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Facebook Daumen (c) Hofinger STADTBEKANNT
Facebook Daumen (c) STADTBEKANNT Hofinger

Facebook schaut anders aus, ich glaub die Welt steht nicht mehr lang!

23. September 2011 • Skurriles3 Kommentare zu Facebook schaut anders aus, ich glaub die Welt steht nicht mehr lang!

Die Mayas wissen es bekanntlich schon länger, 2012 wird die Welt untergehen. Wie wörtlich man den Terminus „untergehen“ dabei nehmen kann ist unklar, zumindest, wenn man Roland Emmerich folgt, ist es aber ziemlich wörtlich zu nehmen. Was das veränderte Facebook-Design damit zu tun hat? Wir kennen die Antwort!

Seit einigen Tagen gibt es im Freundes-, Bekannten- und Nur-Facebook-Freundeskreis nur mehr ein Thema: Der Relaunch von Facebook ist entweder ein Epic Fail (mit vielen Ausrufezeichen) oder das Beste seit Erfindung des Internets. Nicht wenige drohen Facebook mit ernsthaften Konsequenzen, wenn die Änderungen nicht zurück genommen werden, andere lachen darüber, während wieder andere verzweifelt kommentieren, dass sie sich jetzt aber gar nicht mehr auskennen! Wo sich dieser Strom aus Fails, Noise und Gezeter ergießt? Natürlich auf Facebook. Denn wo ließe es sich besser über Facebook schimpfen, als auf Facebook selbst ?

Würde man zum Schimpfen beispielsweise Myspace aufsuchen, würde ja gar niemand mitbekommen, dass man sich ärgert, was dann letztlich auch wieder kontraproduktiv wäre.

Facebook und der Weltuntergang

Verschwörungsaffine Gemüter sehen hinter den Änderungen nicht nur den schnöden Versuch, Usetime und Werbeerlöse zu optimieren, nein, dahinter steckt ein Plan, und dass der böse ist, versteht sich von selbst.

Zentral für diesen Plan ist der neue Newsticker. Seit man sich nicht mehr auf die Pinnwände seiner Bekannten, Freunde, oder von Leuten, bei deren Freundschaftsanfragen man schlicht zu faul/ feige war, sie abzulehnen, bequemen muss, um herauszubekommen, was sie auf die Fanpage von Miley Cyrus gepostet haben, und dass sie sich beim Billa auf der Mariahilfer Straße eingeloggt haben, seither kennt Facebook keine Pause mehr. Musste man sich bisher, zumindest wenn man unter tausend Freunde hatte, zeitweilig sekunden- oder gar minutenlang gedulden, bis neue Updates eintrudelten, so ist es jetzt damit vorbei.

Egal, ob die Nachbarskinder gerade ihr Meerschweinchen quälen, oder dem Nachbarn übel ist, weil das Kebab am Vorabend verlockender aussah, als es bekömmlich war, alles bekommen wir mit und zwar instant. Dahinter steckt ein perfider Plan, denn wer permanent auf Facebook ist, kann nicht mehr arbeiten und auch sonst nichts mehr tun.

Dieser Plan scheint zu funktionieren, man denke nur an die seit Jahren wütende Wirtschaftskrise. Seit drei Jahren steckt die Wirtschaft global in der Krise und seit drei Jahren wächst Facebook rasant. Wer da keinen Zusammenhang sieht, glaubt vermutlich auch nicht, dass das World Trade Center gesprengt wurde und die Nazi-Reichsflugscheiben den Südpol unsicher machen. Sprich, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

Für simplere Gemüter aber noch ein Zusammenhang: Fast 33 Prozent der griechischen Bevölkerung sind auf Facebook, in Österreich sind es deutlich weniger. Griechenland steckt in der Krise, Österreich geht es nicht so schlecht. In den 70er Jahren boomte die Wirtschaft aber im Vergleich zu heute in beiden Ländern extrem. Damals war niemand auf Facebook. Seht ihr den Zusammenhang?

Die sinkende Geburtenrate hängt natürlich auch mit der Verbreitung von Facebook zusammen. Wer immer vor dem Ticker hängt, hat schließlich nicht nur keine Zeit für Arbeit, sondern auch keine Zeit für Sex.

Es wird immer schlimmer

Die Wirtschaft schon in die Knie gezwungen, folgt jetzt der Todesstoß. Mit dem Facebook-Ticker wird aus der Rezession eine Depression und aus der Depression ein Kollaps. Wann das alles passiert? 2012 natürlich, kein Wunder, dass Facebook diese Maßnahmen gegen Jahresende 2011 eingeführt hat.

Aber Facebook, nicht blöd, weiß natürlich, dass einige die Lunte riechen und sich vor dem drohenden Kollaps ins digitale Abseits flüchten. Um diese kritischen Gemüter zu beruhigen, stellt Facebook gerade die Profile um. Dann gibt es für alle User eine Timeline, in der sie anderen Usern aus ihrer Vergangenheit erzählen können und wie sie zu denen wurden, die sie heute sind.

Da denken sich natürlich viele: Warum sollte ich über meine Vergangenheit erzählen, wenn ich keine Zukunft habe? Und warum sollte Facebook gerade jetzt, wo es an der Apokalypse arbeitet, den Fokus auf die Vergangenheit der User legen?

Dabei übersehen viele den genialen Trick dahinter: Indem Facebook den Usern Vergangenheit schenkt, verschleiert es, dass sie keine Zukunft haben. Denn spätestens Mitte 2012, wenn auch der letzte Sicherheitstechniker im letzten AKW vor dem Facebook-Ticker sitzt, um sich zu informieren, welcher seiner Freunde sich gerade über aktuelle Designänderungen beschwert oder über Darmverstimmungen klagt, dann beginnt die Apokalypse. Denn für Atomkraftwerke hat dann natürlich auch niemand mehr Zeit.

Zum Glück haben wenigstens unsere User die stadtbekannt-Redaktion, die sie vor den drohenden Gefahren warnt – natürlich auch über eine Facebook-Seite.

Über die Guten in diesem Spiel haben wir noch gar kein Wort verloren, zum Schluss muss es aber doch sein: Google, die Firma, die versprochen hat, nie etwas Böses zu tun, will uns alle retten. Mit Google+ haben sie ein Netzwerk geschaffen, in dem so wenig los ist, dass man aus purer Langeweile auch mal was arbeiten könnte oder, nur so als Vorschlag, ein Atomkraftwerk vor dem Super-Gau bewahren.

Disclaimer: Lieber DAU, das ist eine Satire und nicht wirklich so.

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3 Antworten auf Facebook schaut anders aus, ich glaub die Welt steht nicht mehr lang! – Verstecken

  1. Mariella sagt:

    Aldo
    Ihr habt schon gewaltig einen an der Waffel oder? ;-))

  2. Sandra sagt:

    ja klein ist der Vogel nicht
    aber ihr bringt mich wenigstens immer wieder zum lachen. Das neue Facebook eher nicht.

  3. Mario L. sagt:

    Die
    Nerven extrem. Ich will das alte Facebook wieder haben, das neue macht einfach keinen Spa

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