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GOODGOODs Kochlöffel (c) STADTBEKANNT Kerschbaumer
GOODGOODs Kochlöffel (c) STADTBEKANNT Kerschbaumer

GOODGOODs

4. Juli 2017 • Wohnen & Design

Label für nachhaltige Interior-Stücke

Für GOODGOODs entwerfen verschiedene Designer Interior-Stücke, die sich durch Minimalismus und klare Formen auszeichnen. Entscheidend sind die Werkstätten, in denen produziert werden soll. Menschen mit Behinderung und psychischen Krankheiten haben dort eine sinnvolle Arbeit.

 

„Nachhaltige Designprodukte für Leben und Haushalt mit sozialem Augenmerk“

Als Projekt vom Wiener Designbüro Dottings initiiert, ist GOODGOODs mittlerweile zu einem eigenen, von Dottings geführten Unternehmen geworden. „Nachhaltige Designprodukte für Leben und Haushalt mit sozialem Augenmerk“ – so beschreibt das Team von GOODGOODs das eigene Tun. Was genau darunter verstanden werden kann, in welchem Zusammenhang die Entwürfe unterschiedlicher Designer mit den Werkstätten stehen und wie sich dort Beschäftigte handwerklich ausleben können – das und mehr habe ich bei GOODGOODs, beheimatet im 18. Bezirk, erfahren.

GOODGOODs Produkte für Leben und Haushalt (c) STADTBEKANNT Kerschbaumer

GOODGOODs Produkte für Leben und Haushalt (c) STADTBEKANNT

Geschützte Werkstätten

GOODGOODs arbeitet ausschließlich mit ausgewählten und geschützten Werkstätten, wo Menschen mit Behinderung und psychischen Krankheiten eine Aufgabe finden. Bewusst gehen die Entwürfe auf die Bedingungen der Werkstätten und die Menschen dahinter ein. Alle Beschäftigten sollen mit der Fertigung von GOODGOODs-Stücken eine Arbeit haben, die sie gerne machen, die eine Heraus- aber keine Überforderung ist. Wer ein bisschen kreativ sein mag, darf das sein, wer Freude am Befestigen von Etiketten hat, darf das tun. Und Zeitdruck, den gibt es nicht.

GOODGOODs Boxen (c) STADTBEKANNT Kerschbaumer

GOODGOODs Boxen (c) STADTBEKANNT

Über Besen, Objektrahmen und ganz unterschiedliche Vögel

Oft entstehen die Stücke mit heute handwerklich eher selten gewordenen Techniken, etwa mit Kupferdraht gezogene Besen. Gefertigt werden sie von blinden Menschen, die auf der Rückseite der Besen mit dem Draht eine ganz individuelle Spur hinterlassen. Objektrahmen aus Karton, entworfen von Dottings, stellt die Wiener Werkstatt Opus her; gedacht sind sie beispielsweise zum Hängen an die Wand oder zur Aufbewahrung kleiner Dingen. Die Lavendelkissen werden mit Kreativität gemacht, jedes Kissen sieht aus wie ein Vogel und kaum ein Vogel gleicht dem anderen.

GOODGOODs Besen (c) STADTBEKANNT Kerschbaumer

GOODGOODs Besen (c) STADTBEKANNT Kerschbaumer

GOODGOODs und die Designer

Doch nicht nur Dottings entwirft für die Werkstätten, eben auch andere, bewusst ausgewählte Designer haben es ihnen schon gleich getan. So entstammt ein goldener Flaschenöffner den Ideen von Vandasye, Lampenschirme zum einfachen „Drüberziehen“ über Glühbirnen sind von Patrycja Domanska oder Kochlöffel aus rohem Bambusstamm kreierte das AWS Designteam. Erhältlich sind die Stücke direkt im Online-Shop von GOODGOODs, im QWSTION Vienna im 7. Bezirk, im MAK oder unter anderem auch im neuen Shop HG 5 im 1. Bezirk.

 

STADTBEKANNT meint

Gemeinsam mit momentan ungefähr 14 geschützten Werkstätten stellt GOODGOODs nachhaltige Stücke für den Interiorbereich her. Entworfen werden sie von verschiedenen Designern, die bei der Entwicklung sehr bewusst auf die jeweiligen Werkstätten und die Menschen, die dort arbeiten, eingehen. Alle Stücke zeichnen sich durch handwerkliche Besonderheit, gute Materialien und eine reduzierte Optik aus. Erhältlich sind sie im GOODGOODs Online-Shop und vor Ort in mehreren Wiener Design-Geschäften.

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GOODGOODs

Edelhofgasse 10
1180 Wien

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