Wien – Unnützes Wienwissen

Feste, Pomp und Religionskriege

1. August 2014 • Unnützes Wienwissen

Das Haus Habsburg im Barock (ca. 1575-1740)

Hört man das Wort “Barock”, so denkt man wohl zunächst an höfischen Glanz und den Pomp von Versailles, an feierliche Musik und schillernde Persönlichkeiten oder an Kunst und Architektur, die sich in üppigen Formen entfalten.

Doch die Epoche zeigt sich zu Beginn alles andere als schillernd. Ein gewaltiger Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten brodelt in den Kronländern – ein Tropfen reicht aus, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Der Tropfen findet sich 1618, als protestantische Stände die Prager Burg stürmen und die katholischen Statthalter kurzerhand aus dem Fenster schmeißen. Warum? Der Habsburger Kaiser Rudolf II. hatte Religionsfreiheit zugesichert und seine Nachfolger Matthias und Ferdinand II. “Der Fromme” hielten sich kaum daran und verfolgten die Protestanten bis aufs Blut.

Im Dreißigjährigen Krieg von 1618-1648 setzt sich schließlich die katholische Gegenreformation durch.

Man bemüht sich rasch, aus dem verheerten Land wieder etwas Herzeigbares zu machen. Die Barockkaiser Leopold I., Joseph I. und Karl VI. entdecken nach und nach den Absolutismus als neue Herrschaftsform und reformieren die Staatsstruktur.

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