Wien – Grätzltipps – 4. Wieden

Margaretenplatz (c) stadtbekannt.at
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Ein Spaziergang entlang der Margaretenstraße …

14. Juni 2011 • 4. Wieden, 5. Margareten, Stadtspaziergänge2 Kommentare zu Ein Spaziergang entlang der Margaretenstraße …

In unserer Reihe der Grätzltipps haben wir uns diesmal die Margaretenstraße angesehen. Stadtauswärts spazierend haben wir uns auf den Weg gemacht und stellen euch nun die diversen, teilweise recht ausgefallenen Geschäfte, Lokale und Restaurants vor.

Foto: STADTBEKANNT

Foto: STADTBEKANNT

Kleidermacherei und Zentralwerkstatt

Ganz am Beginn der Margaretenstraße befindet sich das Pasta e Basta, ein italienisches Lokal, welches das STADTBEKANNT Team vor allem durch seine Mittagsmenüs überzeugt hat, wie ja bereits von uns berichtet wurde.

Gehen wir ein Stück weiter, stehen Flanierende vor der Auslage der Kleidermacherei und Zentralwerkstatt [kaRja]. Die Designerin Katja Rozboril fabriziert hier ihre handgefertigten Unikate . Dabei handelt es sich um knallig bunte (aber auch dezentere) Röcke, T-Shirts und Kleider, die auf alten Straßenbahnsitzen sowie Haltegriffen und –stangen drapiert sind. Die wirklich leistbaren Stücke (zwischen € 49,- und € 149,-) sind aus verschiedensten Materialien gefertigt und in den Größen 34-46 erhältlich.

Eine Besonderheit des Labels [kaRja] sind die „180° Röcke“, die für modebewusste Städterin die Frage, wo hier Hinten und wo Vorne ist, obsolet machen. Getragen werden können die Röcke nämlich, wie es mustertechnisch gerade behagt und der Trägerin am besten passt.

Neben [kaRja]s Mode gibt es in der Werkstatt auch noch eine, alle 3 Monate wechselnde, Zusatzausstellung bei der andere DesignerInnen Schmuck, Taschen und andere Accessoires präsentieren.

Foto: STADTBEKANNT

Foto: STADTBEKANNT

Italienische Feinkost bei Crupi

Als nächstes sticht uns „Crupi Alimentari“ ins Auge.
Der Sizilianer Nino Crupi betreibt an dieser Stelle seit 7 Jahren einen italienischen Feinkostladen, der optisch zwar eher durch Minimalismus besticht, dafür aber wahre Gaumenfreuden verspricht.

Nino verkauft Orangen (die heißen hier „Tarocco“) und Olivenöl – Produkte, die ihren Ursprung im elterlichen Garten in Sizilien haben – Prosciutto di Parma der allerfeinsten Art, Parmigiano Reggiano und zahlreiche andere Käsespezialitäten.

Auch nicht fehlen dürfen natürlich Antipasti, Pesto und Mandelkekse, die wir gleich verkosten dürfen.

Ein Bobo Würstel

Ein Bobo Würstel

Spaziert man nun vorbei am Point of Sale, das menütechnisch zu jeder Tageszeit überzeugt, wie wir ja bereits festgestellt haben, so findet sich am Eck gegenüber der Xpedit Kiosk – ein Würstelstand, oder zumindest so etwas in der Art.
Von „Stand“ ist nämlich nicht viel zu sehen, vielmehr ist der Kiosk ein geräumiges Lokal mit allem was dazu gehört. Eine interessante Wandgestaltung, freundliches Personal und obendrauf eine DJ-Line jeden Donnerstag ab 22:00 Uhr warten auf die BesucherInnen. Auch das Thema „Würstel“ wird im Kiosk etwas anders aufbereitet. Neben klassischen Varianten (€ 3,20 – € 4,80) findet sich auf der Speisekarte zum Beispiel auch eine „Apocalypse Now“ (Paprikawurst mit gemahlenem Wacholder und mexikanischem Chili, € 4,60), „Twin Peaks“ (Spezialwurst mit Rind, Lammfleisch, Salbei, schwarzen Oliven und Pfeffer, € 4,50) und eine weit gefächerte Variation an vegetarischen Gerichten – unter anderem auch fleischlose Würsteln (€ 3,40).

Foto: STADTBEKANNT Mautner

Foto: STADTBEKANNT Mautner

Kino, Bar, Kult

Ein Stück weiter stadtauswärts wartet das, mittlerweile zur Institution gewordene, Schikaneder auf seine BesucherInnen. Kino, Bühne und Cafe will man dort sein und hat sich in den letzten Jahren auch einen Namen in all diesen Bereichen gemacht.
Im Kinosaal stehen 4 Couch- und 9 Kinosesselreihen zur Verfügung, genutzt wird der Saal aber nicht nur fürs Filmische, sondern auch für Vorträge, Theater und Präsentationen. Kinotechnisch bietet das Schikaneder Programmkino der feinsten Art. Davor und danach kann im Bar- und Loungebereich bei einem kühlen Bier (oder einem Gläschen Wein) über den Film diskutiert werden. Und auch ohne Kinobesuch eignet sich das Schikaneder für einen kleinen Umtrunk in geselliger Runde. Sofas, DJs, Projektionen und Kunstpräsentationen komplettieren die Bar. Für alle die „sehen und gesehen werden“ zum Motto ihrer Abendgestaltung erheben wollen, kann übrigens auch in der Auslage Platz genommen werden.

