ein paar Stufen hinauf und erheben uns damit über das hektische Gewusel. Das Wein & Co wartet hier mit einer gemütlichen Ganzjahres-Terrasse auf und gibt einem das Gefühl, nicht mitten drin, aber doch dabei zu sein. Nachdem genug von oben herab beobachtet wurde, führt einen die Einkaufsstraße nur wenige Schritte weiter stadteinwärts zum Raimundhof.

Wein & Co Flagship Store
Mariahilfer Straße 36
Mo – Mi: 10:00 – 24:00 Uhr
Do – Sa: 10:00 – 1:00 Uhr
So + Feiertage: 17:00 – 24:00 Uhr

 

Hindurch

In dem hier angesiedelten Haus „Zum goldenen Hirschen“ wurde der Schauspieler Ferdinand Raimund 1790 geboren und gab dem Durchhaus seinen Namen. Heute zählt es zu den bekanntesten Durchhäusern Wiens. Und das ist kein Wunder: Schließlich wird die Einkaufspassage, deren Stiegenhäuser und Höfe die Mariahilfer Straße mit der Windmühlgasse verbinden, von kleinen Lokalen, Cafés und Geschäften belebt. Es ist ein Eintauchen in eine kleine andere Welt, die es absolut wert ist, entdeckt zu werden.

 

Hinein

Stiftskirche (c) STADTBEKANNT Zohmann

Stiftskirche (c) STADTBEKANNT Zohmann

Wir aber gehen weiter und bleiben bei der nicht zu übersehenden Stiftskirche „Zum Heiligen Kreuz“ stehen. Ein Betreten der Kirche kann einem helfen, dem Stress kurz zu entfliehen und in der Stille wieder selbst ganz ruhig zu werden. Im Jahr 1739 erbaut, wurde die Kirche etwa 50 Jahre später als Militärdepot genutzt und 1799 wieder geweiht. Das Äußere der Kirche verweist auf die Verbindung zwischen Staat und Kirche: Der elegante Rokoko-Kirchturm hat scheinbar eine Krone auf, die von einem Kreuz überragt wird.

 

Mittendrin

Brandy Melville (c) STADTBEKANNT Zohmann

Brandy Melville (c) STADTBEKANNT Zohmann

Da wir allerdings schon mal auf der Mariahilfer Straße sind, ist davon auszugehen, dass wir ein bisschen Action nicht ganz und gar abgeneigt sind. Deshalb begeben wir uns in den ersten österreichischen Store der italienischen Kleidungs-Marke Brandy Melville. Hier herrscht ein Tohuwabohu, der sich aus dem Gestöber junger Frauen ergibt, die sich über die urbanen, feminin-verspielten one-size-Stücke hermachen. Vintage-Schilder und aufeinandergestapelte Holzkisten vermitteln originellen Küstencharme. Nun verlassen wir die Mariahilfer Straße und biegen nach rechts in die Karl-Schweighofer-Gasse ein, die bald in die Breite Gasse mündet.

Brandy Melville
Mariahilfer Straße 29
Mo – Mi: 10:30 – 19:00 Uhr
Do – Fr: 10:00 – 20: 00Uhr
Sa: 10:00 – 18:00 Uhr

 

Hinten herum

Werkbank1 (c) STADTBEKANNT Zohmann

Werkbank (c) STADTBEKANNT Zohmann

Benannt wurde diese Gasse um 1850 nach ihrer ungewöhnlichen Breite für die damaligen Verhältnisse. Heute wartet sie jedoch mit anderen Besonderheiten auf. Eine davon nennt sich „die werkbank“. Das Geschäft lockt gleich zu Beginn der Gasse mit originellen Stücken in seiner Auslage: Hier werden Arbeiten junger Labels feilgeboten – seien es Möbel, Taschen, Schmuck oder kreative, witzige Accessoires. Die werkbank ist durch ihre wechselnden Werkstücke ständig in Veränderung begriffen und birgt damit den Vorteil, sich immer aufs Neue für seine Besucher interessant zu machen.

die werkbank
Breite Gasse 1
Di – Fr: 13:00 – 18:30 Uhr
Sa: 11:00 – 17:00 Uhr

 

Hinunter

MuseumsQuartier Streetartpassage (c) STADTBEKANNT Zohmann

MuseumsQuartier Streetartpassage (c) STADTBEKANNT Zohmann

Künstlerisch inspiriert, lädt uns nun gegenüber eine bunte Kulisse ein, das Museumsquartier Backstage durch das „Hintertürchen“ zu betreten. Zuvor bietet sich ein Kaffee oder eine traditionelle Speise im tiefergelegenen, gut versteckten und daher recht ruhigen Glacis Beisl an. Danach kann man über die blaugeflieste Brücke des französischen Street Art Künstlers Invader spazieren, um einen Blick in die Hinterhöfe des belebten MQ zu werfen oder sich im CupCakes Wien etwas Süßes zu gönnen.

Zuletzt werfen wir noch einen Blick auf das Biedermeierhaus in der Breite Gasse 15, Gegenstand heißer Diskussionen: Ob nun abbruchreif oder schützenswertes Baujuwel – es ist interessant anzusehen und bildet einen gelungenen Abschluss unseres Spaziergangs.

Neubau Breitegasse15 (c) STADTBEKANNT Zohmann

Neubau Breitegasse15 (c) STADTBEKANNT Zohmann

STADTBEKANNT meint

Wird einem die Hektik beim Shoppen zu viel, gibt es viele Möglichkeiten, dem Stress einer belebten Einkaufsstraße zu entkommen: Die Stiegen hinauf zur Terrasse eines höhergelegenen Cafés, durch ein Durchhaus hindurch, in eine Kirche hinein oder durch kleinere Gassen hinten herum – Neubau bietet auch an Orten abseits der großen Straßen originelle Geschäfte, Lokale oder kleine Oasen der Ruhe, um sich etwas von der Hektik des Alltags zu erholen.

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

« »