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MQ Vienna Fashion Week Part I: Ina Kent

Von 22. bis 26. September findet die MQ Vienna Fashionweek statt. Damit ihr nicht so lange warten müsst, haben wir uns schon vorab mit einigen DesignerInnen unterhalten, die dieses Jahr ihre Kollektionen präsentieren werden. Die erste in unserer Interviewreihe ist Taschendesignerin Ina Kent. Mit ihr sprachen wir über Leder, Funktionalität und die Zukunft des Labels.

"Ich wollte mit Leder arbeiten"

Ina Kent gibt es seit 2007. Schon früher hat die Designerin mit Leder gearbeitet, dabei hat es sich aber nur um Einzelanfertigungen gehandelt, die am Spittelberg verkauft wurden. Seit 2007 werden im kleinen Laden in der Lindengasse 46 Taschen, Gürtel und Geldbörsen verkauft. Warum eigentlich keine Kleidungsstücke?

„Ich wollte mit Leder arbeiten, da sind Taschen am naheliegensten. Ich würde mich auch für Wollstoffe interessierten, aber das mit der Bekleidung überlasse ich den Leuten, die das wirklich können.“

Ina Kent hat das Designen von Taschen und Gürteln selbst erlernt, autodidaktisch. Die Faszination für Leder ist im Gespräch unüberhörbar. Sie kauft das hochwertige Material in Italien, produziert werden die Taschen in der EU. Deswegen steht neben Funktionalität auch das Material im Vordergrund:

„Das, was ich mir zuerst überlege, wenn ich eine Tasche designe, ist: Welche Funktion soll sie erfüllen? Und welche Ressourcen stehen hierfür zur Verfügung? Leder ist ein sehr schönes Material, sehr facettenreich, es braucht jedenfalls nicht viel Dekoration. Meine Taschen sind in erster Linie auf ihre Funktion beschränkt, dass sie zweckbetont sind, soll zu sehen sein.“

Wenig Modelle, viele Farben

Viele Taschenmodelle gibt es nicht. Dafür gibt es die Taschen in unterschiedlichsten Ausführungen, verschiedenen Farben, verschiedenen Lederarten. Von dezent und klassisch bis hin zu knalligen Farben ist hier einiges dabei. Wahrscheinlich sind die Ina Kent-Taschen deshalb so begehrt, findet man doch für jeden Zweck und zu jedem Outfit das passende Modell. Verkaufsrenner sind übrigens die kleinen Taschen mit dem Namen MOONLIT6 (siehe oben). Kleien Taschen gibt es um 95.- Euro, die größeren Modelle starten bei 200.- Euro.

Wo gibt es die Taschen eigentlich zu kaufen, abseits von dem Shop in der Lindengasse?

„In Wien gibt es ein paar Läden, in denen die Taschen verkauft werden. Zum Beispiel im MQ Point oder im At First Sight. Außerdem gibt es in Köln, Nürnberg, Berlin und Zürich ebenfalls Läden, die unsere Taschen führen. “

Mehr Modelle, weniger Farben

Das bringt uns zu den Zukunftsplänen der Designerin: Weitere Läden sind vorerst nicht in Planung, sondern in weiteren Shops innerhalb und außerhalb Österreichs sollen die Ina Kent Taschen verkauft werden. „Vielleicht ziehen wir irgendwann einmal in die Neubaugasse um, wenn wir dort einen schönen Shop finden. Aber der Laden soll jedenfalls im 7. bleiben, ich finde, hier passt er gut her.“

Bei der Fashion Week wird Ina Kent am 26.9. zu sehen sein, um 20.00. Hier wird auch ein neues Taschenmodell sowie ein Gürtel präsentiert werden, man darf also gespannt sein. Prinzipiell soll es im nächsten Jahr mehr Modelle geben, dafür weniger Farben. Ina Kent ist den meisten Taschenaddicts in Wien mittlerweile ein Begriff, wir sind uns sicher, ihre Erfolgsgeschichte wird noch lange weitergehen.


Therese Terror