Essen & Trinken – Essen

Foodsharing (c) Neumann stadtbekannt.at
Foodsharing (c) Neumann stadtbekannt.at

Foodsharing

4. November 2013 • Essen

Lebensmittel teilen statt weg werfen!

Unter diesem Motto ist die ursprünglich in Deutschland gegründete Organisation Foodsharing aktiv.

Auch Österreich ist seit kurzem im Tauschfieber. Lebensmittel, die nicht mehr benötigt werden, bekommen dadurch einen neuen Besitzer. Der Nahrungsmittelverschwendung ist damit der Kampf angesagt.

 

In den Magen, statt in den Müll!

Die Basis für Foodsharing bildet die kritische Dokumentation „taste the waste“ von Valentin Thurn, der über das Thema Lebensmittelverschwendung aufklären und vor allem zu einer Gegenbewegung aufrütteln will. Schockierende Zahlen, die schwarz auf weiß belegen, dass Lebensmittel im Wert von rund 1 Milliarde Euro direkt nach der Ernte in der Tonne landen, sollen die Aufmerksamkeit auf das heikle Thema lenken.

Es ist kaum mehr möglich die Augen davor zu verschließen, wenn man sich die wesentlichen Hintergründe, vor allem der Kampf gegen die täglich vorherrschende Verschwendung von Nahrung der Organisation, zu Gemüte führt. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Händler und Lebensmittelproduzenten sind dazu aufgerufen, überschüssige Produkte der Foodsharing-Community zur Verfügung zu stellen. Aktuell warten frische Petersilie, Kaffetabs, Bioweizen, frische Pfefferoni oder Pfferminzteesirup darauf im Raum Wien einen Abnehmer zu finden.

Foodsharing Obst (c) Neumann stadtbekannt.at

Foodsharing Obst (c) Neumann stadtbekannt.at

Wie geht’s?

Hungrig im Supermarkt kann es schon einmal passieren, dass man beherzt zugreift und das Einkaufssackerl immer voller wird. Man erwartet vielleicht Gäste oder die Speisekammer soll wieder einmal aufgefüllt werden. Ist dann aber der Hunger gestillt, die Gäste ausgeblieben oder zum Restl-Verkochen hat man schlicht keine Lust, kann es schwierig werden, die eingekauften Lebensmittel rechtzeitig zu verbrauchen.

Genau an diesem Punkt tut sich die Chance auf, die Internet-Plattform Foodsharing zu nutzen. Über deren Homepage kann jeder, der überflüssige Lebensmittel zu verschenken hat, diese anbieten. Und so einfach geht es: Eintragen was man anzubieten hat, eventuell eine kurze Beschreibung zu Menge, Beschaffenheit, Ablaufdatum, Besonderheiten hinzufügen und den Abholungsort eintragen. Anschließend kann der persönliche „Essenskorb“ von Interessierten reserviert und danach abgeholt werden.

Foodsharing Korb (c) Neumann stadtbekannt.at

Foodsharing Korb (c) stadtbekannt.at

Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit zählen

Als Foodsharing-Nutzer wird man darauf hingewiesen, die erforderlichen Regeln, genau zu beachten: Ehrlichkeit bei der Zusammenstellung des zu verschenkenden Essenskorb und Zuverlässigkeit beim Abholvorgang werden vorausgesetzt. So werden unter anderem Speisen aus Fleisch, Fisch, Geflügel und anderes leicht Verderbliche, sowie (homöopathische) Medikamente, Kleidung, Kosmetika und Spielzeug unter den angebotenen Essenskörben nicht gerne gesehen. Hat man sich dieses Regelwerk ins Bewusstsein gerufen, steht der aktiven Teilnahme an der Lebensmitteltauschbörse nichts mehr im Weg.

 

Stadtbekannt meint

Am besten nicht mit leerem Magen einkaufen gehen. So vermeidet man, dass überschüssige, nicht verbrauchte Waren im Mistkübel landen. Und sonst gerne die Internetplattform Foodsharing nutzen. Die Titelseite der Homepage bietet eine gute Übersicht was zu tun ist: Lebensmittel „geben“, gerne auch welche „nehmen“, die man sich als Essenskörbe schon vorab ansehen kann. Ganz klar ist man zum „Teilen“ aufgerufen, dass sich am besten mit gemeinsam Kochdates umsetzen lässt. Foodsharing ist eine gute Sache, die ein Umdenken im Umgang mit Lebensmittel anregen möchte. Übrigens: über die Facebook-Seite „Foodsharing Wien“ wird man am Laufenden gehalten, was sich in Österreich bezüglich Foodsharing tut und wo es neue „FairTeiler“ gibt, die gratis Obst, Gemüse und andere Lebensmittel anbieten und die nur darauf warten abgeholt zu werden.

Lisa Neumann

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