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MQ Vienna Fashion Week Part III: Angel of Pleasure

Letztes Jahr sprachen wir mit einigen DesignerInnen, die ihre Kollektionen bei der Fashion Week zeigten. Auch dieses Jahr sind einige von ihnen wieder zu sehen, wie Ina Kent & Marcos Valenzuela von Tiberius. Neben bekannteren DesignerInnen wollten wir mehr von den jüngsten Labels der MQ Vienna Fashion Week erfahren. Wir haben mit Magdalena Auff | Angel of Pleasure, die am 15.9. ihre neue Kollektion bei der Fashion Week präsentieren wird, über Probleme und Erfolge eines jungen Labels gesprochen.

Ein junges Label auf der Fashion Week

Ich treffe Magdalena Auff in ihrem Atlier im 19. Bezirk. Viele Stoffe, viele Kleider und Jacken, trotzdem ordentlich und strukturiert, so der erste Eindruck ihres Ateliers & Showrooms. „Das brauche ich zum arbeiten“ lacht die junge Designerin auf meine Anmerkung, dass es bei mir nicht so ordentlich ist.

Angel of Pleasure ist ein junges Label, erst im Sommer 2009 wurde es gegründet. Nach einer Ausbildung an der internationalen Modeschule ESMOD in München, einer Meisterprüfung für Damenkleidermacher und einigen Praktika, unter anderem bei Niko Fechter, machte sich Magdalena Auff selbstständig. Am 15.9.2011 wird ihre Kollektion auf der Fashion Week zu sehen sein.

Magdalena Auff designed und produziert ihre Stücke selbst, viel Arbeit vor so einer großen Show: „Es ist viel zu tun, ja, alle Teile der Kollektion habe ich selber gemacht, zumindest die Prototypen. Jetzt vor der Fashion Week habe ich etwas Hilfe. Außerdem muss ich im Vorhinein viel investieren, sowohl Geld für die Materialien als auch Zeit.“

"Meine Kleidungsstücke sollen den Käuferinnen Freude bereiten"

Das Label „Angel of Pleasure“ hat es 2010 zu nicht verachtender Medienpräsenz geschafft – nämlich kleidete Magdalena Auff Moderatorin Johanna Setzer für die ROMY ein. Die Zuseher konnten aus drei für die Puls4-Dame geschneiderten Kleidern auswählen. Danach folgten unter anderem Kollaborationen mit Wein & Co und einige Erwähnungen in österreichischen Modezeitschriften.

Angel of Pleasure heißt das Label deshalb, weil die einzelnen Stücke ihren Käuferinnen Freude bereiten sollen. Ihre Designs sind elegant, viele Seidenkleider zählt die Kollektion, aber immer kombiniert mit edgy Lederjacken oder anderen rockigeren Accessoires. Besonders wichtig sind auch Stickereien, Prints oder Borten, alles Stücke sollen besonders sein, Show Stopper eben. Wo sieht sie sich denn in der Wiener Modeszene?

„Ich bin nicht der Typ, der zu ausgefallen, zu extravagant designed. Ich mag es klassisch, ich will, dass meine Mode tragbar ist, dass sich die Frauen, die meine Kleidungsstücke kaufen, wohl fühlen. Um Das MQ herum, im 6. und 7. Bezirk gibt es viele tolle Jungdesigner, dort sehe ich mich aber eher nicht. Meine Sachen sind sowohl für junge Frauen, als auch für ältere Damen. Ich glaube, sollte ich irgendwann einmal eine Boutique haben, wäre der 19. Bezirkeine gute Wahl.“

Wie sieht es überhaupt aus mit Zukunftsplänen? „Das Ziel für die nächsten Jahre wird sein, dass meine Kollektionen produziert und in Geschäften in Wien verkauft werden. Ein eigener Laden wäre zur Zeit undenkbar, das ist sehr viel Arbeit. Ich würde auch gerne außerhalb von Österreich Angel of Pleasure verkaufen. Mit der Gründung meines eigenen Labels habe ich mir jedenfalls schon einen kleinen Traum erfüllt“

"Sich sorgen zu machen, gehört dazu"

Aber ganz so einfach ist es für so ein junges Label natürlich nicht, viel Arbeit und – besonders vor einem Event wie der Fashion Week – wenig Schlaf gehen auch oft mit ein wenig Angst vor der Zukunft einher.

„Ich glaube das ist normal, dass man sich irgendwo immer ein bisschen Sorgen macht, wie es weiter geht. Am Anfang habe ich überhaupt nicht gewusst, ob das funktionieren wird. Aber gottseidank hat bis jetzt immer alles geklappt, ich hatte immer genug Kunden, und die Dinge entwickeln sich auch ganz gut.“

Die Show von Angel of Pleasure im Rahmen der Fashion Week findet am 15.9. um 16:00 Uhr statt!