Lifestyle – Designertipp

Fräulein Lampe (c) STADTBEKANNT Kerschbaumer

Fräulein Lampe

28. Juli 2015 • Designertipp, Trends

Design aus Wien handgemacht

„Fräulein Lampe“ heißt das kleine, feine Label von Martina Hatzenbichler. Die Designerin macht Schmuck und Interieurelemente – Stück für Stück von Hand gefertigt.

Fräulein Lampe Anhänger (c) STADTBEKANNT

Fräulein Lampe Anhänger (c) STADTBEKANNT

„Kitschig und Makaber“

Gerade macht Martina Hatzenbichler am liebsten Messingarbeiten – Wandschmuck aus Messing, Bücherhalter aus Messing, Deckendekoration aus Messing, Bilderrahmen aus Messing. Die Arbeiten sind geradlinig, geometrisch, schlicht. Eher weniger schlicht sind die ersten Werke von Martina Hatzenbichler. Kitschiges mit Makabren zu verbinden, mochte sie schon immer. Plastiktiere also, eigentlich als Kinderspielzeug gedacht, trennt sie die Köpfe ab, bemalt sie und haucht ihnen neues Leben ein, als Kette, als Ohrring, als Ring. Ähnliches hat sich auch bei den Fräulein Lampe-Magneten zugetragen – Plastiktiere auseinandergeschnitten, bemalt, Magnet befestigt und damit Einzigartigkeit geschaffen. Individuell sind auch ihre Postkarten, die rückseitig genäht wurden oder die ehemaligen Gartenzwerge, deren bemalte Köpfe Weinflaschen zu Dekoelementen machen.

Fräulein Lampe (c) STADTBEKANNT

Fräulein Lampe (c) STADTBEKANNT

Wo erhältlich?

Fräulein Lampe-Kreationen sind momentan in der Sellerie im siebten Bezirk oder auch im Geschäft Supperiör, beheimatet in St. Pölten, zu kaufen. Bald wird es auf der Fräulein Lampe-Homepage auch einen Online-Store geben. Bis jetzt hat den Martina Hatzenbichler aber nicht unbedingt gebraucht. Interessierte schreiben ihr einfach über die Homepage ein E-Mail mit den gewünschten Produkten. Die Künstlerin trifft sich auch mit ihren Kunden, um Sonderanfertigungen zu besprechen – die gibt es nämlich auch. Martina Hatzenbichler ist Feedback wichtig, sie mag hören, was andere über ihre Kreationen denken. Auch deshalb war sie mit ihren Stücken schon auf mehreren Design-Märkten vertreten.

Fräulein Lampe Bilder (c) STADTBEKANNT

Fräulein Lampe Bilder (c) STADTBEKANNT

Fräulein Lampe steht drauf, Martina Hatzenbichler dahinter

Eigentlich ist die Wienerin Architektin. In ihrer Freizeit bastelt sie gerne. Und das merkt man auch ganz deutlich an ihrer Wohnung – Lampen aus Karton, Schuhregale aus alten Holzbrettern, portugiesische Fliesen an den Küchenwänden. Lötmaschine und Doppelklebeband, erzählt sie, seien beim Basteln ihre treuen Begleiter. Vieles ist hier also selbstgemacht, wo alles selbstgemacht ist: bei Fräulein Lampe. Atelier hat die Künstlerin keines. Sie arbeitet von ihrer Wohnung aus. Das Label bedeutet für Martina Hatzenbichler keine Vorgaben zu haben, sie macht, worauf sie Lust hat. Vielseitig soll es sein. Gestern waren es Broschen mit bunten oder goldenen Tierköpfen, heute ist es Messing und was morgen kommt, bleibt offen. Wir sind gespannt.

Fräulein Lampe Postkarten (c) STADTBEKANNT

Fräulein Lampe Postkarten (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Seit Sommer 2011 bastelt Martina Hatzenbichler in ihrer Freizeit nicht mehr nur für sich, sondern auch für andere. Fräulein Lampe heißt ihr Label. Plastiktiere werden auseinandergeschnitten, bemalt und in Kette und Ohrring umfunktioniert. Gartenzwerge sind nicht mehr länger Gartenzwerge, nun verzieren sie Weinflaschen. Momentan arbeitet Martina Hatzenbichler viel mit Messing. Das Ergebnis ist geometrisch dominiert, schlicht und für Wand, von Decken oder als Bücherhalter gedacht. In Wien kann Fräulein Lampe in der Sellerie gekauft werden.

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