Wien – Gut zu wissen

Deutsches Wien (c) STADTBEKANNT
Deutsches Wien (c) STADTBEKANNT

Heimweh nach Deutschland

26. November 2017 • Gut zu wissen

Fischbrötchen und Currywurst

In einer anderen Stadt ein neues Leben anzufangen, ist immer hart – selbst wenn diese Stadt die schönste Stadt der Welt ist.

Sogar die Wiener können es verstehen: Auch Deutsche, die schon länger hier wohnen, verspüren doch ab und zu einmal Heimweh und sehnen sich nach Dingen, die sie an die Kindheit erinnern oder die ihnen hier einfach immer abgegangen sind. Aber keine Panik,

Wien bietet für jeden ein Stück Zuhause. Dank der zahlreichen deutschen Einwanderer finden sich in der Großstadt genügend Fleckchen, die an unsere Lieblingsnachbarn erinnern. Fischbrötchen statt Leberkässemmel, Currywurst statt Käsekrainer und Kneipe statt Beisl lautet die Devise bei den untenstehenden Empfehlungen!

 

Hafenjunge

Mariahilf Esterhazygasse Hafenjunge (c) STADTBEKANNT

Mariahilf Esterhazygasse Hafenjunge (c) STADTBEKANNT

Der Besitzer dieser Kneipe ist zwar Österreicher, hat sich aber in die Stadt Hamburg verliebt. Um seinen Liebeskummer zu bewältigen, bringt er seit einigen Jahren Fischbrötchen und Astra Bier in die Esterhazygasse. Diese liegt zwar nicht am Meer, ist aber dennoch wunderschön, weshalb ein Rumhängen auf der Sitzbank vor dem Geschäft vor allem im Sommer Spaß macht. Das Lokal ist zugleich eine Grafikagentur und erfüllt auch sonst jeden Hipsterwunsch.

Hafenjunge
Esterhazygasse 11
1060 Wien

 

Wulfisch

Noch mehr Hamburg gibt es im Wulfisch – offenbar existiert ein geheimer Austausch zwischen der Hafenmetropole und Österreichs Hauptstadt. Fischbrötchen, Jever, Nordseekrabben und vieles mehr aus dem Meer kann hier verkostet werden. Das Lokal ist auch bestens gerüstet, um nach Vorbestellung private oder geschäftliche Veranstaltungen kulinarisch zu versorgen. Auch der Verzehr der Köstlichkeiten direkt im netten Gastgarten kann ans norddeutsche Herz gelegt werden.

Wulfisch
Haidgasse 5
1020 Wien

 

Tel Aviv Beach

Keiner weiss so genau, wie das Ganze angefangen hat, aber in den letzten Jahren wurde offenbar die schwarz-rot-goldene Flagge am Donaukanal gehisst. Das Zentrum der deutschen Invasion scheint im Tel Aviv Beach zu liegen, wo man mit Wienerisch kaum mehr durchkommt. Das Lokal dient auch als Real-Life-Tinder für Deutsche: Wer sich unter all den Österreichern in Wien einsam fühlt, der findet hier vielleicht ein Stück Heimatliebe oder zumindest ein vertrautes G’spusi (Affäre) für den Abend.

Tel Aviv Beach
Obere Donaustraße 65
1020 Wien

 

Radio the LabelBar

Radio - The Labelbar (c) STADTBEKANNT Moser

Radio – The Labelbar (c) STADTBEKANNT Moser

Dieses von Deutschen betriebene Lokal sieht aus wie ein Stück Berlin mitten im siebten Wiener Gemeindebezirk. Sogar einen Einhorn-Parkplatz gibt es hier. Die Currywurst mundet selbst dem größten Frankfurter-Fan, der Kreuzbergteller ist die gelungene vegane Alternative dazu und gesprochen wird vornehmlich Hochdeutsch. Das Lokal kann auch gemietet werden – für den Fall, dass ihr mit euren deutschen Freunden in Wien einmal eine Party schmeißen wollt.

Radio the LabelBar
Neustiftgasse 38
1070 Wien

 

Hofbräu zum Rathaus

Das österreichische Bier ist zwar nicht zu verachten, aber manchmal dürstet es einen einfach nach einem Schluck Gerstensaft aus der Heimat. Dieser Durst kann im Hofbräu zum Rathaus gestillt werden, wo natürlich vorwiegend bayerische Küche serviert wird. Vom „Obadzdn” bis zum Schweinsbraten gibt es hier alle Klassiker aus Süddeutschland – wobei sich natürlich schon die Frage stellt, inwiefern sich diese jetzt wesentlich von der österreichischen Küche unterscheiden…

Hofbräu zum Rathaus
Florianigasse 2
1080 Wien

 

Die Alte Donau und ihre Schwäne

Schwäne Donau (c) STADTBEKANNT

Schwäne Donau (c) STADTBEKANNT

Die Alte Donau ist für viele Wiener ein Paradies – vom Kaiserwasser bis zum Gänsehäufel, ihre zahlreichen idyllischen Ufer bedeuten Sommerfrische. Weil Wien bekanntermaßen nicht am Meer liegt und man nach Alternativen suchen muss, ist das auch gut verständlich.

Auch gebürtige Hamburger und andere deutsche Hafenstadt-Bewohner wird mit Sicherheit irgendwann einmal Heimweh nach dem Wasser überfallen – da kommt die Alte Donau gerade recht! Generell hat Alte Donau ein bisschen was mit ihrem Hamburger Vergleichsgewässer namens Alster gemeinsam. Eine Parallele ist etwa die große Anzahl an Schwänen, die sich hüben wie drüben niedergelassen haben. Dank Trinkwasserqualität kann man in der Alten Donau abgesehen von gelegentlich aufkreuzenden Schwan-Armadas auch hervorragend schwimmen. Wir geben zu: die Alte Donau ist nicht das Meer, aber dafür ist das Wetter im Sommer garantiert besser als in Norddeutschland!

 

Donaukanal-Graffitis

Wer von Berlin in Österreichs Hauptstadt kommt, wird sich wahrscheinlich über die relativ unbefleckten Wände dieser Stadt wundern. Fakt ist: Wien legt relativ viel Wert auf Sauberkeit und Ordnung. Wenn ihr diese Vorliebe nicht ganz teilen könnt und Heimweh nach Graffitis bekommt, empfehlen wir euch einen Abstecher an den Donaukanal. Hier leben sich Wiens Sprayer nach Herzenslust aus, und auch der eine oder andere Besucher aus Berlin hat sich hier schon farblich verewigt.

 

Berlin versus Wien

Wer länger in Wien bleibt, wird merken, dass die Wiener ihr Land ständig mit Deutschland vergleichen. Natürlich liegt da auch eine Gegenüberstellung der beiden Hauptstädte nahe. Die Ähnlichkeiten halten sich zwar einigermaßen in Grenzen, doch wenn ihr aus Berlin seid und Heimweh nach der Stadt habt, dann empfehlen wir euch einen Besuch der Szeneviertel Wiens. Diese liegen vor allem in den Bezirken Neubau, Mariahilf, Margareten und Wieden. Besonders im siebten Bezirk fühlt man sich ein bißchen wie ein Berliner, und Mariahilf könnte genausogut in Prenzlauer Berg liegen. Wer nach Kreuzberg möchte, könnte es am ehesten einmal in Ottakring oder Favoriten versuchen.

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