Feine Kost

Feine Kost

Um wieder ins Kulinarische abzudriften, empfehlen wir an dieser Stelle den Feinkostladen in der Margaretenstraße 44.
Seit 11 Jahren wird „Feinkost Bär“ an dieser Stelle betrieben und hauptsächlich von Stammkunden besucht. Wer den kleinen, etwas skurril anmutenden Laden betritt versinkt in einer anderen Welt. Die Regale scheinen angesichts der großen Auswahl heimischer und selbstgemachter Produkte geradezu überzugehen. Hausgemachte Mehlspeisen, Marmelade ohne Zusatzstoffe in ausgefallenen Sorten wie Himbeer-Zuckermelone oder Kiwi, aber auch Klassiker wie Marillenmarmelade werden hier angeboten. Wer’s rustikaler mag freut sich bestimmt über das selbstgemachte Grammelschmalz. Auch bei der Milch haben KundInnen eine große Auswahl. Beim Feinkost Bär gibt’s neben Kuh- und Ziegenmilch auf Bestellung sogar auch noch Milch in der Flasche.

Foto: STADTBEKANNT

Foto: STADTBEKANNT

Skandinavien in Wien

Vorbei am neuen Fashion Store „Samstag“, der PassantInnen vor allem durch seine Fassade ins Auge sticht und dem altbewährten „Elfenkleid“, dessen Abendgarderobe die Herzen (und Geldtaschen) vieler Stadtprinzessinnen zum Schmelzen bringt, marschieren wir die Margaretenstraße weiter.
Zeit für etwas sportliche Betätigung, finden wir. Warum also nicht den Tischtennis-Mittwoch in der Transporter-Bar nutzen und auf eine Partie „Riesen-Ringerl“ vorbeischauen? Aber auch an allen anderen Wochentagen kann im Transporter wunderbar ge-socialised werden.
Mit Bier, Cocktail, Wein oder einem gepflegten Club Mate… Dann wird’s Zeit für einen Abstecher nach Skandinavien.
Seit 3 Monaten versorgt uns SKAEN, als erstes skandinavisches Lokal, mit Köstlichkeiten aus Schweden, Dänemark und Finnland. Hinter der Glastheke finden wir Lachs in all seinen Variationen, Sill-Hering aber auch Schokolade, Süßigkeiten und Marmelade. Angeboten werden zudem täglich wechselnde Suppen. Besonders lecker finden wir die verschiedenen Sorten von Wienerbröd, eine Art Plundergebäck nach dänischer Tradition, das uns der nette Geschäftsinhaber zum Testen servierte. Für die Mittagspause oder einen kleinen Snack mit Kaffee eignet sich das SKAEN also hervorragend, finden wir. Eine große Auswahl verschiedenster skandinavischer Produkte können im Shop auch erstanden werden. Vor allem von in Wien lebenden Skandinaviern wird das sehr gerne genutzt, erzählt man uns.

Das Schlossquadrat

Das Schlossquadrat

Unsere Tour geht weiter am Filmcasino vorbei und rein ins Schlossquadrat.
Wer durchs Tor spaziert fühlt sich wie in einer kleinen Oase der Ruhe. Der wunderschöne, begrünte Innenhof beherbergt eine Reihe verschiedener Lokale wie etwa das Cuadro und den Silberwirt.
Beide verdienen, sowohl essenstechnisch als auch für ihre angenehme Atmosphäre, eine eindeutige stadtbekannt Empfehlung. Vor allem bei schönem Wetter lässt es sich hier angenehm im Freien schlemmen. Und genau das haben wir nach unserem Stadtspaziergang nun auch vor …

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2 Antworten auf Ein Spaziergang entlang der Margaretenstraße … – Verstecken

  1. Alex sagt:

    Der 5te ist ein hässlicher Bezirk!
    Meiner Meinung nach der hässlichste Innergürtel Bezirk Wiens.

    Alte, verlassene Gegenden wo die Hälfte der Verkaufsflächen leer stehen oder "Antiquitäten" (also Ramsch) Läden drin sind. Zum Vergnügen gibts nur Tristesse und Elend. Kann ich nur abraten dort hinzugehen!

    • Henry sagt:

      Der 5. BEZIRK IST EIN LEBENDIGER MULTIKULTURELLEN BEZIRK UND BRAUCHT SICH NICHT ZU VERSTECKEN.
      VIELLEICHT WAR DAS IM JAHR 2011 ANDERS, ABER JETZT IM JAHR 2016 IST ER EINEN AUSFLUG WERT

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