Wien – Unnützes Wienwissen

Schwarzenbergpark Kyselak (c) STADTBEKANNT
Schwarzenbergpark Kyselak (c) STADTBEKANNT

Graffiti anno 1830

1. August 2016 • Unnützes Wienwissen

Schmierfinken-Pionier

Wer sich gerne über Graffiti-Schmierer in Wien aufregt, dem sei gesagt: Das ist nicht die Jugend von heute. Das gab’s alles schon.

 

Joseph Kyselak

Und zwar in der Person von Joseph Kyselak, der es sich im frühen 19. Jahrhundert zur Aufgabe machte, sämtliche öffentliche Plätze, Denkmäler, Berge und Wände mit seinem Namen zu verzieren. Der Grund: Zunächst eine Wette, dann eine Leidenschaft.

Der Legende nach war nicht einmal der Tisch des Kaisers vor ihm sicher: Franz I. hatte den Schmierfink zwecks Vermahnung vorgeladen. Als er gegangen war, fand man in den royalen Schreibtisch eingeritzt das Wörtchen “KYSELAK”. Kyselak gilt also als “Erfinder” des Taggens bzw. der Graffiti-Kunst.

 

Bekannte Kyselak-Graffiti

Die markanten Schriftzüge finden sich unter anderem:
– auf zwei Obelisken im Schwarzenbergpark
– an der Burgruine Rauheneck bei Mödling
– an der Ruine Aggstein
– diverse Male in der Wienerwaldgegend

Schwarzenbergpark Säulen (c) STADTBEKANNT

Schwarzenbergpark Säulen (c) STADTBEKANNT

Schaukel im Schwarzenbergpark

Im Volksmund heißen die beiden Obelisken Maria-Theresien-Schaukel, da Maria Theresia hier angeblich eine Schaukel zwischen den Steinen anbringen ließ.

 

Unnützes Wissen

Es gibt nichts nützlicheres als unnützes Wissen. Wir müssen es ja wissen – wir haben schon einige unnütze Bücher herausgebracht.

 

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