Kultur

MuseumsQuartier Ringausblick (c) STADTBEKANNT
MuseumsQuartier (c) STADTBEKANNT

Hemut Seethaler wurde verurteilt

28. Mai 2010 • Kultur

Selbst wer ihn nicht kennt, kennt seine Zettelpoesie mit Sicherheit, nun bringt sie ihm zum ersten Mal eine Strafe ein.

Update! Wir haben Helmut Seethaler übrigens auch interviewt. Siehe hier !Update

Seit1974 bringt Helmut Seethaler im öffentlichen Raum seine Gedichte an. Er hängt sie an Laternen, Bäume, Litfasssäulen und Wände. In all diesen Jahren erhielt er unzählige Drohbriefe, zahlreiche Fanpost und weit über 1000 Anzeigen. Der Oberste Gerichtshof kam allerdings zu der Erkenntnis, dass seine Zettel Kunst seien und befand sie deshalb für schützenswert.

Auf seiner Homepage www.hoffnung.at kann man einen Einblick in das Werk, welches der Künstler in den vergangenen Jahrzehnten schuf, erhalten.

Nun wurde ihm jedoch eine andere Form seiner Kunst zum Verhängnis. Er hatte vor dem Museumsquartier mehrere Steinplatten mit Textmarker beschriftet und seine Homepageadresse und Festnetznummer hinterlassen. Dafür wurde er nun zu zwei Monaten bedingter Haft verurteilt. Als Protest gegen diese Verurteilung beschriftete er auch den Fußboden des Gerichts. Der Künstler kündigte Berufung an und die unendliche Causa Seethaler wird wohl weitere juristische Nachspiele haben.

Warum es tatsächlich notwendig war, das Wiener Original Helmut Seethaler anzuzeigen, bleibt ein Geheimnis des Museumsquartiers.

, , , , , ,

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

« »