Lifestyle – Skurriles

Gasometer (c) STADTBEKANNT Zohmann
Gasometer (c) STADTBEKANNT Zohmann

Freier Volksstaat Simmering

20. September 2015 • Skurriles

Seperatisten aus Simmering

Paul Stadler, blauer Bezirkspolitiker in Simmering, wird mit großer Wahrscheinlichkeit zum Bezirksvorsteher im 11. Bezirk nach der Wien Wahl werden.

Doch wird er dieses Amt nicht lange innehaben, denn laut uns zugespielten Berichten soll Herr Stadler den Plan haben, Simmering abzuspalten und eine eigene Nation zu gründen. Ähnlich wie in Italien, Großbritannien und Spanien gibt es im 11. eine seperatistische Bewegung. Die dafür notwendigen Schritte wurden bereits von Stadler geplant, er wartet nur auf die Unfähigkeit der anderen Parteien, damit er seine Pläne durchbringen kann. Dementsprechend wird er Präsident des bald entstehenden Freien Volksstaates Simmering, anstatt „nur“ Bezirksvorsteher. Natürlich wird ein Geblütsrecht festgesetzt, in dem die Amtsfolge erbrechtlich geregelt ist – sonst kann ja jeder kommen und Chef werden.

 

Die Planungsphase

Vorbereitungen zur Umstellung des politischen Apparates werden bereits getroffen. Das Magistratische Bezirksamt wird dann zum Regierungspalast, die Simmeringer Hauptstraße wird nur mehr Hauptstraße heißen und der Enkplatz wird zum Platz der himmlischen Freiheit umbenannt. Bei einer Baufirma ist auch schon ein Großauftrag eingegangen, es soll ein Stacheldrahtzaun an der neuen Staatsgrenze errichtet werden.

Man rechnet damit, dass die dort ansässige Industrie keine Probleme haben wird zu überleben, soll es doch massive Steuervergünstigungen geben und die Ausfuhr von Gütern wird mit einem 100,00 Euro Bonus belegt werden. Für die Bürger des Freien Volksstaates Simmering sollen aber sonst keine weiteren Probleme entstehen, obwohl es aufgrund der Bürokratie in Restösterreich einige Monate dauern wird, bis man sich auf eine Vorgehensweise geeinigt hat.

 

Was ändert sich für den Rest von Wien?

Für die Bürger Restwiens, wie die offizielle Bezeichnung der übrigen Bezirke lauten wird, wird es vor allem beim neuen Hauptbahnhof Simmering (ehemals U3 – Simmering) zu Problemen kommen. Dieser wird komplett umgebaut und ein Zollhaus hinzugefügt, in dem jeglicher Warenverkehr aufgenommen werden soll. Ausländer (also alle nicht Simmeringer) werden natürlich streng kontrolliert. Dasselbe gilt auch für die Straßenbahnen, die nach Simmering einfahren. Eine Stange Zigaretten und 2 Dosen Schwechater Bier sollen aber deklarationsfrei bleiben. Auch bei Konzerten im Gasometer werden jetzt Aufschläge für Nicht-Simmering-Staatsbürger berechnet. Einer der Türme wird auch in ein Raketensilo umgebaut. Zur Landesverteidigung – man muss ja mit den großen mitspielen können. Zu Allerheiligen gibt es dann ein Spezialvisum für den Besuch am Zentralfriedhof, das für alle Restwiener gratis sein soll.

Die diplomatischen Beziehungen werden wahrscheinlich noch für einige Monate nach der Umstellung etwas leiden, aber in Österreich ist man ja Kummer gewohnt und man nimmt das Leben immer so wie es kommt – wäre ja schade wenn es nichts zu Jammern gäbe.

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