Kultur – Musik

Schallplatte Vinyl (c) STADTBEKANNT Hofinger
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Hadu Brand: Mit dem Oscar-Preisträger im Café Lange

18. Februar 2011 • Musik

Live ist Hadu Brand und Band am 4. März in der Szene Wien zu sehen und zu hören, wo der Musiker sein Album „Fourteen Songs“ öffentlich präsentieren wird.

Hadu Brands Solo-Album "Fourteen Songs" erschien soeben bei Pumpkin Records. Hörproben, die auf der Homepage des in Wien lebenden Musikers zu hören sind, lassen Einflüsse von Damien Rice, Lloyd Cole And The Commotions oder dem späten Billy Bragg vermuten. Doch als wichtigsten Einfluss nennt Hadu Brand den irischen Singer/Songerwriter Glen Hansard von The Frames.

Einen Oscar-Preisträger (bester Filmsong "Falling Slowly" vom Independent-Überraschungshit "Once", in dem Hansard auch die Hauptrolle spielte) als Vorbild zu nennen, mag nicht sehr originell klingen, doch Hadu Brand wurde hier tatsächlich von persönlichen Erinnerungen geprägt. Bevor Hansard nämlich mit The Frames der Durchbruch gelang, lebte der Ire kurze Zeit im gleichen Haus in Wien-Alsergrund wie Hadu Brand. Die beiden lernten sich kennen – und Hadu Brand war von Glen Hansards Art, Musik mit jeder Faser zu leben, tief beeindruckt. "Er ist ein sehr begabter Musiker, der sein Schaffen sehr ernst nimmt und weiß, dass er an etwas Großartigem bastelt", sagt Hadu Brand über Hansard. Nach einigen durchgemachten Nächten und Jam-Sessions im Café Lange im achten Wiener Bezirk forderte Hansard den Österreicher auf, seinem Talent zu vertrauen und der Musik treu zu bleiben. Hadu Brand: "Ich habe gemerkt, dass mein Talent auf der Bühne ist – aber es war sehr schwammig ausgebildet. Wie wichtig es ist, einen echt guten Song zu schreiben habe ich erst durch Glen Hansard erfahren und gespürt." Hansard lud Hadu Brand sogar nach Dublin ein, wo der Oberösterreicher u.a. mit irischen Songwriter-Legenden wie Damien Rice auf der Bühne stand. "Damals hatte ich kaum gute Lieder, es war alles mehr Show als Inhalt. Das Gespür für einen guten Song habe ich erst ab dieser Zeit entwickelt", so Hadu Brand.

Der zweifache Familienvater setzt auf Abwechslungsreichtum, Authentizität und einen großen Musikerpool, ganz im Stile seiner großen Vorbilder. Erste Reaktionen auf „Fourteen Songs“ fallen positiv aus: Oberösterreichische Nachrichten, Kopfhörer: „Brand präsentiert sich in seinen 14 Songs als feinsinniger Songwriter, der nicht nur Geschichten zu erzählen vermag, sondern auch musikalisch vielschichtig unterwegs ist. Seine Arrangements zeugen von hohem musikalischen Gefühl und einem feinen Händchen für Melodien. Vor allem aber schafft es Hadu Brand vorzüglich, sich nicht abzunützen.

Sein Album bietet mit jedem Mal Hören die Chance, neue Songperlen zu entdecken. Und hat man sich erst einmal in der musikalischen Stimmungswelt von Hadu Brand verfangen, dann reißt man sich nicht mehr so leicht los.“ CD des Monats auf www.haubentaucher.at: „Das klingt ganz sicher nicht nach österreichischer Pop-Musik, wie sie die kommerziellen Privatradios definieren. Das internationale Niveau, das Singer-Songwriter Hadu Brand sich erarbeitet hat, ist beachtlich. Da sitzt nicht nur jeder Griff auf der Gitarre, auch experimentelle Klänge, besonders schön zu hören etwa auf "Lenny" oder am Ende der "Dinosaurs", werden in das an sich sanfte Gerüst der Songs eingebaut.“

APA/red

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