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Stephansdom Wienblick (c) STADTBEKANNT
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Ein Knigge für den Schulhof

2. Jänner 2012 • Skurriles2 Kommentare zu Ein Knigge für den Schulhof

Der Schulhof wird zivilisiert. Bisher herrschte in der großen Pause bekanntlich pures Faustrecht, das Gesetz des Stärkeren bekommt nun allerdings Konkurrenz: Verhaltens-Papst Thomas Schäfer-Elmayer bringt jetzt endlich Benehmen und Eleganz in jeden noch so verkommenen Haufen Pubertierender. Mit vier Kapiteln geballter Benimm-Power wird der Schul-Elmayer nun in allen Bereichen des schulischen Lebens aufräumen – wir haben die wichtigsten Regeln schon vorab.

Pünktlichkeit

Pünktlichkeit ist oberstes Gebot der Höflichkeit und zeugt von Respekt – als bewusstseinsbildende Maßnahme wird das Klassenzimmer von nun an bei Unterrichtsbeginn zugesperrt, um Zuspätkommende auszuschließen – die Lehrer müssen dann eben bis zum Pausenläuten draußen warten.

Das Pausenbrot

Fettflecken auf den Schulheften sind ab jetzt Tabu: die Eltern werden angehalten, Pausenbrote nunmehr als Canapés anzurichten, so dass sie leicht mit einem Zahnstocher gegessen werden können – das macht auch keine Brösel und sieht schick aus.

Rauchen auf der Toilette

Auch für die gepflegte Zigarette auf der Schultoilette hat Elmayer einen Benimmtipp: Damen sollte man natürlich immer zuerst Feuer anbieten – gleichzeitig sollte man sich dann aber natürlich auch Fragen, was man als Junge eigentlich am Mädchenklo zu schaffen hat.

Prügeleien

Der Schulhof war bisher Blutwiese – und wird es auch weiterhin sein. Duelle werden allerdings ab jetzt wieder vorher angekündigt und vor Schulbeginn im Morgengrauen ausgetragen. Die Waffen der Wahl sind allerdings zeitgemäß und wie bisher: Nippeldreher und Hosenzieher.

Abschreiben

Vom Nachbarn abschreiben wird ab 2012 nur noch mit korrekter Quellenangabe geduldet – schließlich will man in den Schulen ja keine Guttenbergs heranzüchten! Hierbei wird auch auf die Einhaltung der richtigen Zitierregeln nach wissenschaftlichen Standards geachtet – Vollbeleg etwa „Moser, Kurt; Geographietest 20.1.2012, Wien, 2012, S.2 unten.“

Streiche

Das gute alte „Kick mich“ Post-it auf dem Rücken eines Mitschülers (oder gar des Lehrpersonals!) hat ausgedient – schließlich ist das Du-Wort Tabu und ein „Bitte“ fehlt auf dem Schild meistens ebenfalls – „Ich fordere Sie herzlich dazu auf, mich in den Hintern zu treten!“ klingt da schon besser.

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2 Antworten auf Ein Knigge für den Schulhof – Verstecken

  1. xpod sagt:

    rofl
    rofl lol

  2. warkus sagt:

    die wahrheit
    er hei

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