Wien – Leben

Foto: STADTBEKANNT Zucker
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F**k Forever

5. Juni 2014 • Leben

Gute Idee: Fest der Pferde und Stöger ist dabei
Schlechte Idee: „Fest der Freiheit“ mit Burschenschaftern

 

Konnte sich der rechte Sektor bei den letzten Demos noch an linken Radaubrüdern abputzen, um sich als „moralische Sieger“ zu feiern, kam ihr „Fest der Freiheit“ nicht so recht in Schwung. Im Gegenteil, denn außer Spesen nichts gewesen und die tragen andere. Abgesehen vom massiven Polizeiaufgebot samt Hubschraubereinsatz, verzeichnen die Wiener Linien einen beträchtlichen Einnahmeausfall aufgrund einer stundenlangen Betriebssperre.
Das leibhaftige Kasperletheater begann damit, dass die Burschenschafter ihre Versammlung anfänglich als Faschingsumzug anmelden wollten, um ihre Narrenkostüme nicht ohne Degen ausführen zu müssen. Die Demonstration selbst stellte sich als bloßer Vorwand heraus, um durch die Polizei geschützt ein „geselliges Miteinander“ feiern zu können. „Wiener Polizisten schützen die Faschisten!“, ist eben nicht nur den Linken geläufig.

 

Action Man the greatest hero of the world

Wie ein Drogenhund bei erfolgloser Suche nach seinem Einsatz dennoch seine Belohnung bekommt, so brauchen offenbar auch die uniformierten Action Men ihre Satisfaktion.
So ließ es sich ein Beamter nicht nehmen, geschützt durch ein Dutzend Kollegen, einem Burschen im Vorbeigehen einen zünftigen Bodycheck zukommen zu lassen. Zumindest Einem durfte es der wie bestellte und nicht abgeholte Freund und Helfer an diesem Abend so richtig zeigen.
Um das angebliche Vergehen eines Demoteilnehmers, nämlich „Rädelsführerschaft“, zu unterbinden, begab sich eine Einheit Uniformierter im Laufschritt treppab in eine U-Bahn Station. Den Fähnlein Fieselschweif am selbigen gepackt oder auch nicht, wurde genauso zügig wieder zum Rückzug an die Oberfläche geblasen. Dazu wurde von frecher Meute skandiert:
„Ihr könnt nachhause gehen, ihr könnt nachhause gehen….“
Den singenden Provokateuren wurde in Sekundenschnelle und Schwarmformation majestätisch die Helmstirn geboten.

Am Ende musste sich die Polizei aber wieder ihren adretten Schützlingen widmen und sie eigenhändig in Taxis setzen, nachdem ihnen zuvor, wie bereits nach der „Identitären“-Demo, die Mitfahrt verweigert worden war.

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