Lokalführer – Frühstück / Brunch

Tresen Labstelle (c) Voggenberger stadtbekannt.at
Tresen Labstelle (c) Voggenberger stadtbekannt.at

Frühstück in der Labstelle

7. September 2015 • Frühstück / Brunch

Sympathisch und bodenständig

„Nehmt Platz“, sagt der freundliche und sehr stark an Seth Cohen aus O.C. California erinnernde Kellner in der Labstelle. Gesagt, getan. Wir setzen uns und genießen die herrliche Ruhe des Innenhofs und schalten ab vom geschäftigen Treiben der Innenstadt.

Das Lokal zeigt sich modern und minimalstisch, die (etwas betuchtere) Klientel anspruchsvoll und gediegen. Die Angestellten sind fleißig und freundlich, der Chef kellnert selbst. Sehr viel Einsatz und Engagement also in der Labstelle -das gefällt.

 

Eine unendliche Geschichte

„Die Küche schickt und schickt und schickt. Nehmt euch Zeit“ steht als Begleittext zum Flying Frühstück, wir werden neugierig worauf uns der Kellner in kurzen Worten erklärt, was das genau bedeutet: „Sie werden mit zehn Gängen überrascht, wenn Sie nicht mehr können, stoppen Sie das Ganze einfach“. Das wollen wir genauer wissen, das wählen wir. Als erstes wird der schwarze Tee (Sonnentor) mit Zucker (Andraschko) und Milch (sicher Bio) gereicht. Gleich darauf folgt die erste Platte mit Sonnenblumen-Vollkornbrot , Weizenbrot mit Sonnenbumenöl, Roggenapfelanisbrot (ja, tatsächlich), Brioche, Erdbeermarmelade, Kürbiskernaufstrich, handgeschlagener Butter, Speck vom Mangalitza-Schwein, hausgeräuchertem Beinschinken, neun Monate gereiftem Bergkäse aus Vorarlberg und Salami vom Salami-Weltmeister. Alles hausgemacht, alles Bio, alles super!

Frühstück Labstelle (c) Voggenberger stadtbekannt.at

Frühstück Labstelle (c) Voggenberger stadtbekannt.at

Von Gängen, die keine sind, Mangold und Traubenkernsenfmayonaise

Wir haben eigentlich mit dem ersten Gang schon genug, sind aber dennoch gespannt, was uns weiterhin erwartet. Einige Sekunden später, als der vermeintlich zweite Gang kredenzt wird, stellt sich heraus, dass der erste Gang gar kein Gang war, sondern das Ganze erst jetzt startet. Was sehr ländlich begonnen hat, wird fortgeführt von sehr urbaner, städtischer Küche. Wir bekommen hausgemachten Ziegenfrischkäse mit marinierter Melone und Roastbeef vom Ribeye. Wow! Das Ganze ist feinst abgestimmt und schmeckt gar deliziös.

Aufstrich Labstelle (c) Voggenberger stadtbekannt.at

Aufstrich Labstelle (c) Voggenberger stadtbekannt.at

Als nächstes dann Beef Tartar mit Auberginenkaviar und Traubenkernsenfmayonaise. Auch wieder vorzüglich. Gang drei bis zehn sieht folgendermaßen aus: Schweinsschopf mit Krautsalat und roter Rübe, allerlei vom Karfiol, Eierspeise mit Speck, Stundenei mit cremiger Polenta und Mangold, ein kleines Rindergulasch, Schweinefilet mit eingelegtem Spargel, Sauerrahmmousse mit Marillenknödel und zu guter Letzt: Schwarzbeerkuchen. Unser Resumé: dieses Frühstück wurde im handumdrehen zum Mittagessen und reicht bestimmt für zwei Personen, wenn nicht für drei. Unsere Mägen sind also gefüllt mit bester, hausgemachter, biologischster österreichischen Küche und wir fellen ein zweites Urteil: so haben wir noch nie gefrühstückt!

 

Es geht auch etwas leichter

Die ganz kleine Schwester des Flying Frühstücks wäre die kleine Labung um 5,90 Euro. Butter und Marmelade in Variationen, allerlei Brote und Brioche, sowie ein Fruchtsaftshot der Saison. Wahlweise kann man gegen einen Aufpreis ergänzen: Blechkuchen, Aufstriche, Wurst, Käse, Eierspeise und Granola/ Joghurt mit Früchten der Saison.

Wir verlangen bei diesem wirklich kompetenten und sehr freundlichen Kellner die Rechnung, bezahlen und schleppen unsere überfüllten Leiber aus der Labung, wieder hinein in das geschäftige Treiben der Stadt.

 

STADTBEKANNT meint

Jeder der etwas ganz besonderes will und sich von hinten bis nach vorne verwöhnen lassen will, der sucht am Besten schon nächsten Samstag (das große Frühstück gibt es nur an diesem Tag) die Labstelle am Lugeck auf, denn hungrig und unglücklich verlässt man dieses Lokal niemals.

Labstelle Wien

Lugeck 6
1010 Wien

Montag – Freitag:  11.30 – 2.00 Uhr
Samstag: 10.00 – 2.00 Uhr

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