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Es geht noch grüner: „Aufruf zum zivilen Ungehorsam“

27. Februar 2015 • Garten, Leben

Guerilla Gardening in Wien

Aus Vorfreude auf den Frühling stellen wir euch Guerilla Gardening vor! Es ist zwar kein neues Konzept, dennoch möchten wir darauf aufmerksam machen, um unsere Stadt vielleicht auch dort zu begrünen, wo es noch an Grün fehlt. Wer und wie Guerilla Gardening betrieben wird, stellen wir nun vor.

Den einen Guerilla Gärtner gibt es nicht. Die Motivation ein Guerilla Gärtner zu werden kann unterschiedlich sein, etwa Belebung des öffentlichen Raums, sozialer politischer Aktionismus, direkte Lebensmittelversorgung, oder Spaß an der Gartenarbeit. Immer jedoch mit der einfachen Freude daran, das Stadtbild positiv zu verändern. Dafür eigenen sich öffentliche ungenutzte Plätze, Grünstreifen, Verkehrsinseln, Bauminseln und jeder vergessene Winkel wie etwa ein Hinterhof.

 

Vorgangsweise

Die Vorgangsweise ist wie folgt: man suche ein geeignetes Stückchen Land, und überlege, wie sich die Stelle am besten nutzen lässt. Beachtenswert für die Auswahl der Pflanzen ist, ob es sich um einen sonnigen oder schattigen Platz handelt, wie genügsam eine Pflanze ist und ob Regen alleine genügt, um die Pflanzen ausreichend mit Wasser zu versorgen. Von Vorteil ist immer die Nähe zum Wohnort, um einfach schnell mal zu sehen ob alles in Ordnung ist und sich an dem Wachstum zu erfreuen. Als Einzelkämpfer oder in der Gruppe geht’s dann bewaffnet mit Sparten, Hacke und Setzlingen an die Arbeit. Manchmal reicht auch schon eine einfache Samenbombe – ein Gemisch aus Erde, Ton und Samen, um das gewünschte Blühen zu erreichen. Besonders eignen sich Samenbomben für Orte die unzugänglich sind, aber nur einen Wurf weit entfernt liegen.

 

Tipps

Hilfreiche Tipps und Inspirationen findet ihr zum Beispiel hier – leider eine verwaiste Website doch die Tipps sind nach wie vor aktuell.

Eine aktive Gruppe von Wiener Guerilla Gärtnern, findet ihr auf dieser Seite. Das offene Netzwerk steht jedem Interessierten zur Verfügung und gemeinsam werden Begrünungs- und Gartenaktionen geplant, und zu Veranstaltungen rund ums Thema eingeladen.

Guerilla Gardening klingt zwar nach einer Nacht & Nebelaktion, wenn jedoch der Ort entsprechend gewählt wurde, zeigte unsere Erfahrung, dass auch zur Tageszeit unbehelligt gegärtnert werden kann. Mit neugierigen Blicken darf immer gerechnet werden!

In diesem Sinne: Pimp Your Pavement!

Weitere Inspirationen aus dem internationalen Raum gibt es an dieser Stelle.

Literatur vom Ober Guerilla Gärtner Richard Reynolds: Guerilla Gardening: Ein botanisches Manifest, ca. € 20,-

MKH

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